Trotz meines Sony-Boykotts konnte ich nicht widerstehen: dank Guitar Hero II und Zweitgitarre liefere ich mir heiße Gitarrenduelle mit der besten Lebensgefährtin von allen. Okay, sie spielt noch auf dem leichten Schwierigkeitsgrad, ich schon auf dem mittleren... aber wir werden beide immer besser. Und während ich erst noch zweifelte, ob ich mit den vielen unbekannten Titeln glücklich werden würde, hab ich jetzt ein paar neue Lieblingssongs — darunter natürlich auch »Free Bird«! GH2 ist tatsächlich noch besser als GH1. Wenn man jetzt noch die Songs von GH1 mit der Spielmechanik von GH2 und den verbesserten (weil einfacheren) Hammer-Ons und Pull-Offs spielen könnte...
Der letzte Teil der NFS-Serie, Need for Speed: Carbon, ist eine relativ glücklose Mixtur aus seinen Vorgängern, hat überraschend wenig Content, aber doch seine (kurzen) hellen Momente. Ich bin nach wenigen Stunden schon fast mit dem Karrieremodus der abgespeckten Billigversion durch (war ein Präsent). Die Vollpreisversion für €60 wird als Collector’s Edition vermarktet und hat wohl ein paar Rennen und Autos mehr. Besonders enttäuschend finde ich, dass mein Logitech-Lenkrad nur im 200°-Kompatibilitätsmodus funktioniert. Das konnten andere NFS-Titel schon mal besser, in NFS: Underground 1 & 2 wurde das Lenkrad in den 900°-Modus geschaltet.
Meine Online-Pokerkarriere macht erst mal Pause. Nachdem auf meiner bevorzugten Pokersite praktisch keine US-Amerikaner mehr spielen, weil ihnen ein neues Gesetz das Abholen ihrer Spielgewinne erschwert, und daher deutlich weniger los ist (gefühlt ca. 20% des früheren Volumens) hab ich mir den Großteil meiner Bankroll per Scheck ausbezahlen lassen — der Scheck war nach einigen Tagen da, ich hab ihn vor ein paar Tagen bei meiner Bank eingereicht und warte jetzt darauf, dass der Betrag meinem Konto gutgeschrieben wird. Was ich noch auf meinem Pokerkonto belassen hatte, hab ich dann dank einer überraschend hartnäckigen Pechsträne in einem Rutsch verloren... gut, dass ich meine Schäfchen schon im Trockenen hatte. Die Kumpels spielen blöderweise auf Pokersites, die keine Java-Clients anbieten — die Windowsclients laufen zwar auch in Cedega, aber haben hier und da kleinere Macken. Und nur zum Pokern in Windows umbooten zu müssen, würde mir zu sehr auf den Sack gehen. Warum sollte ich den Rake ausgerechnet da produzieren, wo man offensichtlich nur Windows-Benutzer als Kunden haben will? Bis ich eine Linux-freundliche Alternative gefunden habe, beschränke ich mich auf das Live-Spiel mit den Kumpels, gucke vielleicht am Wochenende bei einem EPT-Tournier zu und schau mir gelegentlich eine Folge »High Stakes Poker« an.
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Mittwoch, 7. März 2007
They're not just heckling you this time!
Samstag, 1. Juli 2006
Review: Shade (2003)
Die Highlights sind die Kartentricks im Vorspann. Wer zu einem beliebigen Zeitpunkt meint, abschalten zu müssen, kann das also guten Gewissens tun. Und wer es trotzdem bis zur »SM-Szene« schafft, verdient die Enttäuschung (wer die Pointe trotzdem hören möchte, möge weiterlesen).
Selbst als Pokerenthusiast kann man dieses lausige Pseudoremake von Der Clou guten Gewissens überspringen und statt dessen Tilt gucken, die Serie gibt’s sicher auch bald auf DVD.
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Samstag, 20. August 2005
Extras
Ich schwärmte in einem IRC-Channel von der Serie und musste mich belehren lassen, dass es sich »nur« um das entschärfte, ach, weichgespülte US-Remake einer vier Jahre alten BBC-Serie handelte. Ist das nicht bizarr? Dass die Amis fremdsprachige Filme neu drehen, weil man dem US-Publikum weder Synchronisation noch Untertitelung zumuten kann, ist ja ein alter Hut (»Nikita« und »Point of No Return«, »La Cage Aux Folles« und »The Birdcage«, »3 hommes et un couffin« und »Three Men and a Baby«, »Abre los Ojos« und »Vanilla Sky«, »Solyaris« und »Solaris«), aber dass man auch den Humor einer britischen Serie auf amerikanische Verhältnisse anpassen muss, war mir neu.
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Mittwoch, 4. Mai 2005
The Hitchhiker's Guide to Hollywood
»Themes« (Schemata?) sind was feines. Früher hatten wir zwei »Themes« zur Auswahl: wir konnten uns beim Kauf eines Monitors zwischen »grün« und »bernstein« entscheiden.
Dann kamen die Klickibunti-Computer und jedes zweite Programm ließ uns aus Paletten unsere Lieblingsfarben auswählen. Wer das ausprobierte, lebte danach eine nicht genau definierte, aber kurze Zeit mit dem visuellen Obstsalat auf dem Bildschirm – optische Heterogenität kann die Orientierung erleichtern, muss aber nicht – bevor er oder sie zu den Voreinstellungen zurück kehrte. Unser territoriales Bedürfnis ließ sich einfacher und ansprechender mit einer schlichten Hintergrundgrafik befriedigen.
Die »Themes« von heute geben dem Benutzer immer noch die Illusion, auf das Geschehen in seinem Computer (oder »Händi« oder wo auch immer »Themes« Einsatz finden) Einfluss zu haben, auch wenn sich das darauf beschränkt, aus einer Liste von vorgegebenen Kombinationen von Farben, Grafiken und Klängen die am wenigsten abstoßende Kombination auszuwählen.
Anscheinend gibt’s jetzt in den USA auch eine Textverarbeitung für Drehbücher, die mit Themes arbeitet. Irgendwer hat da den Standard-Hollywood-Film eingeladen und dann das »Hitchhiker«-Theme ausgewählt. Und rausgekommen ist der Standard-Hollywood-Film in Hitchhiker-Farben, mit Hitchhiker-Grafiken und Hitchhiker-Klängen.
Nachtrag, 15. März 2023: Produzenten, Drehbuchautor und Regisseur des Films gehörten, zusammen mit allen Verantwortlichen bei Disney, zu den ersten, die an die Wand gestellt wurden, als die Revolution kam.
Dann kamen die Klickibunti-Computer und jedes zweite Programm ließ uns aus Paletten unsere Lieblingsfarben auswählen. Wer das ausprobierte, lebte danach eine nicht genau definierte, aber kurze Zeit mit dem visuellen Obstsalat auf dem Bildschirm – optische Heterogenität kann die Orientierung erleichtern, muss aber nicht – bevor er oder sie zu den Voreinstellungen zurück kehrte. Unser territoriales Bedürfnis ließ sich einfacher und ansprechender mit einer schlichten Hintergrundgrafik befriedigen.
Die »Themes« von heute geben dem Benutzer immer noch die Illusion, auf das Geschehen in seinem Computer (oder »Händi« oder wo auch immer »Themes« Einsatz finden) Einfluss zu haben, auch wenn sich das darauf beschränkt, aus einer Liste von vorgegebenen Kombinationen von Farben, Grafiken und Klängen die am wenigsten abstoßende Kombination auszuwählen.
Anscheinend gibt’s jetzt in den USA auch eine Textverarbeitung für Drehbücher, die mit Themes arbeitet. Irgendwer hat da den Standard-Hollywood-Film eingeladen und dann das »Hitchhiker«-Theme ausgewählt. Und rausgekommen ist der Standard-Hollywood-Film in Hitchhiker-Farben, mit Hitchhiker-Grafiken und Hitchhiker-Klängen.
Nachtrag, 15. März 2023: Produzenten, Drehbuchautor und Regisseur des Films gehörten, zusammen mit allen Verantwortlichen bei Disney, zu den ersten, die an die Wand gestellt wurden, als die Revolution kam.
Donnerstag, 28. Juni 2001
Sneak Review: A Hard Day's Night
Ich war gelinde gesagt überrascht, als ich heute in der Sneak Preview-Vorstellung meines Stammkinos, die ich schon wochenlang nicht mehr besucht hatte, einen Film von 1964 vorgesetzt bekam. »A Hard Day’s Night« war der erste der Beatles-Filme und wurde während der frühen Beatlemania-Welle ruck-zuck in schwarz-weiß runtergedreht.
Der Film erzählt einen Tag im Leben der Fab Four, damals noch im klassischen Pilzkopflook. Der Drehbuchautor verbrachte einige Tage mit den Beatles, um ein Gefühl für die Band und ihren Tagesablauf zu bekommen, und entwickelte daraus eine alberne Komödie, die das hektische Leben der vier beschreibt –- mit einem Zitat aus dem Film zusammengefasst: »A car and a room, and a train and a room, and a room and a room.«
Der Film läuft ab 5.7. in einer digital nachbearbeiteten Fassung in den Kinos, und wenn »Tomb Raider« tatsächlich so schlecht sein sollte, wie man sagt, ist »A Hard Day’s Night« für Beatles-Fans, die von der Nachbearbeitung nicht allzu viel erwarten, eine echte Alternative. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen.
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Der Film erzählt einen Tag im Leben der Fab Four, damals noch im klassischen Pilzkopflook. Der Drehbuchautor verbrachte einige Tage mit den Beatles, um ein Gefühl für die Band und ihren Tagesablauf zu bekommen, und entwickelte daraus eine alberne Komödie, die das hektische Leben der vier beschreibt –- mit einem Zitat aus dem Film zusammengefasst: »A car and a room, and a train and a room, and a room and a room.«
Der Film läuft ab 5.7. in einer digital nachbearbeiteten Fassung in den Kinos, und wenn »Tomb Raider« tatsächlich so schlecht sein sollte, wie man sagt, ist »A Hard Day’s Night« für Beatles-Fans, die von der Nachbearbeitung nicht allzu viel erwarten, eine echte Alternative. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen.
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