Anno 1404 erscheint offiziell erst nächste Woche, aber dank des Kopierschutzes TAGÈS, der eine Online-Aktivierung erzwingt und nur eine begrenzte Zahl von Installationsversuchen erlaubt, kassiert das Spiel auf Amazon schon vorab so viele schlechte Wertungen, dass es inzwischen auf anderthalb Sterne gefallen ist.
Andere Spiele, die aus ähnlichen Gründen schlecht bewertet wurden, haben sich davon übrigens nicht erholt: Spore und GTA IV müssen viele Monate nach dem Verkaufsstart immer noch mit zweieinhalb Sternen auskommen; zum Vergleich: die Konsolenversionen von GTA IV haben jeweils vier Sterne, bei der PC-Version von Sims 3 verzichtete Electronic Arts nach Protesten der Sims-Community auf die Online-Aktivierung und wurde dafür mit vier Sternen belohnt.
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Ubisoft von Amazon-Kunden für Kopierschutz abgestraft
Donnerstag, 9. April 2009
Wir lieben Lebensmittel: ESL-Bio-Milch
Die bei Edeka lieben Lebensmittel?
Ich liebe frische Milch. Ich hab kürzlich im örtlichen Edeka Milch gekauft. Wegen der Diskussion um ESL-Milch griff ich kurzerhand zur Bio-Milch. Beim Einräumen in den Kühlschrank bemerkte ich dann neben dem Bio-Siegel den Aufdruck »Hält extra lange frisch«.

Auf die Frage, warum Edeka dieses Produkt anbietet, antwortete man mir, dass — außer Landliebe-Milch, die ja bis vor kurzem noch »traditionell« mit GM-Futter hergestellt wurde — alle anderen Milchsorten bei Edeka »bedingt durch eine generelle [Hervorhebung im Original] Umstellung der Molkereien nur noch als sogenannte ESL- oder längerfrische Milch auf dem Markt erhältlich« seien.
Genau. Die Molkereien stellen aus reiner Gemeinheit auf ESL-Milch um, obwohl der Kunde diese Milch eigentlich gar nicht haben will. Dass davon einzig der Einzelhandel profitiert, der sich Logistikaufwand spart, spielt bei dieserVerbraucherverarsche Umstellung nicht die geringste Rolle. Edeka hat als größte Einzelhandelskette Deutschlands ja leider keinen Einfluss auf die Produkte, die sie kaufen und weiterverkaufen.
Dass die Kunden keine ESL-Milch haben wollen, schließe ich übrigens aus der Tatsache, dass sie nicht als solche beworben wird. Würden Kunden ESL-Milch verlangen, würden die Händler sicher dafür Sorge tragen, dass auf der Verpackung auch ganz dick »ESL-Milch« drauf steht. Sie verkaufen dieses Produkt aber bewusst als »Frischmilch«, weil sie (vermutlich zurecht) darauf spekulieren, dass viele Kunden den Unterschied (noch) nicht kennen.
Nachtrag, 22. April 2009: aus »Aufrüstung im Milchkrieg« bei »Ware: Lüge«:
Nachtrag, 30. April 2009: »Schweigen im Blätter-Walde« bei »Ware: Lüge«:
Ich liebe frische Milch. Ich hab kürzlich im örtlichen Edeka Milch gekauft. Wegen der Diskussion um ESL-Milch griff ich kurzerhand zur Bio-Milch. Beim Einräumen in den Kühlschrank bemerkte ich dann neben dem Bio-Siegel den Aufdruck »Hält extra lange frisch«.

»Frische« Vollmilch von »Edeka Bio Wertkost«
Auf die Frage, warum Edeka dieses Produkt anbietet, antwortete man mir, dass — außer Landliebe-Milch, die ja bis vor kurzem noch »traditionell« mit GM-Futter hergestellt wurde — alle anderen Milchsorten bei Edeka »bedingt durch eine generelle [Hervorhebung im Original] Umstellung der Molkereien nur noch als sogenannte ESL- oder längerfrische Milch auf dem Markt erhältlich« seien.
Genau. Die Molkereien stellen aus reiner Gemeinheit auf ESL-Milch um, obwohl der Kunde diese Milch eigentlich gar nicht haben will. Dass davon einzig der Einzelhandel profitiert, der sich Logistikaufwand spart, spielt bei dieser
Dass die Kunden keine ESL-Milch haben wollen, schließe ich übrigens aus der Tatsache, dass sie nicht als solche beworben wird. Würden Kunden ESL-Milch verlangen, würden die Händler sicher dafür Sorge tragen, dass auf der Verpackung auch ganz dick »ESL-Milch« drauf steht. Sie verkaufen dieses Produkt aber bewusst als »Frischmilch«, weil sie (vermutlich zurecht) darauf spekulieren, dass viele Kunden den Unterschied (noch) nicht kennen.
Nachtrag, 22. April 2009: aus »Aufrüstung im Milchkrieg« bei »Ware: Lüge«:
Was soll also dieser Betrug am Kunden?
Molkerei- und Handelskonzerne können dem Kunden nun auch während eines Lieferstreiks der Milchbauern mehrere Wochen lang(!!) »Frischmilch« anbieten und dabei die Milchbauern massiv unter Druck setzen. Nur sehr wenige Milchbauern sind in der Lage, einen solch langen »Milchstreik« zu überleben. Ausserdem bringt diese moderne Manipulation des Naturproduktes »Milch« noch eine weitere Gefahr mit sich: Man kann »Frischmilch« in der ESL-Version nun auch billigst aus Osteuropa importieren, ohne das diese »Milch« nach 2-3 Tagen Autobahnfahrt als Sauermilch bei den Verarbeitern ankommt.
Die Kunden haben keine Wahl: Die Milchregale werden fast ausschließlich mit künstlicher »Frischmilch« aus ESL-Produktion gefüllt. Die herkömmliche Frischmilch wird nur noch zu überhöhten Preisen als »Bio-Milch« angeboten.
In gewisser Weise ohne Skrupel zu recht: Verglichen mit der neuen ESL-Milch ist die herkömmliche industriell hergestellte Frischmilch tatsächlich »Bio«.
Im Jahr 2007 betrug der Martanteil der ESL-Milch noch 1-2%. Nach dem Lieferstreik der Milchbauern 2008 wurde dieser Anteil schrittweise auf über 98% Ende 2008 erhöht.
Nachtrag, 30. April 2009: »Schweigen im Blätter-Walde« bei »Ware: Lüge«:
In den EU-Gremien haben die Konzerne Dank ihrer Lobbyisten durchgesetzt, dass die Milchquoten nicht etwa gesenkt, sondern sogar noch erhöht werden. Nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU.
Freuen wir uns also darauf, in den nächsten Jahren nur noch Milch aus »EU-Herstellung« angeboten zu bekommen. Irgendwo in einer albanischen oder rumänischen Bruchbude abgefüllt, nach Deutschland gekarrt und hier von den Molkereikonzernen als »Qualitätsprodukt« in die Supermarktregale gestellt.
Die Medien werden im Auftrag dieser Konzerne ihre »Pressefreiheit« wahrnehmen und weiterhin für Actimel & Co Werbung machen.
Mittwoch, 8. April 2009
Das Image unserer Energieversorger ist wohl noch nicht schlecht genug
Der ».ausgestrahlt e.V.« parodiert im Rahmen einer Aktionswoche gegen Atomkraft die Werbung, mit der uns die RWE AG überteuerten* Atomstrom als klimafreundlich verkaufen will. Das macht die RWE AG ganz, ganz traurig und sie schickt ihre Lügenbude Werbeklitsche Kreativagentur** vor, um die Verwendung des Motivs aufgrund der Verletzung ihrer Urheberrechte zu unterbinden.
Googelt man nach »RWE«, findet sich z.Zt. auf Platz 14 der Link auf »Versuchter Maulkorb für Kampagne gegen RWE-Atomstrom«. Ich könnte wetten, dass die Seite bis morgen in die Top-Ten aufgestiegen ist. [Wette verloren, aber dafür ist ein kritischer Telepolis-Artikel weiter raufgerutscht.]
*Den Strom haben wir bereits bezahlt, weil der Staat die Entwicklung der Atomkraft massiv gefördert hat, und wir werden ihn noch mehrfach bezahlen, weil wir für die permanente Zwischenlagerung der Abfallprodukte aufkommen.
**Die sind so kreativ, die konnten sich sogar die dümmliche »Du bist Deutschland«-Kampagne ausdenken.
Googelt man nach »RWE«, findet sich z.Zt. auf Platz 14 der Link auf »Versuchter Maulkorb für Kampagne gegen RWE-Atomstrom«. Ich könnte wetten, dass die Seite bis morgen in die Top-Ten aufgestiegen ist. [Wette verloren, aber dafür ist ein kritischer Telepolis-Artikel weiter raufgerutscht.]
*Den Strom haben wir bereits bezahlt, weil der Staat die Entwicklung der Atomkraft massiv gefördert hat, und wir werden ihn noch mehrfach bezahlen, weil wir für die permanente Zwischenlagerung der Abfallprodukte aufkommen.
**Die sind so kreativ, die konnten sich sogar die dümmliche »Du bist Deutschland«-Kampagne ausdenken.
Geschrieben von Marc
in Medienjunkie, Schwarzseher
um
16:51
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Mittwoch, 3. Dezember 2008
GTA IV (PC) zum Abschuss freigegeben
Zum Vergleich hier Screenshots der Amazon-Kundenwertungen von Spore und GTA IV:
Spore (4Players-Wertung: 80%):

GTA IV für PC (4Players-Wertung: 94% für die Konsolen-Versionen):

Natürlich sind die ungnädigen Wertungen einzig der mangelnden Spieltiefe (Spore) und den technischen Unzulänglichkeiten (GTA IV) geschuldet. Paranoide, aber nichtsdestotrotz wirkungslose Schutzmaßnahmen wie SecuROM, Online-Aktivierung und permanente Überwachung der Spielgewohnheiten (auch von Single-Playern) haben damit nichts zu tun — sowas stört nach verlässlichen Auswertungen derKopierschutzhersteller Spieleindustrie nur 0,000002% der Konsumschafe. Die Hälfte der Leute, die bei Amazon Minimalwertungen vergeben, sind Raubkopierer und die andere Hälfte ist einfach zu doof, um zu verstehen, wie das Wertungssystem von Amazon funktioniert — das hat der Zahnpastaverkäufer von EA ja letztens schon geklärt.
Nachtrag, 16. Dezember 2008: Inzwischen haben bei amazon.de 467 Kunden eine Bewertung für die PC-Version von GTA IV abgegeben, davon vergaben 312 die schlechteste Wertung. Der Wertungsdurchschnitt bleibt stabil bei zwei von fünf Sternen. Das ist Macht des »aufgebrachten Mobs«.
Meine Stimme bei der 4P-Leserwahl zum Spiel des Jahres 2008 musste ich übrigens für MGS4 abgeben, den interaktiven Film über den alternden Snake. Ich hab zwar deutlich mehr Zeit in Liberty City verbracht, aber bei allem Spaß, den ich dabei hatte, bin ich mit Niko Bellic nicht warm geworden. Mein liebster GTA-Protagonist bleibt weiterhin Tommy Vercetti aus Vice City.
LittleBigPlanet wäre vielleicht auch eine Überlegung wert gewesen, wenn der Online-Modus nicht schlichtweg kaputt wäre. Es ist die absolute Ausnahme, dass man mal mehrere Level am Stück mit einem Mitspieler durchzocken kann, ohne dass man die hässliche »Network error«-Meldung sieht. Die vier Sackmännchen, die man in den Trailern von LBP ständig gemeinsam durch die Level laufen sieht, sind ein Mythos (bzw. nur lokal mit mehreren Spielern vor einer gemeinsamen PS3 vorstellbar). Im echten Leben laggt das Gameplay massiv, sobald ein dritter Spieler dazustößt. Da hat Sony, wie bei Home, versagt.
Ah, Home. Ich kann mir nicht verkneifen, mich darüber auszukotzen. Bei Home verschleiert man die totale Fehleinschätzung der Leistungsfähigkeit des Dienstes als Beta- und Lasttest — was soll das denn für ein Lasttest sein, wenn man als Nutzer tagelang bei jedem Versuch, einen Blick auf Home zu werfen, ein Timeout vom Loginserver (»C-931«) bekommt? Wenn man dann mal reinkommt, stellt man beim Durchrennen durch alle verfügbaren Bereiche — der Dienst ist sehr überschaubar — fest, dass höchstens ein paar Hundert Nutzer gleichzeitig online sind — und das sieht im Home für US-Nutzer nicht anders aus (und der Dienst scheint, abgesehen von den unterschiedlichen Regionen, nichtinstanziert instantiiert in Instanzen aufgeteilt zu sein). Das scheinen mir eher peinliche Nutzerzahlen zu sein.
Sony kackt übrigens mal wieder (aus großer Höhe) auf die europäischen User und ignoriert unsere besonderen Verhältnisse: Im US-Home verständigt man sich ganz überwiegend in etwas, was man wohlwollend als »Englisch« bezeichnen könnte. Ich vermute im japanischen Home spricht man hauptsächlich Japanisch. Wir Europäer landen, anscheinend zusammen mit den südamerikanischen PS3-Besitzern, in einem Home, in dem eine Sprachverwirrung babylonischen Ausmaßes herrscht. Beim Durchrennen hab ich Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch gelesen — und eine unbestimmte Anzahl weiterer Sprachen, die ich nicht zuordnen konnte. Das wird sicher erst so richtig spaßig, wenn alle rein kommen, die rein wollen.
Wäre es bei einem Dienst, der Spieler aus der ganzen Welt zusammenbringen soll, nicht angesagt, auf die regionale Aufteilung zu scheißen und die jeweilige Home-Instanz basierend auf der Spracheinstellung der PS3 auszuwählen? Wer seine PS3 auf Suaheli eingestellt hat, will in Home vermutlich bevorzugt andere Suahelisprachige treffen, unabhängig davon, wo die gerade wohnen. Dagegen spricht aus Sicht von Sony natürlich, dass die Home-Kunden dann schlechter an die potenziellen Werbekunden vermarktet werden könnten. Was anderes ist Home ja nicht: ein mit Reklame vollgekleisterter Avatar-Chat, in dem sogar die Avatare aussehen, als wären sie gerade einem Werbespot entstiegen.
Spore (4Players-Wertung: 80%):

Amazon-Kundenrezensionen zu Spore
GTA IV für PC (4Players-Wertung: 94% für die Konsolen-Versionen):

Amazon-Kundenrezensionen zu GTA IV
Natürlich sind die ungnädigen Wertungen einzig der mangelnden Spieltiefe (Spore) und den technischen Unzulänglichkeiten (GTA IV) geschuldet. Paranoide, aber nichtsdestotrotz wirkungslose Schutzmaßnahmen wie SecuROM, Online-Aktivierung und permanente Überwachung der Spielgewohnheiten (auch von Single-Playern) haben damit nichts zu tun — sowas stört nach verlässlichen Auswertungen der
Nachtrag, 16. Dezember 2008: Inzwischen haben bei amazon.de 467 Kunden eine Bewertung für die PC-Version von GTA IV abgegeben, davon vergaben 312 die schlechteste Wertung. Der Wertungsdurchschnitt bleibt stabil bei zwei von fünf Sternen. Das ist Macht des »aufgebrachten Mobs«.
Meine Stimme bei der 4P-Leserwahl zum Spiel des Jahres 2008 musste ich übrigens für MGS4 abgeben, den interaktiven Film über den alternden Snake. Ich hab zwar deutlich mehr Zeit in Liberty City verbracht, aber bei allem Spaß, den ich dabei hatte, bin ich mit Niko Bellic nicht warm geworden. Mein liebster GTA-Protagonist bleibt weiterhin Tommy Vercetti aus Vice City.
LittleBigPlanet wäre vielleicht auch eine Überlegung wert gewesen, wenn der Online-Modus nicht schlichtweg kaputt wäre. Es ist die absolute Ausnahme, dass man mal mehrere Level am Stück mit einem Mitspieler durchzocken kann, ohne dass man die hässliche »Network error«-Meldung sieht. Die vier Sackmännchen, die man in den Trailern von LBP ständig gemeinsam durch die Level laufen sieht, sind ein Mythos (bzw. nur lokal mit mehreren Spielern vor einer gemeinsamen PS3 vorstellbar). Im echten Leben laggt das Gameplay massiv, sobald ein dritter Spieler dazustößt. Da hat Sony, wie bei Home, versagt.
Ah, Home. Ich kann mir nicht verkneifen, mich darüber auszukotzen. Bei Home verschleiert man die totale Fehleinschätzung der Leistungsfähigkeit des Dienstes als Beta- und Lasttest — was soll das denn für ein Lasttest sein, wenn man als Nutzer tagelang bei jedem Versuch, einen Blick auf Home zu werfen, ein Timeout vom Loginserver (»C-931«) bekommt? Wenn man dann mal reinkommt, stellt man beim Durchrennen durch alle verfügbaren Bereiche — der Dienst ist sehr überschaubar — fest, dass höchstens ein paar Hundert Nutzer gleichzeitig online sind — und das sieht im Home für US-Nutzer nicht anders aus (und der Dienst scheint, abgesehen von den unterschiedlichen Regionen, nicht
Sony kackt übrigens mal wieder (aus großer Höhe) auf die europäischen User und ignoriert unsere besonderen Verhältnisse: Im US-Home verständigt man sich ganz überwiegend in etwas, was man wohlwollend als »Englisch« bezeichnen könnte. Ich vermute im japanischen Home spricht man hauptsächlich Japanisch. Wir Europäer landen, anscheinend zusammen mit den südamerikanischen PS3-Besitzern, in einem Home, in dem eine Sprachverwirrung babylonischen Ausmaßes herrscht. Beim Durchrennen hab ich Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch gelesen — und eine unbestimmte Anzahl weiterer Sprachen, die ich nicht zuordnen konnte. Das wird sicher erst so richtig spaßig, wenn alle rein kommen, die rein wollen.
Wäre es bei einem Dienst, der Spieler aus der ganzen Welt zusammenbringen soll, nicht angesagt, auf die regionale Aufteilung zu scheißen und die jeweilige Home-Instanz basierend auf der Spracheinstellung der PS3 auszuwählen? Wer seine PS3 auf Suaheli eingestellt hat, will in Home vermutlich bevorzugt andere Suahelisprachige treffen, unabhängig davon, wo die gerade wohnen. Dagegen spricht aus Sicht von Sony natürlich, dass die Home-Kunden dann schlechter an die potenziellen Werbekunden vermarktet werden könnten. Was anderes ist Home ja nicht: ein mit Reklame vollgekleisterter Avatar-Chat, in dem sogar die Avatare aussehen, als wären sie gerade einem Werbespot entstiegen.
Geschrieben von Marc
in Spielkind
um
18:19
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Tags für diesen Artikel: DRM, FAIL, Gaming, GTA, Konsumverweigerung, Kopierschutz, Playstation, Spore, Wintendo
Dienstag, 21. Oktober 2008
EA-CEO behauptet "Wer nicht raubkopiert, ist doof"
Ich hab mich mit einem Eintrag hier im Blog und mit einer Bewertung bei Amazon am Protest gegen das kranke und überzogene DRM von Spore beteiligt. Jetzt erklärt mir John Riccitiello, CEO von EA, bei 4Players:
Ich bin also entweder ein Raubkopierer — oder ich bin blöd.
Ich bin Herrn Riccitiello sehr dankbar dafür, dass er nicht mit seiner Meinung hinterm Berg hält. Ich gehe übrigens davon aus, dass die Hälfte der Manager von Spielepublishern, die ständig neue Kopierschutz- und DRM-Verfahren einsetzen, geldgeile Arschlöcher sind, die eine Reinkarnation als Kakerlake anstreben, und die andere Hälfte einfach nicht verstanden hat, dass sie durch Kopierschutzschikanen einzig ihre zahlenden Kunden vor den Kopf stoßen, ohne die Raubkopierer damit zu treffen.
Herr Riccitiello lässt leider offen, welches Interesse Raubkopierer überhaupt daran haben sollten, an einer Anti-DRM-Kampagne teilzunehmen — dank Reloaded und anderen Releasegruppen sind sie von dieser Schikane ja gar nicht betroffen. Aber wie soll ein seelenloser Schlipsträger, dem es scheißegal ist, ob er gerade Bleichmittel, Cola, Zahnpasta oder Computerspiele vermarktet, das nachvollziehen können?
Ich werde jedenfalls keinen Grund mehr haben, mich über EA-DRM-Schikanen zu beklagen: Spore wurde überraschend schnell langweilig, gegen die fehlende Spieltiefe helfen aus meiner Sicht auch ein paar zusätzliche Bausteine für die Editoren nicht, und für zukünftige EA-Produkte gibt’s ja auch DRM-freie Lieferanten.
Ich bin doch nicht blöd.
Nachtrag, 30. Oktober 2008: Harzzach weist darauf hin, welche unerwarteten Folgen das EA-DRM haben kann, wenn man im EA-Forum Dampf ablässt (oder sich so missverständlich ausdrückt, dass ein Moderator das Gefühl bekommt, man habe Dampf abgelassen).
Nachtrag, 2. November 2008: Passend dazu der SonntagsCartoon auf UserFriendly.
Ich gehe davon aus, dass die Hälfte der Leute Raubkopierer waren, die andere Hälfte waren Leute, die in etwas reingezogen wurden, das sie nicht verstanden.
Ich bin also entweder ein Raubkopierer — oder ich bin blöd.
Ich bin Herrn Riccitiello sehr dankbar dafür, dass er nicht mit seiner Meinung hinterm Berg hält. Ich gehe übrigens davon aus, dass die Hälfte der Manager von Spielepublishern, die ständig neue Kopierschutz- und DRM-Verfahren einsetzen, geldgeile Arschlöcher sind, die eine Reinkarnation als Kakerlake anstreben, und die andere Hälfte einfach nicht verstanden hat, dass sie durch Kopierschutzschikanen einzig ihre zahlenden Kunden vor den Kopf stoßen, ohne die Raubkopierer damit zu treffen.
Herr Riccitiello lässt leider offen, welches Interesse Raubkopierer überhaupt daran haben sollten, an einer Anti-DRM-Kampagne teilzunehmen — dank Reloaded und anderen Releasegruppen sind sie von dieser Schikane ja gar nicht betroffen. Aber wie soll ein seelenloser Schlipsträger, dem es scheißegal ist, ob er gerade Bleichmittel, Cola, Zahnpasta oder Computerspiele vermarktet, das nachvollziehen können?
Ich werde jedenfalls keinen Grund mehr haben, mich über EA-DRM-Schikanen zu beklagen: Spore wurde überraschend schnell langweilig, gegen die fehlende Spieltiefe helfen aus meiner Sicht auch ein paar zusätzliche Bausteine für die Editoren nicht, und für zukünftige EA-Produkte gibt’s ja auch DRM-freie Lieferanten.
Ich bin doch nicht blöd.
Nachtrag, 2. November 2008: Passend dazu der SonntagsCartoon auf UserFriendly.
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