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Wenn schon, dann richtig: So bescheißt man beim Online-Pokern

KabelfreakSpielkind Man sucht sich einen Job bei einem Online-Casino, besorgt sich dort Zugriff auf einen Account, der die Hole Cards (die verdeckten Karten) der anderen Spieler sehen kann — das sind genau die Accounts, die laut der bisherigen Versicherungen aller Online-Casinos überhaupt gar nie nich existieren — und trifft mit diesem Zusatzwissen halt in jeder Hand und in jeder Situation die perfekte Entscheidung: man legt hin, wenn man nicht gewinnen kann, man blufft, wenn kein Gegner callen kann, man raised, wenn man die beste Hand hat, egal wie schwach sie ist.

Sowas lässt sich ohne Kenntnis der verdeckten Karten natürlich schwer oder gar nicht nachweisen. Der Dauergewinner könnte ja einfach gut sein oder Glück haben oder beides. Es sei denn, es findet sich eine Petze im Online-Casino, die einem der Beschissenen Excel-Dateien mit den vollständigen Daten mehrerer Tourniere, bei denen der gleiche Bescheißer aktiv war, zukommen lässt. Dateien, in denen neben allen Hole Cards auch die IP-Adressen der Spieler und der Tournierbeobachter enthalten sind. IP-Adressen, von denen eine direkt ins Online-Casino weist.

So geschehen bei Absolute Poker, einem der größten Online-Casinos. (via Schneier on Security)

They're not just heckling you this time!

Spielkind Trotz meines Sony-Boykotts konnte ich nicht widerstehen: dank Guitar Hero II und Zweitgitarre liefere ich mir heiße Gitarrenduelle mit der besten Lebensgefährtin von allen. Okay, sie spielt noch auf dem leichten Schwierigkeitsgrad, ich schon auf dem mittleren... aber wir werden beide immer besser. Und während ich erst noch zweifelte, ob ich mit den vielen unbekannten Titeln glücklich werden würde, hab ich jetzt ein paar neue Lieblingssongs — darunter natürlich auch "Free Bird"! GH2 ist tatsächlich noch besser als GH1. Wenn man jetzt noch die Songs von GH1 mit der Spielmechanik von GH2 und den verbesserten (weil einfacheren) Hammer-Ons und Pull-Offs spielen könnte...

Der letzte Teil der NFS-Serie, Need for Speed: Carbon, ist eine relativ glücklose Mixtur aus seinen Vorgängern, hat überraschend wenig Content, aber doch seine (kurzen) hellen Momente. Ich bin nach wenigen Stunden schon fast mit dem Karrieremodus der abgespeckten Billigversion durch (war ein Präsent). Die Vollpreisversion für €60 wird als Collector's Edition vermarktet und hat wohl ein paar Rennen und Autos mehr. Besonders enttäuschend finde ich, dass mein Logitech-Lenkrad nur im 200°-Kompatibilitätsmodus funktioniert. Das konnten andere NFS-Titel schon mal besser, in NFS: Underground 1 & 2 wurde das Lenkrad in den 900°-Modus geschaltet.

Meine Online-Pokerkarriere macht erst mal Pause. Nachdem auf meiner bevorzugten Pokersite praktisch keine US-Amerikaner mehr spielen, weil ihnen ein neues Gesetz das Abholen ihrer Spielgewinne erschwert, und daher deutlich weniger los ist (gefühlt ca. 20% des früheren Volumens) hab ich mir den Großteil meiner Bankroll per Scheck ausbezahlen lassen — der Scheck war nach einigen Tagen da, ich hab ihn vor ein paar Tagen bei meiner Bank eingereicht und warte jetzt darauf, dass der Betrag meinem Konto gutgeschrieben wird. Was ich noch auf meinem Pokerkonto belassen hatte, hab ich dann dank einer überraschend hartnäckigen Pechsträne in einem Rutsch verloren... gut, dass ich meine Schäfchen schon im Trockenen hatte. Die Kumpels spielen blöderweise auf Pokersites, die keine Java-Clients anbieten — die Windowsclients laufen zwar auch in Cedega, aber haben hier und da kleinere Macken. Und nur zum Pokern in Windows umbooten zu müssen, würde mir zu sehr auf den Sack gehen. Warum sollte ich den Rake ausgerechnet da produzieren, wo man offensichtlich nur Windows-Benutzer als Kunden haben will? Bis ich eine Linux-freundliche Alternative gefunden habe, beschränke ich mich auf das Live-Spiel mit den Kumpels, gucke vielleicht am Wochenende bei einem EPT-Tournier zu und schau mir gelegentlich eine Folge "High Stakes Poker" an.

Hollywood springt auf den Pokerzug auf

MedienjunkieSpielkind Neue Hollywoodmachwerke, die in der Pokerwelt spielen: Lucky You, ein Drama mit Drew Barrymore und Robert Duvall, Smokin' Aces , eine Actionkomödie mit Ben Affleck, und The Grand, eine "Mockumentation" im Stil von Best in Show mit Jason Alexander (George aus Seinfeld).
(via The Poker Gazette).

Die taz fasst das Pokerphänomen nochmal für jene zusammen, die die Entwicklung bisher verpasst haben.

Bad Beats

Spielkind Keiner will Geschichten über Bad Beats* hören. Deshalb spar ich es mir, sie hier aufzuschreiben. Geärgert hab ich mich trotzdem.

*Ein Bad Beat ist eine Situation z.B. beim Texas Hold'em Poker, in der man mit der Hand mit den deutlich höheren Gewinnchancen (meist einen hohen Einsatz) gegen eine unterlegene Hand verliert.