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PS3 zu Weihnachten?

KabelfreakSpielkind

Nachtrag, als Antwort auf den ketzerischen Kommentar (s.u.): Warum? Darum. Außerdem: der C64 war in den Augen eines ZX81-Nutzers ein Quantensprung: Farbe statt schwarz/weiß, Tastatur statt Folie, reichlich RAM statt "2/0" (ich meine mich zu erinnern, dass das der Weg des ZX81 war, mir zu erklären, dass er keinen freien Speicher mehr hat). Und den Brotkasten hat eh die Mama abgestottert. Als PS2- und PC-Spieler seh ich jetzt nicht, wie mir die PS3 eine ähnliche Epiphanie verschaffen könnte. Und jetzt arbeite ich für mein Geld.

Ich tendiere im Moment dazu, einem Arbeitskollegen eine gebrauchte 360 abzukaufen, um damit zu überbrücken, bis für Spore irgendwann nächstes Jahr ein neues Wintendo fällig wird... Das bisschen Zeit, das ich zum Spielen habe, verbringe ich im Moment eh überwiegend in Azeroth.



Nachtrag, 16. Dezember 2007: Noch ein ketzerischer Kommentar — Präsi?

Was soll ich sagen, ich war mein halbes Leben lang ein Sony-Fanboi und Early Adopter: Black Trinitron™ war mein Mantra, die Musik kam unterwegs vom Walkman™ oder von MiniDisc™, nach 1978 hab ich genau drei Spielkonsolen besessen, alle von Sony: eine Playstation und zwei PS2 — keine einzige davon hatte einen Modchip — und ich hab noch unter SWG gelitten, als alle anderen längst ihren Spaß in WoW hatten.

Und was hab ich mit meinem Konsum finanziert? Immer lausigere Fernseher; auf jedes PS/2-Game, das 60 Euro wert war, kamen hundert, die für den Arsch waren; die SWG-Entwickler wurden vergrault — und die Lobby-Organisationen, die für Sony arbeiten, setzten nicht nur in Deutschland erfolgreich massive Verschärfungen des Urheberrechts und die Aushebelung des Rechts auf Privatkopie durch.

Oh, ja, stimmt, ich hab natürlich auch technischen Fortschritt finanziert: immer aggressivere Kopierschutzverfahren (Stichwort "Sony-Rootkit"), ein totgeborenes Speichermedium (UMD) und eine Konsole, die ihrer Zeit fünf Jahre voraus ist — nicht unbedingt, was ihre Technik angeht, aber ganz sicher was ihren Preis betrifft.

Nebenbei: BluRay als Alternative zur HD-DVD auf den Markt zu drücken und so einen neuen Formatkrieg anzufangen, war auch nicht gerade eine Entscheidung, von der wir Kunden profitieren. In anderen Bereichen mag Konkurrenz das Geschäft beleben, aber wenn es um die Formate für Speichermedien geht, leiden wir praktisch alle unter der Spaltung des Marktes.

Alles hat seine Grenzen, auch meine Leidensfähigkeit als Konsumnutte.

Natürlich wünsche ich Euch allen viel Spaß mit Euren PS3s. Ich guck mir die Angelegenheit nach der nächsten spürbaren Preissenkung nochmal an, vielleicht gibt's bis dahin ja auch ein PS3-Spiel, das mich interessieren könnte. (Aber die 360 könntest Du mir erfolgreich ausgeredet haben.)

Quo ludabo? 360, PS3 oder doch am PC?

KabelfreakSpielkind In ein paar Tagen kommt die PS3 raus. Seit Erscheinen der XBox 360 hab ich mich mit dem Gedanken getröstet, auf die überlegene Konsole zu warten. Jetzt ist es soweit und mir ist irgendwie die Lust vergangen. Für die PS3 spricht:
  • Die Architektur scheint geil zu sein.

    Man korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber mit einer Xbox 360 krieg ich einen zur Konsole abgespeckten PC von letztem Jahr (oder dem davor). [Nachtrag: ich wurde korrigiert, lt. erfahrener Xbox 360-Fanbois ist die Xbox 360 sogar noch viel geiler als die PS3, aber zumindest scheint sie tatsächlich näher an der PS3-Architektur dran zu sein als an einem PC.] Mit einer PS3 krieg ich was, was ich mir in der (theoretischen) Leistungsfähigkeit so als PC noch gar nicht zusammenstellen kann.

    Ah, Kutaragi-san's architecture...seven DSPs and a low-powered CPU. I don't like the PS3's architecture. First off, with Sony, programmers want to do well and want to create good software, but Kutaragi-san makes the final call and [designs] the [hardware and software] environment himself. So that's been really challenging. (Hironobu Sakaguchi, Schöpfer der "Final Fantasy"-Serie)

  • Sie ist verhältnismäßig leise (verglichen mit der Xbox 360).

Gegen die PS3 spricht (aus meiner ganz persönlichen Sicht):
  • Von der theoretischen Leistungsfähigkeit bleibt in der Praxis noch nix übrig.

    Zahlreiche der Spieletests, die ich gelesen hab, beklagen Treppchenbildung, ruckelige Darstellung und Bildwiederholraten deutlich unter 30fps, selbst bei Spielen, die auf die volle HD-Auflösung (1080p) verzichten und nur 720p darstellen können. Die Entwickler brauchen sicher noch 'ne Weile, um die Hardware zu beherrschen. Bis dahin könnte aber wieder der PC als Plattform aufgeholt haben.
  • Der Hersteller hat seine Glaubwürdigkeit und seinen guten Ruf verspielt.
    • Sony hat ein Rootkit auf Audio-CDs gepackt und das nachträglich verteidigt und runtergespielt.
    • Ich hab inzwischen die zweite PS2 und auch die muckt schon bei manchen Spielen rum — die in meinen Geräten verbauten DVD-Laufwerke sind wohl einfach nicht konsolentauglich und dank entsprechender Ersatzteilpreise lohnt sich ein Austausch nach der Garantiezeit nicht mehr.
    • Auch als SWG-Spieler (Star Wars Galaxies ist ein Produkt von Sony Online Entertainment) hab ich diverse Male feststellen dürfen, in welcher Form und wie häufig Sony auf seine Kunden scheißt (nach drei Jahren kostenpflichtigem Dienst fühlt es sich immer noch wie ein Betatest an).
  • An der Reihenfolge der Einführung der PS3 ist deutlich sichtbar, welche Priorität der europäische Markt bei Sony genießt. Als Europäer bin ich unter allen angeschissenen Kunden derjenige, auf den die Haufen aus der größten Höhe fallen.
  • Mit der PS3 kommt wohl über kurz oder lang auch das Bedürfnis nach einer angemessenen, gestochen scharfen Darstellung auf einem HD-Fernseher.

    Am PC hab ich schon seit Jahren HD-Monitore. Zwei meiner LCD-Displays haben sogar DVI, aber weil die schon drei Jahre alt sind, verfügen sie noch nicht über den DVI-Kopierschutz HDCP.

    Monitore ohne HDCP lassen sich nicht digital über DVI an die Playstation 3 anschließen, selbst wenn man keine Blu-Ray-Filme schauen möchte. Der Bildschirm bleibt schwarz. (c't Special Playstation 3)


    Mein Beamer kann auch höhere Auflösungen, aber der ist ja auch schon zwei Jahre alt, also wird das mit der PS3 auch nicht tun. Und jetzt erzähl mir nochmal jemand, dass ich als Kunde nicht unter der Paranoia der Medienkonzerne leide.

    Aus Nordamerika, wo die PS3 ja schon ein paar Monate im (schleppenden) Verkauf ist, berichtet man von HDCP-Problemen (z.B. Dauerblinken) zwischen der PS3 und einer Reihe von TV-Modellen — natürlich behaupten sowohl Sony als auch die TV-Hersteller, HDCP jeweils richtig implementiert zu haben und der Kunde hat den Schaden.

    In der Praxis klappte die Verbindung über HDMI aufgrund von Problemen bei der HDCP-Authentifizierung bislang nicht immer reibungslos. [...] Treten hierber zwischen Zuspieler und Verstärker oder zwischen Verstärker und Display Timingprobleme auf, bleibt der Bildschirm schwarz oder zeigt [lediglich ein Rauschmuster]. Im besten Fall muss man ein HDMI-Kabel herausziehen und wieder hineinstecken (was auf Dauer schon nervig ist), bei manchen Gerätekombinationen half aber auch das nicht. (c't Special Playstation 3)


    DVDs werden von der PS3 übrigens nicht auf HD-Auflösungen hochskaliert. Andere HD-Abspielgeräte holen so das Optimum aus der vorhandenen Filmsammlung heraus. Aber, hey, die meisten meiner DVDs sind eh importierte RC1-Scheiben, die eine europäische PS3 gar nicht abspielt.

    [Audio über SPDIF] Am optischen Ausgang (SPDIF) gibt die Konsole den Sound in Dolby Digital oder DTS mit 5.1-Kanälen sowie AAC aus, als PCM-Strom ist Stereo möglich. Mehr gibt diese Schnittstelle nicht her. Das bedeutet, dass man beim Neukauf eines A/V-Receivers sehr genau auf die unterstützten Formate achten sollte.

    [Audio über HDMI] Ein Nachteil der PCM-Übertragung soll hier nicht verschwiegen werden: Die sechskanalige PCM-Übertragung der neuen Formate zum A/V-Receiver läuft in der Praxis keineswegs immer einwandfrei, wie auch Anwender in einschlägigen Foren zu berichten wissen.

    Die PS3 besitzt als eines der ersten Geräte einen HDMI-1.3-Ausgang: damit der Audio/Video-Verstärker den Bitstream auch wirklich verarbeiten kann, muss er seinerseits aber natürlich einen HDMI-Eingang nach dem Standard 1.3 besitzen. Solche Geräte sind bislang jedoch Mangelware. (c't Special Playstation 3)


    Das Blu-Ray-Laufwerk ist also für mich kein Kaufgrund, nicht bevor der öffentliche Betatest von HDCP abgeschlossen ist (also vielleicht mit der nächsten oder übernächsten Hardwaregeneration) und der HD-Formatkrieg entschieden ist und sich herauskristallisiert, für welches HD-Format es auf Dauer mehr Content gibt.

    Wenn sich die Hersteller nicht auf einen einheitlichen Standard einigen können, geht das auf ihre Kosten. Damals, als der Heimvideo-Formatkrieg tobte, hat die Mama geduldig gewartet, bis es in den Läden nur noch VHS-Recorder gab, während die Early Adopter mit ihren Betamax- und Video2000-Recordern angeschmiert waren. Bezeichnenderweise wurde Betamax von Sony entwickelt. Genau wie MiniDisc oder ATRAC. Aus diesen Beispielen könnte man ableiten, dass Sony kein glückliches Händchen hat, wenn es darum geht, Standards im (Fast-)Alleingang durchzusetzen.

  • Die PS3 emuliert die PS2 in Software und unterstützt damit zur Zeit nur einen Bruchteil der verfügbaren Spiele... während in Japan und Nordamerika noch eine PS3 verkauft wird, die mit Hilfe von Hardware fast alle ("97,5%") PS2-Titel abspielen kann.

    Nun hab ich zugegebenermaßen auf der PS2 nur ein einziges PS1-Spiel gezockt: Front Mission — und dafür hätte ich auch die PS1 nochmal rausgekramt.

    Aber zum einen wird es meine PS2 wohl nicht mehr lange machen und zum anderen ist, wie ein Kollege anmerkte, der Platz im Multimediamöbel eine knappe Resource. Die "Emotion Engine", die Sony sich für Europa spart, wäre für mich vermutlich ein Kaufargument gewesen, wenn die PS2 abraucht... aber so werde ich in der Situation wohl eher ein paar Euro in eine gebrauchte PS2 investieren oder halt abwarten, bis es eine PS2-Emulation für PCs gibt. Länger als ein paar Jahre kann das ja auch nicht mehr dauern.

  • Sony wird Micropayment für Game-Level, Game-Features und In-Game-Items pushen.

    Ich hab ein Problem mit Micropayment, keine Ahnung, ob ich damit allein bin.

    Wenn ich etwas kaufe, insbesondere wenn es etwas teures ist, lasse ich mir mit der Kaufentscheidung gerne Zeit, dann macht mir der Kauf ein warmes, weiches Gefühl im Bauch — ich bin halt zum Konsumenten erzogen — und wenn ich dann mit der Zeit feststelle, dass der gekaufte Artikel sein Geld wirklich wert war, gibt mir das bei seiner Benutzung schon eine gewisse Befriedigung.

    Bei Micropayment funktioniert dieser Mechanismus für mich nicht.

    Unterhalb eines gewissen Betrags macht mir eine lange Entscheidungsphase keinen Spaß und wenn ich mich schnell entscheide, bezahle ich zu oft für unnötigen Kleinkram, der mir dann auch nach dem Kauf keinerlei Befriedigung bereitet.

    Wenn ich zocke, will ich zocken. Ich will mir im Kleiderladen von Grand Theft Auto IV keine Sekunde lang Gedanken drüber machen, was mich irgendein Kleidungsstück in Echtgeld kostet. Wenn ich in-game shoppen will, dann ausschließlich mit virtueller Währung — und die sollte möglichst nicht in Echtgeld umrechenbar sein (Second Life würde ich selbst mit der Kneifzange nicht mehr anfassen).

    Und wenn ich mit Geld spielen will, dann geh ich pokern, da kann ich nämlich für meinen Einsatz auch was gewinnen.

  • Obwohl die PS3 in Japan und Nordamerika schon ein paar Monate verfügbar ist, gibt es keine Killerapplikation, kein Must-Have-Spiel.

    "Home" soll im Herbst kommen und wird als "Second Life auf der Playstation" gepriesen...

    Liebe schreibende Zunft, es ist nicht zu übersehen, dass im Moment kein Artikel über Computer oder Internet ohne eine Erwähnung des Second Life-Hypes auskommt — allerortens scherzt man darüber, dass in SL inzwischen nur noch Journalisten rumlaufen. Ich hab schon seit Jahren einen aufgrund fehlenden Interesses praktisch ungenutzten Account, kannte SL also schon, bevor es zum Hype, zur Marketingplattform und zur Designerspielwiese wurde.

    Bei aller gebotenen Skepsis gegenüber diesem Hype: es ist eine Beleidigung für SL, mit "Home" verglichen zu werden, was jedem aufgehen müsste, der einen Blick in Second Life geworfen und den "Home"-Trailer aus dem Augenwinkel gesehen hat. Aber, nee, sie schreiben das alle schön voneinander ab.

    Von den Avatar-Chats, die es bereits in rauhen Mengen gibt, unterscheidet sich SL dadurch, dass die Welt fast vollständig aus Content besteht, den die Nutzer selbst erstellt haben und dass die Nutzer diesem Content mit Hilfe einer SL-eigenen Skriptsprache Leben einhauchen können.


    Sony hat da einen gewagten Schritt rückwärts getan und einen guten, alten Avatar-Chat realisiert, wie ich ihn in den 90ern schon langweilig fand — damals, als ich noch nicht Jahrzehnte vom Durchschnittsalter der Anwesenden entfernt war — und hält es für eine besonders bemerkenswerte Leistung, dass die vorhandenen Bereiche durchgängig mit Reklame befüllt werden.

    Hurra, man kann sich im virtuellen Kino Trailer ansehen! Für die, die das in der Euphorie kurz vergessen haben: Filmtrailer und Making-Ofs sind kein "Content", sondern bloß Werbung für Kinofilme.

    Yippie, man kann seinen Avatar tootaal individuell gestalten und Kleider für ihn kaufen — die exklusiveren natürlich für Echtgeld. Man hat eine virtuelle Wohnung, die man mit Möbeln ausstatten kann — wobei es einen Grundstock für lau gibt, den Rest für Echtgeld. Genau, ich hab's nötig, in einem Videospiel damit anzugeben, was ich mir alles leisten kann. Als würde es nicht ausreichen, dass ich allein durch meine Anwesenheit demonstriere, dass es für die mit Abstand teuerste Spielekonsole gereicht hat.

    Wenn man will, kann man sich statt des Appartments auch ein Haus mieten. Genau, ich will unbedingt monatlich echtes Geld für eine virtuelle Wohnung zahlen! Und dann kauf ich mir Bilderrahmen und dekoriere mein Wohnzimmer mit animierten Porno-GIFs und streame meine Lieblingsvideobriefmarken aus YouTube auf meinen virtuellen Fernseher!

    Vielleicht könnte ich mich in Home ja mit meinen Freunden unterhalten und zum Spielen verabreden... eigentlich schade, dass keiner meiner Freunde den Kauf einer PS3 in Erwägung zieht. Und dass viele der bisher verfügbaren Spiele gar keinen oder nur einen mangelhaften Onlinemodus bieten.
  • Der neue Controller weckt keine warmen Gefühle — ich bin generell kein Fan von kabellosen Geräten, schon deshalb, weil ich grundsätzlich keine passenden Batterien hab, wenn's drauf ankommt. Korrektur: der Controller hat einen Akku, der über ein USB-Kabel aufgeladen wird — ich frage mich, ob der Akku nach einer Weile noch längere Spielsitzungen aushält... ich verbringe ja gern mal einen ganzen Tag mit einem Spiel, das mich fesselt.

    Er soll schlechter in der Hand liegen als der PS2-Vorläufer (besonders, wenn man große Hände hat) und er rumpelt nicht mehr, weil Sony sich die Zahlungen an den Inhaber der Controllerschüttelpatente sparen wollte.

    Aus unerfindlichen Gründen funktioniert das Force Feedback von PS2-Lenkrädern übrigens auch nicht mit den bisher verfügbaren PS3-Rennspielen. Wow. Hätte ich das nicht aus Testberichten erfahren, sondern erst nach dem Kauf festgestellt, wäre ich sicher ziemlich sauer geworden.
  • Der Mediaplayer hat keine native Unterstützung für die freien Ogg Vorbis-Medienformate, scheitert aber auch an WMA, AVI (DivX) und ähnlichen "Nischenformaten".

    Ob man kopiergeschützte CDs "Produkte" abspielen oder gar auf die Festplatte der PS3 rippen kann, um sie dort "komfortabel" abzuspielen (solange sich die Zahl der gespeicherten Tracks in engen Grenzen hält — für eine Navigation durch mehrere Hundert oder gar Tausend Songs ist der "X-Media-Bar" anscheinend wenig geeignet), ist natürlich reine Glückssache: manche Scheiben kann das Blu-Ray-Laufwerk lesen, andere eben nicht.

    Das Laufwerk spielt und kopiert kopiergeschützte Alben mit Cactus Data Shield (CDS) 200 und 300 sowie Copy-X problemlos, streikt jedoch bei Key2Audio, DocData und CDS 100. (c't Special Playstation 3)


    Und, ja, ich will unbedingt einen CD-Player haben, der 160-190 Watt verbraucht.
  • Linux auf der Playstation ist wohl nur ein Marketinggag: keine 2D- oder gar 3D-Beschleunigung! Na klasse, ich will auf dem Grafikmonster ganz bestimmt 'ne Linux-Textkonsole laufen lassen. Als hätte ich davon nicht schon genug. [Nachtrag: Natürlich ist man nicht auf eine Textkonsole beschränkt, das war nur eine polemische Überspitzung. An passenden DVI-mit-HDCP-Monitoren liefert die PS3 unter Linux Auflösungen bis 1920x1080... aber Sony will natürlich keine Plattform für Independent-Produktionen bieten und erlaubt keinen direkten Zugriff auf den GPU, die Darstellung läuft über einen Framebuffer.]

    Direkten Zugriff auf die Hardware hat Linux jedoch nicht, um zu verhindern, dass das Sicherheitssystem der Playstation 3 kompromittiert wird. Linux läuft daher virtualisiert und greift auf die Hardwarekomponenten nur über einen Hypervisor zu.

    Linux sieht [von der integrierten Festplatte] nur den zuvor in der Playstation 3 für "Andere Systeme" freigegebenen Bereich [festgenagelt auf 10GB, nicht mehr, nicht weniger]; an den Rest ist kein Herankommen. Quasi kastriert wurde der Zugriff auf den RSX-Grafikchip von Nvidia: Linux kann nur in den Frambuffer schreiben. Die Hardwarebschleunigung der GPU lässt sich daher weder für 2D, 3D, Video noch für OpenGL nutzen, was grafisch ansprechende Spiele ausschließt und bei der Wiedergabe hochauflösender Videos schon mal zum Flaschenhals wird. (c't Special Playstation 3)


    D.h. für Spiele ist Linux auf der PS3 mangels Grafikperformance nicht zu gebrauchen! Bizarr, oder? Als Mediaplayer mangels Plattenplatz auch nicht, sofern man sich keine USB-Festplatte dranstecken will.

    Aber vielleicht als Zweit-PC zum Surfen im Wohnzimmer? Leider kommt man in der echten Welt nicht ohne die Unterstützung proprietärer Formate aus. Beispiel: Flash. Sehr viele Websites basieren zum Teil oder ganz auf Flash (und zwar gerne auf der jeweils neusten Version). Schon auf i386 hinkt Macromedia mit Plugins für Linux gerne monatelang hinterher, für PPC bieten sie gar kein Plugin an. Surfen wird unter Linux also auch erst mal keinen Spaß machen.
  • €600... plus Spiele... plus HD-Fernseher oder -Beamer. Da müssen die Preise erst noch ein bisschen purzeln.
  • Der Hersteller Sony ist einer der bösen Medienkonzerne. Man mag argumentieren, dass SOE und SCEI / SCEE ja ganz andere Abteilungen sind als Sony BMG oder Sony Pictures... nichtsdestotrotz gefällt es mir nicht, mit jedem Euro für Sony den Lobbyismus von MPAA, RIAA und ihren internationalen Klonorganisationen zu finanzieren, der einzig darauf abzielt, meine Rechte als Konsument zu beschneiden.
  • Der Hersteller Sony ist ein multinationaler Konzern. Je größer ein Konzern, desto stärker seine politischen Einflussmöglichkeiten, die keinerlei demokratischer Kontrolle unterliegen.

Einige dieser Gründe sprechen gleichermaßen gegen die Xbox 360, aber die kostet deutlich weniger und der Onlinemodus soll rocken. Für die Wii bin ich wohl nicht die richtige Zielgruppe, ich spiel lieber mit meinem Arsch auf dem Sofa und ohne dabei mehr oder weniger wild mit den Armen zu wedeln. Ein neuer Spiele-PC irgendwann nächstes Jahr ist vielleicht das kleinste Übel.

[16.-18. März 2007: Erweitert um Infos aus dem "c't Special Playstation 3"]

Nachtrag, 19. März 2007: Noch ein Punkt... wenn sich die Hardliner in Deutschland mit ihrer Killerspielgesetzgebung durchsetzen — wer sollte sie aufhalten? — steh ich mit der PS3 vielleicht plötzlich mit einer relativ kleinen Spieleauswahl da. Der Import von in Deutschland verbotenen Spielen dürfte bei PC-Versionen aus vielen Gründen einfacher sein als bei einer Konsole.