Morgen, am
Super Tuesday, wird voraussichtlich entschieden, wer der »demokratische« Präsidentschaftskandidat wird. Grinsekatze
John Edwards, mit dem Versprechen angetreten, die Macht der Konzerne und Lobbyisten zu brechen, ist bereits aus dem Rennen.
Hillary führt mit Abstand. Drei Dutzend Musik- und Medienmillionäre haben sich zusammen getan, um noch mal schnell die Werbetrommel für
Barack Obama zu rühren — und wenn ich nicht im Hinterkopf hätte, wie verlogen der ganze Wahlzirkus ist, könnte ich ‘ne Gänsehaut kriegen und für viereinhalb Minuten davon träumen, dass die Supermacht, die in meinem Teil der Welt die Richtung vorgibt, von einem visionären Idealisten zum Wohle der Menschheit geführt wird: »Yes We Can« bei
dipdive.com oder
YouYube.
Und jetzt stell Dir das mal mit Dieter Bohlen, Herbert Grönemeyer, Nena, Sarah Connor und einer Merkel-Rede vor.
PS: Meine Vorhersage:
John McCain wird gegen Hillary Clinton antreten und es wird total egal sein, wer im November gewinnt, weil beide für’s Weitermachen stehen.
Nachtrag, 14. Februar 2008: Nur wenige Tage nach meiner Prophezeiung scheint sie sich schon als falsch zu erweisen: Obamania sweeps the nation! Falls Obama nicht nur ein Schaumschläger ist, stellt sich natürlich die spannende Frage, ob er seine erste Amtszeit überlebt...
Nachtrag, 26. Februar 2008: Dank eines Softwarefehlers der in den USA eingesetzten
Diebold-Wahlmaschinen wurde das Wahlergebnis vorzeitig bekannt:
»...and she’ll act surprised.«
Nachtrag, 5. November 2008: Ob ich mich freue, wurde ich gefragt. Freuen? Über Obama? Warum?