Ich möchte mich auf diesem Weg herzlich für den Beitrag über »Hasch-Plantagen« bedanken, der heute in der Sendung »ZDF.reporter« (sic!) ausgestrahlt wurde. Insbesondere dafür, dass man einen Menschen als »Experten du jour« präsentiert hat, der die Aussage traf, dass die Unterscheidung zwischen »weichen« und »harten« Drogen aufgrund des höheren THC-Gehaltes moderner Rauchhanfzüchtungen gar nicht mehr gültig sei.
Der Beitrag hat wohl jedem Kiffer, egal ob ehemalig oder noch aktiv, nochmal in Erinnerung gerufen, was man von der Kompetenz von »ZDF.reportern« und ihren Experten zu halten hat.
Interessanterweise konnte jeder, mit dem ich mich jemals darüber unterhalten habe, folgende Aussage bestätigen: Wann immer das Fernsehen über ein Thema berichtet, mit dem ich mich auskenne, stelle ich fest, dass die vermittelten »Informationen« verkürzt, verdreht, verfälscht oder schlicht erfunden sind. Jeder Zocker, der mal einen Bericht über sog. »Killerspiele« gesehen hat, weiß, wovon ich rede.
Ich hab den Verdacht, dass man daraus eine allgemeingültige Regel ableiten kann.
Liebe »ZDF.knechtkinder«, konzentriert Euch doch bitte auf Eure Kernkompetenz und schürt noch ein bisschen Schweinegrippenpanik oder Demographieangst. Danke.
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Danke fürs Gespräch, liebe ZDF.reporter
Geschrieben von Marc
in Lustmensch, Medienjunkie
um
21:36
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Dienstag, 13. Oktober 2009
Die einen und die anderen
Die einen glauben zum Beispiel, Peer Steinbrück sei der beste Finanzminister nach Helmut Schmidt gewesen; die andern wissen um seine Verstrickung mit der Finanzindustrie und sehen mit Grausen, dass er zusammen mit Angela Merkel unseren Kindern und Enkeln mit Hunderten von Milliarden für die Banken und Versicherungen eine schwere Last aufgebürdet hat.
Die einen glauben wirklich, der demographische Wandel zwinge zur Förderung der Privatvorsorge; die anderen wissen, dass Banken und Versicherungen die demographischen Veränderungen missbrauchen, um mit der Angst der Menschen Geschäfte zu machen.
Die einen glauben, die Schrödersche und Merkelsche Reformpolitik hätte einen Wirtschaftsboom und 2 Millionen neue Arbeitsplätze gebracht; die andern wissen, dass die neuen Arbeitsplätze im wesentlichen unwürdige Arbeitsverhältnisse wie Leiharbeitsplätze und Minijobs brachten und der angebliche Aufschwung schon vor der Finanzkrise mangels Binnennachfrage zusammenbrach.
aus: NachDenkSeiten
Sonntag, 16. August 2009
Ein kleines Pflänzchen Hoffnung
Nobelpreisträger Paul Krugman weist darauf hin, dass es in Deutschland nicht ganz so rosig aussieht, wie man uns mit der »Ende-der-Rezession«-Propaganda kurz vor der Wahl weis manchen will:

#GDP #FAIL
Der Titel dieses Blogeintrags ist ein Zitat von Bundeskanzlerin Knopfleiste

Die Bruttosozialprodukte der USA und der BRD im Vergleich
»Yes, Germany grew in the second quarter — but this was after suffering a much deeper slump than the US, despite the fact that Germany didn’t have a housing bubble. So you don’t want to jump to the conclusion that Germany responded well to the crisis.«
Ja, Deutschland ist im zweiten Quartal gewachsen — aber vorher hat es einen viel tieferen Einbruch erlebt als die USA, obwohl in Deutschland keine Immobilienblase geplatzt ist. Man sollte also nicht den Schluss ziehen, dass Deutschland gut auf die Krise reagiert hat.
#GDP #FAIL
Der Titel dieses Blogeintrags ist ein Zitat von Bundeskanzlerin Knopfleiste
Geschrieben von Marc
in Medienjunkie, Schwarzseher
um
12:56
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Tags für diesen Artikel: FAIL, Geld regiert die Welt, Kapitalismus, Politik, Propaganda, Weltwirtschaftskrise 2.0
Mittwoch, 5. August 2009
Mit dem Dienstwagen in den Urlaub: PFUI!
Mwahaha. Gerade zählt Jan Hofer in der Tagesschau ein halbes Dutzend SPD-Minister auf, die alle ihren Dienstwagen mit in den Urlaub genommen haben (Schmidt, Scholz, Gabriel, Tiefensee, Wieczorek-Zeul, Zypries).
Die Knopfleiste wurde nicht erwähnt. Die lässt ihren Dienstwagen nämlich bei privaten Terminen in der Garage — und benutzt einfach den Jet der Flugbereitschaft (siehe Kunst und Kritik oder eine Google-Suche nach: Merkel Südtirol Sylt).
Mwahahahahaha. Das geschieht der Verräterpartei recht.
Die Knopfleiste wurde nicht erwähnt. Die lässt ihren Dienstwagen nämlich bei privaten Terminen in der Garage — und benutzt einfach den Jet der Flugbereitschaft (siehe Kunst und Kritik oder eine Google-Suche nach: Merkel Südtirol Sylt).
Mwahahahahaha. Das geschieht der Verräterpartei recht.
Montag, 3. August 2009
Kleine Medienkampagne, kurze Antwort
Bericht aus Berlin im Ersten, Sommerinterview mit Oskar Lafontaine, weniger als sechzig Sekunden vor dem Abspann:
Ja, ich kann mir gut vorstellen, warum eine ausführliche Diskussion ausgerechnet bei dieser medienkritischen Problematik nicht angesagt ist. Kontext: TV-Kritik zu »Illner intensiv« in der Frankfurter Rundschau (man beachte auch die Kommentare), Übernahme der FR durch DuMont, M. DuMont Schauberg, Konstantin Neven DuMont, Aufsichtsgremien des ZDF, NachDenkSeiten (und z.B. da, da, da und da).
Warum man kein Verschwörungstheoretiker sein muss, wenn man an der Unabhängigkeit von Medien zweifelt, die sich in der Hand einiger, weniger reicher Verlegerfamilien befinden, erklärt und belegt Noam Chomsky in seinem Propagandamodell (Videotipp: die Dokumentation Manufacturing Consent, z.B. bei archive.org, Google Video, DailyMotion oder Veoh).
Nachtrag, 5. August 2009: Im Telepolis-Artikel »Erzengel und Belzebub« bezeichnet Rudolf Stumberger den Umgang mit Lafontaine als »Publizistische Hinrichtung«:
Nachtrag, 12. August 2009: Peter »Herr Lafontaine, Sie werden genauso behandelt wie alle anderen Parteivorsitzenden« Frey über die Knopfleiste (Link vermutlich nur zeitlich begrenzt gültig):
Ich hab mich ja auch schon mit dem Gedanken abgefunden, dass wir das Sitzfleisch von Helmut Kohl irgendwann mal nur noch müde belächeln werden, Herr Frey, aber sind Ihre Aussichten beim ZDF so schlecht, dass Sie sich jetzt schon auf den Posten des Regierungssprechers oder Hofbiographen bewerben müssen?
Nachtrag, 16. August 2009: Ich bin ja so naiv. Peter Frey muss sich nirgends mehr bewerben, er ist bereits bestens verbandelt und versorgt:
(aus einer Diplomarbeit über den Einfluss der Bertelsmann-Stiftung, via Burks)
Ulrich Deppendorf: »Herr Lafontaine, zum Schluss die letzte User-Frage. Sie war die meist gestellte, äh, Frage und man kann fast den Eindruck haben, da war eine kleine Kampagne dahinter. Sie lautet: ‘Wie kann die Linke effektiv gegen die gezielte Medienkampagne vorgehen?’ Kurze Antwort!«
Ja, ich kann mir gut vorstellen, warum eine ausführliche Diskussion ausgerechnet bei dieser medienkritischen Problematik nicht angesagt ist. Kontext: TV-Kritik zu »Illner intensiv« in der Frankfurter Rundschau (man beachte auch die Kommentare), Übernahme der FR durch DuMont, M. DuMont Schauberg, Konstantin Neven DuMont, Aufsichtsgremien des ZDF, NachDenkSeiten (und z.B. da, da, da und da).
Warum man kein Verschwörungstheoretiker sein muss, wenn man an der Unabhängigkeit von Medien zweifelt, die sich in der Hand einiger, weniger reicher Verlegerfamilien befinden, erklärt und belegt Noam Chomsky in seinem Propagandamodell (Videotipp: die Dokumentation Manufacturing Consent, z.B. bei archive.org, Google Video, DailyMotion oder Veoh).
Nachtrag, 5. August 2009: Im Telepolis-Artikel »Erzengel und Belzebub« bezeichnet Rudolf Stumberger den Umgang mit Lafontaine als »Publizistische Hinrichtung«:
Der Mann hat weder Kinder geschändet noch ist er sonstig strafrechtlich verurteilt, was man nicht von jedem Politiker sagen kann. Doch einen ehemaligen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden, der immerhin ein Attentat überlebt hat, als »Saarkaspar« zu bezeichnen, lässt neben jeden bürgerlichen Anstandsregeln auch jeden Funken an sachlicher Auseinandersetzung vermissen und ist schon nicht mehr Hinrichtung, sondern Totschlag. Und das penetrante Bestehen von ZDF-Interviewer Frey darauf, dass Lafontaine seinerzeit seine Ämter »hingeschmissen« habe, ist wie die »Süddeutsche« bereits 2008 anlässlich des damaligen Sommerinterviews anmerkte, eine »groteske Simulation von kritischem Journalismus«. Lafontaine ist vom Medienmainstream quasi publizistisch zum Abschuss freigegeben. […]
Und wie ist es nun mit einer gesteuerten Medienkampagne gegen die Linkspartei? Soll man sich das so vorstellen, dass die zehn reichen Familien jeden Montag Anweisungen an die Redaktionen geben? […] Jeder, der ein Volontariat bei einer Zeitung hinter sich hat, könnte wissen: Es geht dabei nicht zuvörderst um die Einübung in die handwerklichen Techniken des Berufes. Sondern um die Einübung und das Einatmen der ungeschriebenen Spielregeln, wonach zu entscheiden ist, was dissident und was legitim, was schreibbar und was tabu ist. Und die Fähigkeit, diese Spielregeln aufzustellen, nennt man Macht.
Nachtrag, 12. August 2009: Peter »Herr Lafontaine, Sie werden genauso behandelt wie alle anderen Parteivorsitzenden« Frey über die Knopfleiste (Link vermutlich nur zeitlich begrenzt gültig):
»Zuerst: eine Frau, die jede Situation bewältigt, sich in all dieser Zeit keinen Fehler erlaubt und eine erstaunliche Kondition hat. […] Sie war, auch nach kurzen Nächten und langen Tagen, immer beherrscht, diszipliniert, kontrolliert. […] ‘Die kann es nicht’, hatte die SPD im Wahlkampf 2005 die Herausforderin beschrieben, um dann zunehmend resigniert festzustellen, was die Frau alles kann. […] Angela Merkel - zäh, geschmeidig, eine Dauerläuferin der Macht.«
Ich hab mich ja auch schon mit dem Gedanken abgefunden, dass wir das Sitzfleisch von Helmut Kohl irgendwann mal nur noch müde belächeln werden, Herr Frey, aber sind Ihre Aussichten beim ZDF so schlecht, dass Sie sich jetzt schon auf den Posten des Regierungssprechers oder Hofbiographen bewerben müssen?
Nachtrag, 16. August 2009: Ich bin ja so naiv. Peter Frey muss sich nirgends mehr bewerben, er ist bereits bestens verbandelt und versorgt:
»Auch die öffentlich-rechtlichen Sender sind mit Bertelsmann verbandelt. So sitzt z.B. der stellvertretende ZDFChefredakteur Klaus-Peter Siegloch im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung. So auch der frühere ZDF Intendant Dieter Stolte, der z.B. 1999 eine kritische Reportage über die Rolle Bertelsmanns im Dritten Reich verhinderte. Der Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, Peter Frey, ist ‘Fellow’ des von Bertelsmann getragenen Centrums für angewandte Politikforschung (CAP).«
(aus einer Diplomarbeit über den Einfluss der Bertelsmann-Stiftung, via Burks)
Geschrieben von Marc
in Medienjunkie
um
00:01
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Tags für diesen Artikel: Bertelsmann, Geld regiert die Welt, Knechtkind, Medien, Politik, Propaganda
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