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Dankeschön, Sony!

KabelfreakSchwarzseherSpielkind PSN h4x0r3d. Kundendaten, Kreditkarteninformationen, alles in freier Wildbahn. IHR STÜMPER!

"Ja, das kommt zur Zeit gehäuft vor, dass Kunden der Firma Sony ihre Karte sperren lassen wollen. Ich lasse Ihnen eine neue zuschicken, die ist etwa in einer Woche in Ihrem Briefkasten. Ich wünsche noch einen schönen Abend."


Nachtrag, 17. Mai 2011: Den folgenden Kommentar zu "Details zum “Willkommen Zurück” Programm für SCEE User" (fehlende Bindestriche: sic!) hat die Moderation des Playstation-Blogs nicht freigeschaltet (…und ich habe Verständnis dafür, dass viele Mitbürger das als "Zensur" bezeichnen würden, aber es handelt sich natürlich nur um "zensurähnliche Zustände"), was mich zu der Vermutung bringt, dass so viele negative Kommentare eingehen, dass nur ein Bruchteil davon freigeschaltet wird, damit die versöhnlicheren Kommentare nicht gänzlich untergehen:

"Na, das ist doch mal eine angemessene Entschädigung dafür, dass Sony meine Daten in der Welt verteilt hat. Ein paar Uralt-Spiele werden natürlich jeden Schaden ausgleichen, der bereits entstanden ist und noch entstehen wird. Besonders dankbar bin ich der Sony-Geschäftsleitung dafür, dass sie uns nicht auf einen Schlag mit der nackten Wahrheit konfrontiert hat, sondern sie uns schön scheibchenweise beigebracht hat. Schon dafür verdient Sony in Zukunft mein ungetrübtes Vertrauen."


Die einzige Form der Wiedergutmachung, die demonstrieren würde, dass Sony tatsächlich was verstanden hat, wäre die Reaktivierung von "Other OS".

Logitech Support++ Shop--

KabelfreakSpielkind Ich hab im Logitech-Shop ein Lenkrad bestellt, weil der Support, der mir bei einem Problem nicht helfen konnte, mir — zum Trost — einen fetten Rabattcode (35%!!!!einself!!) geschenkt hat.

"Guten Tag, ich hab einen Artikel in Ihrem Shop bestellt, der als 'nicht vorrätig' markiert ist. Können Sie mir verraten, wann ich ungefähr mit der Lieferung rechnen kann?" — "Nein, das wissen wir auch nicht." — "Äh, gibt es da denn Erfahrungswerte?" — "Nein, es gibt auch keine Erfahrungswerte." — "Das heißt, es kann sein, dass der Artikel erst nächstes Jahr geliefert wird?" — "Ja, das kann gut sein."

Srsly, WTF, Logitech?

Wir haben 2010. Da sollte es doch möglich sein, Kunden und Supportmitarbeiter wenigstens ungefähr über Lieferzeiten zu informieren, oder?

Wie man in den Wald hinein ruft...

Kabelfreak Ein Kollege hatte mir ein interessantes Angebot weitergeleitet: ein kleiner Netgear-GE-Switch zu einem, dank mitgeliefertem Gutschein-Code, sehr attraktiven Preis. Ich hab bestellt.

Am folgenden Tag bekam ich eine Mail, die mich — ohne jede Erläuterung — darüber informierte, dass die Gutschrift storniert worden sei.

Ich hab meine Bestellung dann natürlich komplett storniert. Mein gleichzeitig geäußerter Wunsch, dass meine Adressdaten aus den Datenbanken des Lieferanten gelöscht werden sollen, wurde ignoriert. Meinen Account im Webshop könne ich selbst "deaktivieren", wurde mir geantwortet. Ich hab daraufhin auf §35 BDSG verwiesen: schließlich ist offensichtlich kein Kaufvertrag zustande gekommen, sonst hätte der Lieferant die Bestellung ja nicht nachträglich und einseitig zu seinen Gunsten ändern können. Es gibt also keinen Grund, warum die Firma weiterhin über meine Daten verfügen können sollte, weder im Webshop noch in der Fibu. Genügt der Hinweis auf das Bundesdatenschutzgesetz noch nicht, werde ich in Erwägung ziehen, mich an meinen Datenschutzbeauftragten zu wenden.

Nur mal so als Hinweis… hätte die Stornierung der Gutschrift eine erläuternde, entschuldigende Formulierung enthalten, sowas wie "Wir bitten um Verständnis, dass uns ein technischer Fehler unterlaufen ist, als wir den Gutschein angekommen haben", wäre alles gut gewesen. Der Grundpreis des Switches wäre immer noch attraktiv genug gewesen um die Bestellung aufrecht zu erhalten. Aber so eine schlechte Kundenkommunikation kann ich aus prinzipiellen Erwägungen nicht mit Umsatz belohnen. Im Gegenteil, ich werde alles daran setzen, dass die Kommunikation mit mir den Lieferanten mehr als die €3,99 kostet, mit denen er mich ursprünglich auf www.¢¥b€rport.de gelockt hatte.

Der Stromausfall

KabelfreakSchwarzseher Am Mittwoch morgen fiel bei mir zum dritten Mal in diesem Jahr der Strom aus. Mal wieder für über eine Stunde. Diesmal hab ich mir erlaubt, bei meinem regionalen Stromanbieter, den Dortmunder Stadtwerken, nachzufragen, was Sache ist:

Schönen guten Tag,

ich wohne seit einigen, wenigen Jahren in $ortsteil in $strasse.

Heute morgen, so zwischen 4:30 und 6:30, ist in $ortsteil für ein bis zwei Stunden der Strom ausgefallen. Das war das zweite Mal binnen relativ kurzer Zeit.

Aus meinem eigenen Arbeitsumfeld weiß ich, dass — wegen der halbwegs konsequent totgeschwiegenen, aber dennoch real existierenden Weltwirtschaftskrise 2.0 — in vielen Firmen ein Sparzwang ausgerufen wurde.

Wurde für die Dortmunder Stadtwerke auch das große Sparen angesagt?

Und, wenn ja, gibt's einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Sparen und den Stromausfällen? (Und wenn es so wäre, dürften Sie das zugeben einräumen?)

Bitte verstehen Sie meine Anfrage nicht falsch:

  • mir ist kein wirtschaftlicher Schaden durch den Stromausfall entstanden;

  • ich bin nicht mal Stromkunde bei Ihnen, sondern bei Lichtblick, weil ich sichergehen will, dass ich nicht für Atomstrom zahle und dass ein Konzern wie RWE so wenig wie möglich an mir verdient, und ich nicht sicher bin, ob das bei DEW21-Strom der Fall wäre;

  • ich bin total glücklich mit den restlichen Dienstleistungen von DEW21, ich bin insbesondere begeistert von der Wasserqualität (derart begeistert, dass ich inzwischen kein Wasser und keine Säfte mehr aus dem Laden nach Hause schleppe, sondern Saft-Konzentrat mit Leitungswasser verdünne).


Ich bin bloß neugierig und frage mich, ob es Zeit wird, mir für mein kleines, privates Heimrechenzentrum eine USV anzuschaffen, damit die Rechner wenigstens Zeit haben, sauber runterzufahren.

Mit freundlichem Gruß,
$name, $ortsteil


Die Antwort kam schon am nächsten Tag:

Sehr geehrter Herr $name,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre Email.

In der Tat hatte DEW21 am 18.08.10 gegen 05:00 Uhr eine Mittelspannungsstörung (Netzfehler) die zum Stromausfall geführt hat. Desweiteren können Sie möglicherweise auch 02.08.10 von einer Stromstörung betroffen gewesen sein. Hierfür möchten wir uns natürlich entschuldigen.

Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass Störungen im Stromnetz nicht mit einem weltwirtschaftlichen Sparzwang zusammen hängen. Selbstverständlich ist DEW21 bemüht kostengünstig zu arbeiten und zu wirtschaften, dies geht aber auf keinen Fall zu Lasten der Versorgungssicherheit unserer Kunden. Als Beispiel kann ich Ihnen mitteilen, dass der bundesweite Durchschnitt im Bereich "Stromausfall" bei 17 Minuten pro Einwohner pro Jahr liegt, bei DEW21 sind es lediglich sechs Minuten.

Ein für den Bereich Strom zuständiger Kollege hat mir gerade mitgeteilt, dass eine USV bei Rechnern mit wichtigen Daten immer eine gute Lösung darstellt. Unsere Versorgungsqualität liefert allerdings keinen Grund sich eine solche anzuschaffen.

Wir freuen uns, dass unser Wasser Ihnen so gut schmeckt und Sie mit DEW21 zufrieden sind. Bei Interesse, da Sie ja Lichtblickkunde sind, schauen Sie sich gerne unter www.dew21.de unsere zertifizierten Grünstromprodukte an.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Dr. $dew21_name
Unternehmenskommunikation


Ich konnte mir nicht verkneifen, hierauf zu antworten:

Sehr geehrte Frau Dr. $dew21_name,

vielen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort auf meine Mail vom Mittwoch.

Sie schreiben:

Als Beispiel kann ich Ihnen mitteilen, dass der bundesweite Durchschnitt im Bereich "Stromausfall" bei 17 Minuten pro Einwohner pro Jahr liegt, bei DEW21 sind es lediglich sechs Minuten.


Das ist beruhigend zu hören, das bedeutet ja, dass ich — rein statistisch gesehen — mindestens für die nächsten zehn Jahre nicht mehr mit Stromausfällen rechnen muss. Richtig?

Wir freuen uns, dass unser Wasser Ihnen so gut schmeckt und Sie mit DEW21 zufrieden sind. Bei Interesse, da Sie ja Lichtblickkunde sind, schauen Sie sich gerne unter www.dew21.de unsere zertifizierten
Grünstromprodukte an.


Ich würde nur allzu gerne auf dieses Angebot eingehen, weil ich kommunale oder regionale Lieferanten immer vorziehe, wenn mir die Wahl bleibt.

Ich verfüge leider nicht über Fachwissen in diesem Bereich, mir ist lediglich bekannt, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, herkömmlichen Strom "grünzurechnen" — $eine_firma verkauft z.B. Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken oder so, auf dem tolle, grünliche Labels pappen, der aber unterm Strich wirklich gar nix dazu beiträgt, die Energieversorgung in Deutschland in die (in meinen Augen) richtige Richtung zu bewegen.

Es fehlt mir also einfach die Möglichkeit, einzuschätzen, ob ich durch einen Wechsel zu DEW21 tatsächlich "etwas Gutes tue", oder ob ich da nur auf Marketingaugenwischerei reinfalle und schlussendlich mehr von meinem Geld bei RWE landet, um dort für Propagandakampagnen für Atom- und Kohlestrom oder die Bestech Beeinflussung von politischen Entscheidungsträgern eingesetzt zu werden.

Dass DEW21 intensivst mit RWE zusammenarbeitet, erweist sich ja schon bei einer einfachen Google-Suche nach "RWE DEW21". Da erfährt man dann, dass die Hälfte von DEW21 der RWE gehört.

Netter Versuch!

Nix für ungut,
--
$name, $ortsteil


Ich könnte wetten, dass ich hierauf keine Antwort mehr bekommen werde. Falls doch, werde ich die gerne hier nachtragen.

Nachtrag, 27. August 2010: Es kam noch eine Antwort, aber das war nur ein bedeutungsloser Marketingspruch.