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Trifonic

LustmenschMedienjunkie Die mag ich:

Trifonic is an American electronic music group consisting of brothers Brian and Laurence Trifon. Their music combines elements commonly found in the Electronica, IDM, Post-rock, and ambient music genres. (Wikipedia)


Das Album "Emergence" (reinhören) gibt's da im Store für umme als MP3 (192kbit/s). Ab 5 Dollar — das sind ca. €3,20 — kriegt man eine Version mit einem überraschenden Bonustrack als MP3 (320kbit/s) oder FLAC (verlustfrei komprimiert). Für Retrotechniknutzer gibt's das Album sogar auf CD. (via)

Flummi

MedienjunkieSchwarzseher Meint die beste Lebensgefährtin von allen zu mir: "Die Angela hat doch gesagt, der Aufschwung wäre 'unten angekommen'... vielleicht ist der Aufschwung so 'ne Art Flummi? Er war kurz unten, aber Du weißt ja, wie schwer diese Dinger zu fangen sind... kaum will man zugreifen, ist er schon wieder weg... ab nach oben..."

Gestern abend hab ich Urban Priol live gesehen. Sehr geil. Sehr, sehr geil. Highly recommended.

Propaganda der iPod Liberation Front

KabelfreakMedienjunkieSpielkind Neuigkeiten aus roothausen:

Leider hat nun mein komplettes bisheriges Audio-Setup fuer unterwegs den Geist aufgegeben. [...] also habe ich mir nun nach Weihnachten einen neuen Player gegoennt [...]

Der neue sollte mindestens das koennen was der alte auch konnte:

• Abspielen von mp3 und ogg-vorbis
• Reibungslose Zusammenarbeit mit GNU/Linux
• Datentransfer ohne zusaetzliche Software (also per USB-Storage)

Zudem sollte der neue eine lange Akkulaufzeit und eine Bookmarkfunktion fuer Podcasts vorweisen. Das waren unter anderem Dinge, die mir bisher gefehlt haben.

Nur mal als Anmerkung fuer die iPod-Fraktion: Ein iPod wuerde keine meiner Mindestvorraussetzungen erfuellen und waere somit unbrauchbar.


Ich stand kürzlich vor einem ähnlichen Problem: mein Rio Karma stellte den Dienst ein. Ich hab mich aber nach etwas Recherche widerwillig für einen iPod entschieden, weil die Hardware etabliert ist (sprich: für alle möglichen Probleme gibt es Lösungen) und weil es eine reichhaltige Auswahl an maßgeschneidertem Zubehör gibt.

Dank Rockbox, einem freien (GPL) Betriebssystem für MP3-Player, spielt mein iPod auch Ogg-Dateien (und ein Dutzend anderer Audioformate) und verhält sich, unabhängig von dem Betriebssystem, an das er rangestöpselt wird, wie ein stinknormaler USB-Massenspeicher. Spiele (z.B. DooM) und Videos laufen darauf natürlich auch, aber nicht ohne dass die Akkulaufzeit auf einen Bruchteil schrumpft…

DRM ist für meinen Rockbox-iPod übrigens ein Fremdwort und zu Windows und zur iTunes-Software hatte das Gerät genau einmal Kontakt, nämlich zum initialen Formatieren der Festplatte.

Weitere Rockbox-Features: Bookmarks, Gapless Playback, 5-Band-Equalizer, Audio-Ausgabe der Menüs (für Sehbehinderte), Themes, Sleep Timer, Regelung der Abspielgeschwindigkeit (für besonders langsam vorgetragene Hörbücher)… und natürlich ist jedes Detail konfigurierbar (sprich: es gibt keine Marketingabteilung, die eine idiotensichere One-Size-Fits-All-Minimalkonfiguration durchsetzt, die dann im Endeffekt für keinen der Nutzer so richtig passt).

Freie Software ist halt schon was feines.

Also, liebe iPod-Fraktion, werft Eure Player nicht einfach weg, sondern befreit sie lieber von ihrem proprietären Sklavendasein.

(Dies war ursprünglich ein Kommentar auf roothausen, der aber wohl wegen seiner Länge in der Moderationsschleife gelandet ist. Für solche Späße bin ich viel zu ungeduldig.)

Serientäter (mit Nachtrag)

Medienjunkie Ich mag Fernsehserien.

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der die wichtigste Regel für Serien zu sein schien, dass am Ende der Folge alles wieder genauso ist wie es am Anfang war. Egal ob Lassie, Flipper, Bonanza, Daktari, Raumschiff Enterprise, Rauchende Colts, Detektiv Rockford: man konnte sich darauf verlassen, dass spätestens in den letzten fünf Minuten der Resetknopf gedrückt wurde. Die Episoden ließen sich in beliebiger Reihenfolge schauen, es bestand keine Gefahr, etwas zu verpassen oder auffällige Inkonsistenzen zu bemerken. (Hat Petrocelli sein Haus jemals zu Ende gebaut?)

Charakterentwicklung und ähnliche Extras konnten wir uns damals nicht leisten. Never change a running system: konfrontiere die Zuschauer niemals mit Überraschungen, sie könnten das Interesse verlieren und auf einen der beiden (!) anderen Sender umschalten. Und wenn eine Geschichte mal wirklich nicht in vierzig Minuten zu erzählen war, gab es eine spektakuläre Doppelfolge (natürlich mit Cliffhanger). Aber bitte höchstens eine pro Staffel, mehr würde die Zuschauer überfordern.

In den frühen 80ern entdeckte ich dann Soaps: Dallas, Denver, Lindenstraße. Ganz im Gegensatz zu den eben erwähnten Serien erzählten Soaps Endlosgeschichten, was auch schon mal in die Hose gehen konnte (klassisches Beispiel: Bobby Ewing unter der Dusche, 'nuff said).

Dann kam Babylon 5.

Die große, über fünf Jahre angelegte Geschichte einer Raumstation und des galaktischen Krieges, der um sie herum tobt, wirkt inzwischen zwar recht angestaubt und litt stark unter äußeren Umständen wie einem niedrigen Budget und ständigen Kämpfen um die Verlängerung, aber verglichen mit ST:TNG, einer Serie, die noch dem alten Paradigma folgte und wie ihre Vorgängerserie unter dem "Space Anomaly of the Week"-Syndrom litt, war B5 ein Quantensprung. (Ja, ich weiß, "V" erzählte auch schon eine große Geschichte, aber man kann selbst als Medienjunkie nicht jede Serie gucken, man braucht ja auch noch Zeit für Spielfilme und Games.)

We've come a long way, baby.

Heutzutage sind folgenübergreifende Handlungsstränge ein Merkmal jeder halbwegs brauchbaren Serie, so manche erzählt nur noch eine große Geschichte pro Staffel — Jack Bauer lässt grüßen. Und, ja, ich steh dazu, dass ich das geil finde, keine Folge verpassen zu dürfen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Ich überspringe ja auch in einem Roman nicht willkürlich irgendwelche Kapitel. Der Nachteil: wenn ich, wie bei Galactica, Prison Break oder Lost mittendrin das Interesse verliere, steige ich auch nicht mehr neu ein, ich hab ja zwischendurch schon zu viel verpasst. Aber die Serien, bei denen ich durchhalte (zuletzt Firefly (war ja auch einfach), The Sopranos, The Shield) machen das mehr als wett.

Was ich eigentlich sagen wollte: der Autorenstreik in den USA (und die dadurch abgerissene Versorgung mit House, M.D.) hat mich in die Verlegenheit gebracht, mir eine neue Serie suchen zu müssen — und ich hab tatsächlich was vielversprechendes entdeckt: Dexter. Michael C. Hall (der kleine Bruder aus Six Feet Under) spielt einen Serienkiller, der bei der Polizei arbeitet. Ich stecke noch in der ersten Staffel, aber ich hatte schon mein erstes Unterkiefer-auf-dem-Boden-aufschlag-Erlebnis. Genau an der Stelle hab ich mich entschieden, mal darüber zu bloggen, wie geil ich es finde, dass mir die Serien von heute solche Erlebnisse verschaffen können, die früher Spielfilmen oder Büchern vorbehalten waren. Und jetzt guck ich mir an, wie es weiter geht.

Dexter: recommended.

Nachtrag, 4. Februar 2008: Prosperos Besprechung der zweiten Dexter-Staffel kann ich mich voll anschließen.