Ich möchte mich auf diesem Weg herzlich für den Beitrag über »Hasch-Plantagen« bedanken, der heute in der Sendung »ZDF.reporter« (sic!) ausgestrahlt wurde. Insbesondere dafür, dass man einen Menschen als »Experten du jour« präsentiert hat, der die Aussage traf, dass die Unterscheidung zwischen »weichen« und »harten« Drogen aufgrund des höheren THC-Gehaltes moderner Rauchhanfzüchtungen gar nicht mehr gültig sei.
Der Beitrag hat wohl jedem Kiffer, egal ob ehemalig oder noch aktiv, nochmal in Erinnerung gerufen, was man von der Kompetenz von »ZDF.reportern« und ihren Experten zu halten hat.
Interessanterweise konnte jeder, mit dem ich mich jemals darüber unterhalten habe, folgende Aussage bestätigen: Wann immer das Fernsehen über ein Thema berichtet, mit dem ich mich auskenne, stelle ich fest, dass die vermittelten »Informationen« verkürzt, verdreht, verfälscht oder schlicht erfunden sind. Jeder Zocker, der mal einen Bericht über sog. »Killerspiele« gesehen hat, weiß, wovon ich rede.
Ich hab den Verdacht, dass man daraus eine allgemeingültige Regel ableiten kann.
Liebe »ZDF.knechtkinder«, konzentriert Euch doch bitte auf Eure Kernkompetenz und schürt noch ein bisschen Schweinegrippenpanik oder Demographieangst. Danke.
Artikel mit Tag Drogen
Verwandte Tags
a42.de Altern BDSM Blogging Britcom Bücher Comedy Connectivity Dehemm DRM DVD Empfehlung FAIL Filme Gaming Gesundheit Google GTA Kapitalismus Knechtkind Konsumverweigerung Lebensmittel Medien Musik Poker Politik Privatsphäre Propaganda Security Sex Silent Hunter Sprache Stasi 2.0 Telefon USA Volksvertreter Witzigkeit ZappaDonnerstag, 22. Oktober 2009
Danke fürs Gespräch, liebe ZDF.reporter
Geschrieben von Marc
in Lustmensch, Medienjunkie
um
21:36
| Noch keine Kommentare
| Keine Trackbacks
Donnerstag, 25. September 2008
Aftersex, Drogenmissbrauch & Steuern
Aus der Abteilung »Illustre Gäste bei JBK« — Franz Konz (ja, der mit den bekannten Ratgebern für Steuerhinterziehung):
…und JBK spendiert ihm ‘nen schönen Werbeblock für seine absurden steuerpolitischen Vorstellungen.

(Ich hätte mehr dazu zu sagen, aber ich hab aus gesundheitlichen Gründen eigentlich Computerpause…)
»Der Körper des AIDS-Kranken ist durch Aftersex, Genußmittel, Drogenmißbrauch und Junk-Food kaputtgemacht worden. Die HI-Viren machen sich jetzt in großer Anzahl über ihn her. Sie sind von der Natur dazu bestimmt, dem unwürdigen und gegen die Gesetze am schlimmsten verstoßenden Erdbewohner das Geschenk des Lebens schnellstens wegzunehmen, damit er nicht noch mehr Unheil anzurichten vermag. Was soll aber die gegen die Natur gerichtete, nie bewiesene Verlängerung dieses Abschaums der Menschheit um ein paar Monate auf Kosten von uns, der Allgemeinheit?« (Zitat lt. Wikipedia aus Natürlich Leben, Nr 4/2001)
…und JBK spendiert ihm ‘nen schönen Werbeblock für seine absurden steuerpolitischen Vorstellungen.

Vorsicht, Fotomontage!
(Ich hätte mehr dazu zu sagen, aber ich hab aus gesundheitlichen Gründen eigentlich Computerpause…)
Montag, 30. Juni 2008
Nach Kunden Probleme mit der Muschi
Wie hier und da werfe ich einen Blick auf die Auswertung der Begriffe, die Besucher von Suchmaschinen zum Mutantenstadl geführt haben:
• »text douglas adams göttingen«, »douglas adams cd göttingen« — Auf der CD von 1994, die es mal bei Zweitausendeins gab, sind einige Kapitel aus »Last Chance to See«, plus Erläuterungen, die Essensbestellung im Milliways, der Eintrag aus dem Guide zum Thema »Learning to Fly« und das Kapitel mit Marvin und dem Kampfroboter auf Ursa Minor Beta. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, was er 1995 vortrug, als ich in Göttingen war. Wenn es davon bloß einen Mitschnitt gäbe...
• »hamburger royal nie mehr« — Ich würde sogar für »McDonalds nie mehr und Burger King nur noch selten« plädieren.
• »das gerät ihres gesprächspartners ist für diesen service nicht eingerichtet« — Diese Meldung erhält man m.W. als Ansage von der T-Com, wenn die gewählte Rufnummer (bzw. bei einer Weiterleitung die Zielrufnummer) einem ISDN-Endgerät zugewiesen ist, das keine Sprachverbindung annehmen kann (z.B. ein ISDN-Fax). Verwählt? ISDN-Telefonanlage zerkonfiguriert? Falsche Weiterleitung eingestellt?
• »datenklau von apple microsoft und serox« — Du meinst »Xerox«. Dazu erzähl ich hier was.
• »silenthunter iv batterien leer« — Dann taucht man auf (ggf. mit Anblasen) und fährt mit Diesel, dabei werden die Batterien geladen (sofern der Ladebetrieb nicht abgeschaltet wurde und kein beteiligtes Teilsystem zerstört ist). Wenn man auch keinen Diesel mehr hat, bricht man das Spiel ab und lädt den letzten Spielstand. Es gibt keine Möglichkeit, Segel zu setzen oderein Tankschiff eine Milchkuh herbei zu rufen.
• »gta vice city amoklauf missionen machen« — Nanana, die sind doch in der deutschen Fassung gar nicht drin, oder? Ich hab sie nicht wirklich vermisst, ich fand sie schon in den Vorgänger-GTAs zu schwer.
• »alte amiga zeiten im saarland« — Ja, da war ich mit dabei.
• »bei welcher temperatur verdampft gras« — Etwa 180-200°. Taste Dich von unten ran, der Unterschied zwischen THC-Dampf und Rauch ist deutlich zu sehen: wenn’s anfängt zu rauchen, ist es zu heiß. Wenn Du die richtige Temperatur erwischt hast, haben die Rückstände einen schwachen, aber angenehmen Restgeruch — war die Einstellung zu hoch, riechen die Rückstände verkokelt. (Vgl. den Eintrag über meinen Vaporizer…)
• »gras mehrfach vaporisieren« — Selbstverständlich, am Anfang hat man natürlich erst mal besonders viel Geschmack im Dampf, weil die ätherischen Öle als erstes verdampfen, beim nächsten Mal schmeckt’s schon etwas mehr nach Dope und erst wenn’s nach gar nichts mehr schmeckt, ist die Füllung alle.
• »lila marihuana« — Purple Haze, auch andere Kreuzungen haben wohl gern mal ‘nen violetten Schimmer und kriegen dann auch prompt ein »Haze« in den Namen gepackt.
• »blähbauch pilze« — Herzlichen Glückwunsch zur Candida.
• »sex beobachten mit nachtsichtgerät« — Quatsch, benutz doch einfach einen ausreichend dimensionierten Halogenscheinwerfer, um das Schlafzimmer Deiner Nachbarn auszuleuchten. Dann kannst Du auch gleich in Farbe filmen — dieses grün-schwarze Geflimmere will doch keiner sehen.
• »nach kunden probleme mit der muschi« — Äh… tmi. Aber ich dachte immer, in dem Gewerbe nennt man die Kunden »Freier«?
• »text douglas adams göttingen«, »douglas adams cd göttingen« — Auf der CD von 1994, die es mal bei Zweitausendeins gab, sind einige Kapitel aus »Last Chance to See«, plus Erläuterungen, die Essensbestellung im Milliways, der Eintrag aus dem Guide zum Thema »Learning to Fly« und das Kapitel mit Marvin und dem Kampfroboter auf Ursa Minor Beta. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, was er 1995 vortrug, als ich in Göttingen war. Wenn es davon bloß einen Mitschnitt gäbe...
• »hamburger royal nie mehr« — Ich würde sogar für »McDonalds nie mehr und Burger King nur noch selten« plädieren.
• »das gerät ihres gesprächspartners ist für diesen service nicht eingerichtet« — Diese Meldung erhält man m.W. als Ansage von der T-Com, wenn die gewählte Rufnummer (bzw. bei einer Weiterleitung die Zielrufnummer) einem ISDN-Endgerät zugewiesen ist, das keine Sprachverbindung annehmen kann (z.B. ein ISDN-Fax). Verwählt? ISDN-Telefonanlage zerkonfiguriert? Falsche Weiterleitung eingestellt?
• »datenklau von apple microsoft und serox« — Du meinst »Xerox«. Dazu erzähl ich hier was.
• »silenthunter iv batterien leer« — Dann taucht man auf (ggf. mit Anblasen) und fährt mit Diesel, dabei werden die Batterien geladen (sofern der Ladebetrieb nicht abgeschaltet wurde und kein beteiligtes Teilsystem zerstört ist). Wenn man auch keinen Diesel mehr hat, bricht man das Spiel ab und lädt den letzten Spielstand. Es gibt keine Möglichkeit, Segel zu setzen oder
• »gta vice city amoklauf missionen machen« — Nanana, die sind doch in der deutschen Fassung gar nicht drin, oder? Ich hab sie nicht wirklich vermisst, ich fand sie schon in den Vorgänger-GTAs zu schwer.
• »alte amiga zeiten im saarland« — Ja, da war ich mit dabei.
• »bei welcher temperatur verdampft gras« — Etwa 180-200°. Taste Dich von unten ran, der Unterschied zwischen THC-Dampf und Rauch ist deutlich zu sehen: wenn’s anfängt zu rauchen, ist es zu heiß. Wenn Du die richtige Temperatur erwischt hast, haben die Rückstände einen schwachen, aber angenehmen Restgeruch — war die Einstellung zu hoch, riechen die Rückstände verkokelt. (Vgl. den Eintrag über meinen Vaporizer…)
• »gras mehrfach vaporisieren« — Selbstverständlich, am Anfang hat man natürlich erst mal besonders viel Geschmack im Dampf, weil die ätherischen Öle als erstes verdampfen, beim nächsten Mal schmeckt’s schon etwas mehr nach Dope und erst wenn’s nach gar nichts mehr schmeckt, ist die Füllung alle.
• »lila marihuana« — Purple Haze, auch andere Kreuzungen haben wohl gern mal ‘nen violetten Schimmer und kriegen dann auch prompt ein »Haze« in den Namen gepackt.
• »blähbauch pilze« — Herzlichen Glückwunsch zur Candida.
• »sex beobachten mit nachtsichtgerät« — Quatsch, benutz doch einfach einen ausreichend dimensionierten Halogenscheinwerfer, um das Schlafzimmer Deiner Nachbarn auszuleuchten. Dann kannst Du auch gleich in Farbe filmen — dieses grün-schwarze Geflimmere will doch keiner sehen.
• »nach kunden probleme mit der muschi« — Äh… tmi. Aber ich dachte immer, in dem Gewerbe nennt man die Kunden »Freier«?
Geschrieben von Marc
in Kabelfreak, Lustmensch, Medienjunkie, Spielkind
um
23:57
| Noch keine Kommentare
| Keine Trackbacks
Tags für diesen Artikel: a42.de, Altern, Blogging, Connectivity, Dehemm, Drogen, Gaming, Gesundheit, GTA, Konsumverweigerung, Sex, Silent Hunter, Telefon
Dienstag, 24. Juni 2008
Coffeeshops sind auch nicht mehr das, was sie früher mal waren
Die Frankfurter Rundschau berichtet über Rauchverbot im Coffeeshop:
Wer schon mal in einem Coffeeshop war, muss das witzig finden.
In den beiden großen Zwillings-Coffeeshops in Venlo muss man sich übrigens inzwischen eine personalisierte Kundenkarte erstellen lassen, angeblich, weil die Stadt verlangt, dass auf diese Weise die tägliche maximale Abgabemenge (5g pro Shop und Kunde) garantiert wird.
Vom 1. Juli an ist auch in den Niederlanden das Rauchen in Gaststätten verboten. Die 750 Coffeeshops im Land bilden keine Ausnahme. [...]
Die Coffeeshop-Vereinigung der Niederlande bemühte sich vergeblich um eine Ausnahmereglung. Der niederländische Gesundheitsminister, Ab Klink von der christdemokratischen Partei CDA, antwortete schriftlich: »Arbeitnehmer in Coffeeshops haben ebenso wie Arbeitnehmer anderer Dienstleistungsbereiche ein Recht darauf, vor den Folgen des Tabakrauchs geschützt zu werden.«
Wer schon mal in einem Coffeeshop war, muss das witzig finden.
In den beiden großen Zwillings-Coffeeshops in Venlo muss man sich übrigens inzwischen eine personalisierte Kundenkarte erstellen lassen, angeblich, weil die Stadt verlangt, dass auf diese Weise die tägliche maximale Abgabemenge (5g pro Shop und Kunde) garantiert wird.
Geschrieben von Marc
in Lustmensch, Schwarzseher
um
15:37
| Noch keine Kommentare
| Keine Trackbacks
Mittwoch, 7. Mai 2008
Rauchen kann noch ungesünder sein
Ein Päckchen JPS Sticks und ein Stück Verpackungsmaterial, das ich aus einem Stick dieses Päckchens fischen konnte
Aus Gründen, die ich an dieser Stelle nicht in aller Breite erläutern möchte, reiße ich ab und zu Zigaretten auf. Belassen wir es dabei, dass ich gelegentlich auf das widerliche, auf schnelles Abbrennen optimierte Zigarettenpapier verzichte und den Inhalt einer Zigarette oder eines Sticks (oder wie auch immer die steuervergünstigten Zigarettensurrogatprodukte heute bezeichnet werden) in ein leckeres Zigarettenpapier aus Reis einwickele und genieße. Konisches Rebranding, sozusagen.
Dabei fällt mir immer wieder auf, dass in manchen Zigaretten nicht nur Tabak drin ist, sondern auch anderer Müll, meist gehäckseltes Verpackungsmaterial. Vermutlich ist es manchmal einfach bequemer, den Tabak inklusive Umverpackung in den Schredder zu schieben. In der Abbildung sieht man ein schönes Beispiel, bei dem das Logo auf dem Schnipsel zeigt, dass die Kontamination nicht schon im Anbaugebiet stattfand, sondern erst nachdem der Tabak in der Hand des Zigarettenherstellers Reemtsma war.
Also, liebe Raucher, wenn Eure Zigaretten ab und zu mal seltsam schmecken, dann ist das keine Einbildung, sondern eine Folge der Schlamperei der Hersteller. Und, liebe Kiffer, keine Joints im Dunkeln bauen!
Wir Raucher dürfen uns aber nicht ernsthaft über die daraus resultierende Gesundheitsgefährdung beschweren. Uns wird ja sofort vorgehalten, dass wir schließlich ein Nervengift inhalieren und dass ein bisschen Papier und Druckfarbe doch keinen großen Unterschied mehr machen können. Hey, es steht doch sogar auf der Packung, dass man daran sterben wird. Aber stellen wir uns mal vor, ein großer Zuckerhersteller würde sein Produkt mit Fäkalien verunreinigen... das Geschrei wäre groß, obwohl Zucker auch pur großen Schaden anrichtet.
Dass es nicht unmöglich ist, den Tabak vor solchen Verunreinigungen zu bewahren, beweisen die Hersteller übrigens erfolgreich bei der Verarbeitung von Drehtabaken. In meinem Van Nelle hab ich jedenfalls noch nie Packband entdeckt. Ich verzichte jetzt einfach mal auf Reemtsma-Produkte (lt. Firmenwebsite u.a. »West, Drum, Davidoff, Peter Stuyvesant, R1, Rizla, JPS und Cabinet«), der Konzern ist mir in diesem Zusammenhang vor ein paar Jahren schon mal sehr übel aufgefallen (Klebeband in fast jedem Stick eines Päckchens).
Zur Info für Reemtsma: Die eingestanzte Chargennummer auf der Packungsunterseite lautet 582F321.
(Seite 1 von 4, insgesamt 18 Einträge)
nächste Seite
