
Artikel mit Tag Sprache
Freitag, 27. November 2009
Doofe deutsche Sprache
Schade, dass der deutschen Sprache so viele, wichtige Wörter fehlen.


Samstag, 10. Oktober 2009
Überragender Erfolg von Sony
Wenn die fortwährende Weiterentwicklung eines MMOGs aufgegeben wurde (oder nur noch halbherzig betrieben wird) und es daher am Ende seines Lebenszyklus angekommen ist (sprich: wenn die Mehrzahl der User es verlassen hat, weil es langweilig wurde), ist es durchaus sinnvoll, die Zahl der Server zu reduzieren, damit die verbliebenen Spieler nicht durch überwiegend leere Spielwelten rennen müssen.
Was dabei heraus kommt, wenn jede Kommunikation mit den Kunden durch die Marketingabteilung muss, demonstriert Sony mit einer Mail, die versucht, sogar den langsamen Tod von SWG noch als Erfolg zu verkaufen:
»Weil das Abschalten von einem Dutzend Server beim letzten Mal ein solch überragender Erfolg war, schalten wir jetzt das nächste Dutzend ab.« — Kommen Marketingmenschen gar nicht auf den Gedanken, dass das ein bisschen albern wirkt?
Was dabei heraus kommt, wenn jede Kommunikation mit den Kunden durch die Marketingabteilung muss, demonstriert Sony mit einer Mail, die versucht, sogar den langsamen Tod von SWG noch als Erfolg zu verkaufen:
Dear Star Wars Galaxies™ Account Holder,
Due to the overwhelming success of the recent Free Character Transfer Service, we want to inform you that on October 15, 2009, at 5:00 PM PDT, Sony Online Entertainment (SOE) will close the following 12 Star Wars Galaxies servers: […]
»Weil das Abschalten von einem Dutzend Server beim letzten Mal ein solch überragender Erfolg war, schalten wir jetzt das nächste Dutzend ab.« — Kommen Marketingmenschen gar nicht auf den Gedanken, dass das ein bisschen albern wirkt?
Samstag, 3. Oktober 2009
Schicksalstage der deutschen Sozialdemokratie
Jetzt noch auf der SPD rumzuhacken, ist unanständig. »Leave Britney alone!« Die Mehrheit der verbliebenen Mitglieder gehört lt. Bettina Schausten zur der Gruppe, die (in meinen Ohren: abfällig) als »Schröderianer« bezeichnet wird. Die Frage »Sollte die SPD zukünftig stärker mit der Linken zusammenarbeiten?« verneinen 51% der befragten SPD-Mitglieder. Die meisten SPD-Mitglieder oder -Wähler, die die Hartz-Gesetze oder den Umbau des Rentensystems doof fanden, haben die SPD längst hinter sich gelassen. Eine linke Parteiführung stünde jetzt also gegen die Mehrheit der SPD-Mitglieder — genau wie Schröder während seiner Amtszeit.
Ich fände es zwar ehrlicher, wenn sich die SPD in »Seeheimer Partei Deutschlands« oder »Selbstbedienungspartei Deutschlands« umbenennen würde, aber die FDP bezeichnet sich ja auch als »freiheitlich« und die Unionsparteien bezeichnen sich als »christlich«. Mit dem gleichen Recht kann sich die Rest-SPD auch weiterhin als »sozialdemokratisch« bezeichnen. Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Ignoranz ist Stärke, Umverteilung von unten nach oben ist Sozialdemokratie. Die SPD hat sich nicht »entsozialdemokratisiert«, sondern das Wort »Sozialdemokratie« selbst hat einen Bedeutungswandel durchgemacht, genau wie seine Bestandteile: »Sozial ist, was Arbeit schafft« und »Demokratie ist, wenn man sich aussuchen kann, von wem man verarscht wird«.
Mein persönliches Fazit: egal, wen ich wähle, und egal, wen alle anderen wählen, der Leitspruch unseres Landes ist und bleibt: »Wenn es dem Chef gut geht, geht es uns auch gut!« (vgl. Trickle-down-Theorie)
Mit den unsterblichen Worten von Warren Buffett: »It’s class warfare, my class is winning.«
(Der Titel dieses Blogeintrags ist ein Zitat aus dem heute journal vom 3. Oktober 2009.)
Ich fände es zwar ehrlicher, wenn sich die SPD in »Seeheimer Partei Deutschlands« oder »Selbstbedienungspartei Deutschlands« umbenennen würde, aber die FDP bezeichnet sich ja auch als »freiheitlich« und die Unionsparteien bezeichnen sich als »christlich«. Mit dem gleichen Recht kann sich die Rest-SPD auch weiterhin als »sozialdemokratisch« bezeichnen. Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Ignoranz ist Stärke, Umverteilung von unten nach oben ist Sozialdemokratie. Die SPD hat sich nicht »entsozialdemokratisiert«, sondern das Wort »Sozialdemokratie« selbst hat einen Bedeutungswandel durchgemacht, genau wie seine Bestandteile: »Sozial ist, was Arbeit schafft« und »Demokratie ist, wenn man sich aussuchen kann, von wem man verarscht wird«.
Mein persönliches Fazit: egal, wen ich wähle, und egal, wen alle anderen wählen, der Leitspruch unseres Landes ist und bleibt: »Wenn es dem Chef gut geht, geht es uns auch gut!« (vgl. Trickle-down-Theorie)
Mit den unsterblichen Worten von Warren Buffett: »It’s class warfare, my class is winning.«
(Der Titel dieses Blogeintrags ist ein Zitat aus dem heute journal vom 3. Oktober 2009.)
Geschrieben von Marc
in Medienjunkie, Schwarzseher
um
12:48
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Donnerstag, 20. August 2009
Ich switch Dich gleich mal um...
Wer hat eigentlich das Wort »umswitchen« in die deutsche Sprache eingeführt und wozu? Wieso waren »umschalten« und »umstellen« plötzlich nicht mehr gut genug? (Die beste Lebensgefährtin von allen weist mich darauf hin, dass »umswitchen« auch noch doppelt gemoppelt ist: »switchen« würde eigentlich reichen, »umswitchen« heißt also »um-umschalten«?)
Mittwoch, 29. Juli 2009
Telefonmarketingsingsang
Wenn das Telefon klingelt und jemand dran ist, dessen Sprachmelodie ich schon bei der Begrüßung anhöre, dass er in einem Callcenter sitzt und mir etwas verkaufen will, rollen sich meine Zehennägel auf. Die üblichen Floskeln ertrag ich ja gerade noch, aber die Verbindung mit der übertriebenen Betonung, mit dieser Mischung aus akustischem Slime™, geheuchelter Besorgnis und gespielter Verbundenheit mit dem Auftraggeber, löst so ein Anruf bei mir echten Ekel aus. Am liebsten würd ich dem Anrufer ins Wort fallen: »Boah, Alda, das ist zu viel…«
»Wir dürfen Sie doch sicher auch in Zukunft über wichtige und interessante Neuerungen bei Ihrer Krankenkasse telefonisch informieren?«
»Nein. Sie können mir gerne weiter Post schicken, das tun Sie ja bereits regelmäßig.«
»Aber wir würden Sie wirklich nur bei wichtigen und interessanten Angeboten anrufen…« (Ja, klar, das hab ich gerade gemerkt — der Anlass des Anrufs war, dass er mir irgendeine Zusatzversicherung andrehen wollte.)
»Die schicken Sie mir dann mit der Post, telefonisch möchte ich nicht belästigt werden.«
»Ich hoffe, ich hab Sie jetzt nicht belästigt?«
»Dieses eine Mal lasse ich noch durchgehen. Schönen Abend noch.«
Hinterher tut’s mir dann fast leid. Ich vermute, ich hab im letzten Jahrzehnt einfach eine Allergie gegen jede Form von Marketing entwickelt.
»Wir dürfen Sie doch sicher auch in Zukunft über wichtige und interessante Neuerungen bei Ihrer Krankenkasse telefonisch informieren?«
»Nein. Sie können mir gerne weiter Post schicken, das tun Sie ja bereits regelmäßig.«
»Aber wir würden Sie wirklich nur bei wichtigen und interessanten Angeboten anrufen…« (Ja, klar, das hab ich gerade gemerkt — der Anlass des Anrufs war, dass er mir irgendeine Zusatzversicherung andrehen wollte.)
»Die schicken Sie mir dann mit der Post, telefonisch möchte ich nicht belästigt werden.«
»Ich hoffe, ich hab Sie jetzt nicht belästigt?«
»Dieses eine Mal lasse ich noch durchgehen. Schönen Abend noch.«
Hinterher tut’s mir dann fast leid. Ich vermute, ich hab im letzten Jahrzehnt einfach eine Allergie gegen jede Form von Marketing entwickelt.
Geschrieben von Marc
in Medienjunkie, Schwarzseher
um
18:41
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