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Doofe deutsche Sprache
Schade, dass der deutschen Sprache so viele, wichtige Wörter fehlen.


Donnerstag, 22. Oktober 2009
Danke fürs Gespräch, liebe ZDF.reporter
Ich möchte mich auf diesem Weg herzlich für den Beitrag über »Hasch-Plantagen« bedanken, der heute in der Sendung »ZDF.reporter« (sic!) ausgestrahlt wurde. Insbesondere dafür, dass man einen Menschen als »Experten du jour« präsentiert hat, der die Aussage traf, dass die Unterscheidung zwischen »weichen« und »harten« Drogen aufgrund des höheren THC-Gehaltes moderner Rauchhanfzüchtungen gar nicht mehr gültig sei.
Der Beitrag hat wohl jedem Kiffer, egal ob ehemalig oder noch aktiv, nochmal in Erinnerung gerufen, was man von der Kompetenz von »ZDF.reportern« und ihren Experten zu halten hat.
Interessanterweise konnte jeder, mit dem ich mich jemals darüber unterhalten habe, folgende Aussage bestätigen: Wann immer das Fernsehen über ein Thema berichtet, mit dem ich mich auskenne, stelle ich fest, dass die vermittelten »Informationen« verkürzt, verdreht, verfälscht oder schlicht erfunden sind. Jeder Zocker, der mal einen Bericht über sog. »Killerspiele« gesehen hat, weiß, wovon ich rede.
Ich hab den Verdacht, dass man daraus eine allgemeingültige Regel ableiten kann.
Liebe »ZDF.knechtkinder«, konzentriert Euch doch bitte auf Eure Kernkompetenz und schürt noch ein bisschen Schweinegrippenpanik oder Demographieangst. Danke.
Der Beitrag hat wohl jedem Kiffer, egal ob ehemalig oder noch aktiv, nochmal in Erinnerung gerufen, was man von der Kompetenz von »ZDF.reportern« und ihren Experten zu halten hat.
Interessanterweise konnte jeder, mit dem ich mich jemals darüber unterhalten habe, folgende Aussage bestätigen: Wann immer das Fernsehen über ein Thema berichtet, mit dem ich mich auskenne, stelle ich fest, dass die vermittelten »Informationen« verkürzt, verdreht, verfälscht oder schlicht erfunden sind. Jeder Zocker, der mal einen Bericht über sog. »Killerspiele« gesehen hat, weiß, wovon ich rede.
Ich hab den Verdacht, dass man daraus eine allgemeingültige Regel ableiten kann.
Liebe »ZDF.knechtkinder«, konzentriert Euch doch bitte auf Eure Kernkompetenz und schürt noch ein bisschen Schweinegrippenpanik oder Demographieangst. Danke.
Geschrieben von Marc
in Lustmensch, Medienjunkie
um
21:36
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Mittwoch, 26. August 2009
Gebt ihnen fünf!
Die Piratenpartei sammelt Spenden, um sich für ihren tollen »Ich bin Pirat!«-Werbespot (mindestens) einen zusätzlichen Sendeplatz bei (mindestens) einem Privatsender zu kaufen. Ich bin zwar kein Pirat… also schon, aber nicht so… und tendiere immer noch dazu, meine Stimme dem Oskar zu geben, aber die Piraten haben es verdient, sich einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren.
Da unsere unabhängigen und freien Medien im redaktionellen Teil neben Ulla Schmidts Dienstwagen und Ackermanns Geburtstagsparty offensichtlich keinen Platz mehr übrig haben und da ich finde, dass die im Piratenspot angesprochen Themen — Patente und Urheberrecht, Überwachungsstaat und Chancengleichheit in der Bildung — in den Wahlkampf gehören, habe ich fünf Euro locker gemacht.
Haste mal ‘ne Mark?
Da unsere unabhängigen und freien Medien im redaktionellen Teil neben Ulla Schmidts Dienstwagen und Ackermanns Geburtstagsparty offensichtlich keinen Platz mehr übrig haben und da ich finde, dass die im Piratenspot angesprochen Themen — Patente und Urheberrecht, Überwachungsstaat und Chancengleichheit in der Bildung — in den Wahlkampf gehören, habe ich fünf Euro locker gemacht.
Haste mal ‘ne Mark?
Geschrieben von Marc
in Kabelfreak, Medienjunkie, Schwarzseher
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21:48
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Montag, 3. August 2009
Kleine Medienkampagne, kurze Antwort
Bericht aus Berlin im Ersten, Sommerinterview mit Oskar Lafontaine, weniger als sechzig Sekunden vor dem Abspann:
Ja, ich kann mir gut vorstellen, warum eine ausführliche Diskussion ausgerechnet bei dieser medienkritischen Problematik nicht angesagt ist. Kontext: TV-Kritik zu »Illner intensiv« in der Frankfurter Rundschau (man beachte auch die Kommentare), Übernahme der FR durch DuMont, M. DuMont Schauberg, Konstantin Neven DuMont, Aufsichtsgremien des ZDF, NachDenkSeiten (und z.B. da, da, da und da).
Warum man kein Verschwörungstheoretiker sein muss, wenn man an der Unabhängigkeit von Medien zweifelt, die sich in der Hand einiger, weniger reicher Verlegerfamilien befinden, erklärt und belegt Noam Chomsky in seinem Propagandamodell (Videotipp: die Dokumentation Manufacturing Consent, z.B. bei archive.org, Google Video, DailyMotion oder Veoh).
Nachtrag, 5. August 2009: Im Telepolis-Artikel »Erzengel und Belzebub« bezeichnet Rudolf Stumberger den Umgang mit Lafontaine als »Publizistische Hinrichtung«:
Nachtrag, 12. August 2009: Peter »Herr Lafontaine, Sie werden genauso behandelt wie alle anderen Parteivorsitzenden« Frey über die Knopfleiste (Link vermutlich nur zeitlich begrenzt gültig):
Ich hab mich ja auch schon mit dem Gedanken abgefunden, dass wir das Sitzfleisch von Helmut Kohl irgendwann mal nur noch müde belächeln werden, Herr Frey, aber sind Ihre Aussichten beim ZDF so schlecht, dass Sie sich jetzt schon auf den Posten des Regierungssprechers oder Hofbiographen bewerben müssen?
Nachtrag, 16. August 2009: Ich bin ja so naiv. Peter Frey muss sich nirgends mehr bewerben, er ist bereits bestens verbandelt und versorgt:
(aus einer Diplomarbeit über den Einfluss der Bertelsmann-Stiftung, via Burks)
Ulrich Deppendorf: »Herr Lafontaine, zum Schluss die letzte User-Frage. Sie war die meist gestellte, äh, Frage und man kann fast den Eindruck haben, da war eine kleine Kampagne dahinter. Sie lautet: ‘Wie kann die Linke effektiv gegen die gezielte Medienkampagne vorgehen?’ Kurze Antwort!«
Ja, ich kann mir gut vorstellen, warum eine ausführliche Diskussion ausgerechnet bei dieser medienkritischen Problematik nicht angesagt ist. Kontext: TV-Kritik zu »Illner intensiv« in der Frankfurter Rundschau (man beachte auch die Kommentare), Übernahme der FR durch DuMont, M. DuMont Schauberg, Konstantin Neven DuMont, Aufsichtsgremien des ZDF, NachDenkSeiten (und z.B. da, da, da und da).
Warum man kein Verschwörungstheoretiker sein muss, wenn man an der Unabhängigkeit von Medien zweifelt, die sich in der Hand einiger, weniger reicher Verlegerfamilien befinden, erklärt und belegt Noam Chomsky in seinem Propagandamodell (Videotipp: die Dokumentation Manufacturing Consent, z.B. bei archive.org, Google Video, DailyMotion oder Veoh).
Nachtrag, 5. August 2009: Im Telepolis-Artikel »Erzengel und Belzebub« bezeichnet Rudolf Stumberger den Umgang mit Lafontaine als »Publizistische Hinrichtung«:
Der Mann hat weder Kinder geschändet noch ist er sonstig strafrechtlich verurteilt, was man nicht von jedem Politiker sagen kann. Doch einen ehemaligen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden, der immerhin ein Attentat überlebt hat, als »Saarkaspar« zu bezeichnen, lässt neben jeden bürgerlichen Anstandsregeln auch jeden Funken an sachlicher Auseinandersetzung vermissen und ist schon nicht mehr Hinrichtung, sondern Totschlag. Und das penetrante Bestehen von ZDF-Interviewer Frey darauf, dass Lafontaine seinerzeit seine Ämter »hingeschmissen« habe, ist wie die »Süddeutsche« bereits 2008 anlässlich des damaligen Sommerinterviews anmerkte, eine »groteske Simulation von kritischem Journalismus«. Lafontaine ist vom Medienmainstream quasi publizistisch zum Abschuss freigegeben. […]
Und wie ist es nun mit einer gesteuerten Medienkampagne gegen die Linkspartei? Soll man sich das so vorstellen, dass die zehn reichen Familien jeden Montag Anweisungen an die Redaktionen geben? […] Jeder, der ein Volontariat bei einer Zeitung hinter sich hat, könnte wissen: Es geht dabei nicht zuvörderst um die Einübung in die handwerklichen Techniken des Berufes. Sondern um die Einübung und das Einatmen der ungeschriebenen Spielregeln, wonach zu entscheiden ist, was dissident und was legitim, was schreibbar und was tabu ist. Und die Fähigkeit, diese Spielregeln aufzustellen, nennt man Macht.
Nachtrag, 12. August 2009: Peter »Herr Lafontaine, Sie werden genauso behandelt wie alle anderen Parteivorsitzenden« Frey über die Knopfleiste (Link vermutlich nur zeitlich begrenzt gültig):
»Zuerst: eine Frau, die jede Situation bewältigt, sich in all dieser Zeit keinen Fehler erlaubt und eine erstaunliche Kondition hat. […] Sie war, auch nach kurzen Nächten und langen Tagen, immer beherrscht, diszipliniert, kontrolliert. […] ‘Die kann es nicht’, hatte die SPD im Wahlkampf 2005 die Herausforderin beschrieben, um dann zunehmend resigniert festzustellen, was die Frau alles kann. […] Angela Merkel - zäh, geschmeidig, eine Dauerläuferin der Macht.«
Ich hab mich ja auch schon mit dem Gedanken abgefunden, dass wir das Sitzfleisch von Helmut Kohl irgendwann mal nur noch müde belächeln werden, Herr Frey, aber sind Ihre Aussichten beim ZDF so schlecht, dass Sie sich jetzt schon auf den Posten des Regierungssprechers oder Hofbiographen bewerben müssen?
Nachtrag, 16. August 2009: Ich bin ja so naiv. Peter Frey muss sich nirgends mehr bewerben, er ist bereits bestens verbandelt und versorgt:
»Auch die öffentlich-rechtlichen Sender sind mit Bertelsmann verbandelt. So sitzt z.B. der stellvertretende ZDFChefredakteur Klaus-Peter Siegloch im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung. So auch der frühere ZDF Intendant Dieter Stolte, der z.B. 1999 eine kritische Reportage über die Rolle Bertelsmanns im Dritten Reich verhinderte. Der Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, Peter Frey, ist ‘Fellow’ des von Bertelsmann getragenen Centrums für angewandte Politikforschung (CAP).«
(aus einer Diplomarbeit über den Einfluss der Bertelsmann-Stiftung, via Burks)
Geschrieben von Marc
in Medienjunkie
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Tags für diesen Artikel: Bertelsmann, Geld regiert die Welt, Knechtkind, Medien, Politik, Propaganda
Montag, 27. Juli 2009
Orwellblech von Schröderfischer
Jede Woche ein großer Spaß: »Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?« in der taz. Damals, als Roger Willemsen »0137« machte und Friedrich Küppersbusch »ZAK« und »Privatfernsehen«, da war das für mich eine Revolution in der Fernsehlandschaft. Leider wurde sie niedergeschlagen. Irgendwann treff ich Küppersbusch mal auf dem Markt, und dann hab ich hoffentlich den Mut, ihm zu erzählen, wie er mein Leben beeinflusst hat.
Schnipsel aus dem aktuellen »Wie geht es uns?«
Schnipsel aus dem aktuellen »Wie geht es uns?«
taz: In Afghanistan läuft die bislang größte Bodenoffensive der Bundeswehr. Jung will immer noch nicht vom Krieg sprechen. Wie nennen Sie das?
Küppersbusch: Sparsam. Lebensversicherungen zahlen nur aus, wenn die Opfer nicht durch »aktives Kriegshandeln« umkamen. Brunnenbau schützen, korrekt sterben; Taliban angreifen - Herr Kaiser von der Humbug-Mülleimer ist raus. Die Süddeutsche zitiert einen Versicherungsexperten: »Ein richtiger Krieg ist praktisch nicht versicherbar.« Ein falscher auch nicht. Sprächen Jung und Alt also von »Krieg« und »Gefallenen«, müsste langfristig die Bundesregierung eintreten. Daneben schrecken die Begriffe natürlich und enttarnen das Orwellblech von Schröderfischer: Die Bundeswehr sei jetzt praktisch der bewaffnete Arm des Roten Kreuzes, Deutschlands Freiheit werde verteidigt, bis der Hindu kuscht. Aber wie sagt schon das Sprichwort: Im Dingens stirbt zuerst die Wahrheit.
taz: Das Chaos bei der S-Bahn dauert an. Brauchen wir Hartmut Mehdorn zurück?
Küppersbusch: Damit das Grauen einen Namen hat? Wenn in ein, zwei Jahren zwei Drittel der AirBerlin-Maschinen aus technischen Gründen nicht mehr starten dürfen, hat er dort auch Wesentliches geleistet. Mehrdorns Administration hat die profitable und für die städtische Ökologie fundamentale S-Bahn ausgeplündert. Billigzüge gekauft,Wartung und Werkstatt abgebaut: Erstaunlich, dass die Bahn-Manager das notorische »Zurückbleiben, bitte« so persönlich genommen haben. Nun haben diese Zurückgebliebenen aber mithilfe von Bild den Hauptschuldigen gefunden: »Endlich haut Wowereit dazwischen. Er hätte schon längst eingreifen können, ja müssen!« Langsam nervts, wie notgeil Bild auf Verstaatlichung ist.
taz: Sagen Sie doch bitte mal etwas Nettes über Peter Harry Carstensen.
Küppersbusch: Er tut so, als habe die SPD noch so viel Substanz, dass man mit ihr streiten und uneins sein könnte. Merkel dagegen koaliert ihre SPD in Grund und Boden.
taz: In Nachterstedt rutschen Teile einer Siedlung in den Abgrund. Altlasten des Bergbaus. Warum stehen Kanzlerin und Kanzlerkandidat nicht längst mit Gummistiefeln vor Ort?
Küppersbusch: Hm, schön gedacht, aber ob der Abgrund beim Verschlingen auch Auftragsarbeiten macht?
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