Anno 1404 erscheint offiziell erst nächste Woche, aber dank des Kopierschutzes TAGÈS, der eine Online-Aktivierung erzwingt und nur eine begrenzte Zahl von Installationsversuchen erlaubt, kassiert das Spiel auf Amazon schon vorab so viele schlechte Wertungen, dass es inzwischen auf anderthalb Sterne gefallen ist.
Andere Spiele, die aus ähnlichen Gründen schlecht bewertet wurden, haben sich davon übrigens nicht erholt: Spore und GTA IV müssen viele Monate nach dem Verkaufsstart immer noch mit zweieinhalb Sternen auskommen; zum Vergleich: die Konsolenversionen von GTA IV haben jeweils vier Sterne, bei der PC-Version von Sims 3 verzichtete Electronic Arts nach Protesten der Sims-Community auf die Online-Aktivierung und wurde dafür mit vier Sternen belohnt.
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Ubisoft von Amazon-Kunden für Kopierschutz abgestraft
Samstag, 10. Januar 2009
Videoload sagt: HD wird nicht "der Renner"
Ich finde VDSL spannend, schon wegen des dicken Upstreams. VDSL gibt’s nur zusammen mit einem »Entertain«-Paket und einem Festplattenrecorder. Wenn ich mir sowas schon neben den Fernseher stelle, würde ich eventuell auch gerne eine bequeme Videoplattform nutzen — »kaufen« würde ich da natürlich nichts, ist ja alles DRM-verkrüppelt, aber einen Film für kleines Geld (ein paar Euro) für 24h zu mieten, wär ja durchaus eine Alternative zu einer »normalen« Videothek, zumal wir keine brauchbare Videothek vor der Tür haben, sondern immer (zweimal) durch halb Dortmund fahren müssen.
Also hab ich mal bei »Videoload«, der virtuellen Videothek der Telekom, rumgeklickt und dann beim Support angerufen:
Der Videoload-Supporter begründete das damit, dass »die Mehrzahl unserer Kunden« weder über VDSL noch über ausreichend dimensionierte Hardware zum Abspielen von HD-Content verfüge. Ein Teufelskreis! Die Kunden können HD nicht abspielen, deshalb wird kaum HD-Content angeboten, und deshalb wollen die Kunden auch kein »Entertain«, mit dem sie HD abspielen könnten.
Da die Telekom sowohl der einzige VDSL-Anbieter als auch Betreiber von Videoload ist, wäre es ein leichtes, aus diesem Teufelskreis auszubrechen: mehr HD-Content macht auch VDSL interessanter. Aber vermutlich ist man in Bonn zu sehr damit beschäftigt, rumzuschnüffeln, wer rumgeschnüffelt hat. (© hotshelf)
Die machen es einem echt nicht leicht, die Augenklappe abzulegen. Arrrr!
Also hab ich mal bei »Videoload«, der virtuellen Videothek der Telekom, rumgeklickt und dann beim Support angerufen:
Ich: »Ich hab bei Durchsicht Ihres Angebots festgestellt, dass von den ca. 140 HD-Filmen, die Sie anbieten, drei aus 2007 sind, alles andere ist älter. In der Top10-Liste der Filme in Standardauflösung sind aber schon sieben Filme aus 2008. Was können wir da denn in Punkto HD für die Zukunft erwarten?«
Videoload: »Da brauchen Sie nichts mehr zu erwarten, HD wird nicht ‘der Renner’ werden.«
Der Videoload-Supporter begründete das damit, dass »die Mehrzahl unserer Kunden« weder über VDSL noch über ausreichend dimensionierte Hardware zum Abspielen von HD-Content verfüge. Ein Teufelskreis! Die Kunden können HD nicht abspielen, deshalb wird kaum HD-Content angeboten, und deshalb wollen die Kunden auch kein »Entertain«, mit dem sie HD abspielen könnten.
Da die Telekom sowohl der einzige VDSL-Anbieter als auch Betreiber von Videoload ist, wäre es ein leichtes, aus diesem Teufelskreis auszubrechen: mehr HD-Content macht auch VDSL interessanter. Aber vermutlich ist man in Bonn zu sehr damit beschäftigt, rumzuschnüffeln, wer rumgeschnüffelt hat. (© hotshelf)
Die machen es einem echt nicht leicht, die Augenklappe abzulegen. Arrrr!
Geschrieben von Marc
in Kabelfreak, Medienjunkie
um
21:36
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Tags für diesen Artikel: Connectivity, Dehemm, DRM, FAIL, Filme, proprietäre Dateiformate, T-Home, Videodiskrecording
Mittwoch, 3. Dezember 2008
GTA IV (PC) zum Abschuss freigegeben
Zum Vergleich hier Screenshots der Amazon-Kundenwertungen von Spore und GTA IV:
Spore (4Players-Wertung: 80%):

GTA IV für PC (4Players-Wertung: 94% für die Konsolen-Versionen):

Natürlich sind die ungnädigen Wertungen einzig der mangelnden Spieltiefe (Spore) und den technischen Unzulänglichkeiten (GTA IV) geschuldet. Paranoide, aber nichtsdestotrotz wirkungslose Schutzmaßnahmen wie SecuROM, Online-Aktivierung und permanente Überwachung der Spielgewohnheiten (auch von Single-Playern) haben damit nichts zu tun — sowas stört nach verlässlichen Auswertungen derKopierschutzhersteller Spieleindustrie nur 0,000002% der Konsumschafe. Die Hälfte der Leute, die bei Amazon Minimalwertungen vergeben, sind Raubkopierer und die andere Hälfte ist einfach zu doof, um zu verstehen, wie das Wertungssystem von Amazon funktioniert — das hat der Zahnpastaverkäufer von EA ja letztens schon geklärt.
Nachtrag, 16. Dezember 2008: Inzwischen haben bei amazon.de 467 Kunden eine Bewertung für die PC-Version von GTA IV abgegeben, davon vergaben 312 die schlechteste Wertung. Der Wertungsdurchschnitt bleibt stabil bei zwei von fünf Sternen. Das ist Macht des »aufgebrachten Mobs«.
Meine Stimme bei der 4P-Leserwahl zum Spiel des Jahres 2008 musste ich übrigens für MGS4 abgeben, den interaktiven Film über den alternden Snake. Ich hab zwar deutlich mehr Zeit in Liberty City verbracht, aber bei allem Spaß, den ich dabei hatte, bin ich mit Niko Bellic nicht warm geworden. Mein liebster GTA-Protagonist bleibt weiterhin Tommy Vercetti aus Vice City.
LittleBigPlanet wäre vielleicht auch eine Überlegung wert gewesen, wenn der Online-Modus nicht schlichtweg kaputt wäre. Es ist die absolute Ausnahme, dass man mal mehrere Level am Stück mit einem Mitspieler durchzocken kann, ohne dass man die hässliche »Network error«-Meldung sieht. Die vier Sackmännchen, die man in den Trailern von LBP ständig gemeinsam durch die Level laufen sieht, sind ein Mythos (bzw. nur lokal mit mehreren Spielern vor einer gemeinsamen PS3 vorstellbar). Im echten Leben laggt das Gameplay massiv, sobald ein dritter Spieler dazustößt. Da hat Sony, wie bei Home, versagt.
Ah, Home. Ich kann mir nicht verkneifen, mich darüber auszukotzen. Bei Home verschleiert man die totale Fehleinschätzung der Leistungsfähigkeit des Dienstes als Beta- und Lasttest — was soll das denn für ein Lasttest sein, wenn man als Nutzer tagelang bei jedem Versuch, einen Blick auf Home zu werfen, ein Timeout vom Loginserver (»C-931«) bekommt? Wenn man dann mal reinkommt, stellt man beim Durchrennen durch alle verfügbaren Bereiche — der Dienst ist sehr überschaubar — fest, dass höchstens ein paar Hundert Nutzer gleichzeitig online sind — und das sieht im Home für US-Nutzer nicht anders aus (und der Dienst scheint, abgesehen von den unterschiedlichen Regionen, nichtinstanziert instantiiert in Instanzen aufgeteilt zu sein). Das scheinen mir eher peinliche Nutzerzahlen zu sein.
Sony kackt übrigens mal wieder (aus großer Höhe) auf die europäischen User und ignoriert unsere besonderen Verhältnisse: Im US-Home verständigt man sich ganz überwiegend in etwas, was man wohlwollend als »Englisch« bezeichnen könnte. Ich vermute im japanischen Home spricht man hauptsächlich Japanisch. Wir Europäer landen, anscheinend zusammen mit den südamerikanischen PS3-Besitzern, in einem Home, in dem eine Sprachverwirrung babylonischen Ausmaßes herrscht. Beim Durchrennen hab ich Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch gelesen — und eine unbestimmte Anzahl weiterer Sprachen, die ich nicht zuordnen konnte. Das wird sicher erst so richtig spaßig, wenn alle rein kommen, die rein wollen.
Wäre es bei einem Dienst, der Spieler aus der ganzen Welt zusammenbringen soll, nicht angesagt, auf die regionale Aufteilung zu scheißen und die jeweilige Home-Instanz basierend auf der Spracheinstellung der PS3 auszuwählen? Wer seine PS3 auf Suaheli eingestellt hat, will in Home vermutlich bevorzugt andere Suahelisprachige treffen, unabhängig davon, wo die gerade wohnen. Dagegen spricht aus Sicht von Sony natürlich, dass die Home-Kunden dann schlechter an die potenziellen Werbekunden vermarktet werden könnten. Was anderes ist Home ja nicht: ein mit Reklame vollgekleisterter Avatar-Chat, in dem sogar die Avatare aussehen, als wären sie gerade einem Werbespot entstiegen.
Spore (4Players-Wertung: 80%):

Amazon-Kundenrezensionen zu Spore
GTA IV für PC (4Players-Wertung: 94% für die Konsolen-Versionen):

Amazon-Kundenrezensionen zu GTA IV
Natürlich sind die ungnädigen Wertungen einzig der mangelnden Spieltiefe (Spore) und den technischen Unzulänglichkeiten (GTA IV) geschuldet. Paranoide, aber nichtsdestotrotz wirkungslose Schutzmaßnahmen wie SecuROM, Online-Aktivierung und permanente Überwachung der Spielgewohnheiten (auch von Single-Playern) haben damit nichts zu tun — sowas stört nach verlässlichen Auswertungen der
Nachtrag, 16. Dezember 2008: Inzwischen haben bei amazon.de 467 Kunden eine Bewertung für die PC-Version von GTA IV abgegeben, davon vergaben 312 die schlechteste Wertung. Der Wertungsdurchschnitt bleibt stabil bei zwei von fünf Sternen. Das ist Macht des »aufgebrachten Mobs«.
Meine Stimme bei der 4P-Leserwahl zum Spiel des Jahres 2008 musste ich übrigens für MGS4 abgeben, den interaktiven Film über den alternden Snake. Ich hab zwar deutlich mehr Zeit in Liberty City verbracht, aber bei allem Spaß, den ich dabei hatte, bin ich mit Niko Bellic nicht warm geworden. Mein liebster GTA-Protagonist bleibt weiterhin Tommy Vercetti aus Vice City.
LittleBigPlanet wäre vielleicht auch eine Überlegung wert gewesen, wenn der Online-Modus nicht schlichtweg kaputt wäre. Es ist die absolute Ausnahme, dass man mal mehrere Level am Stück mit einem Mitspieler durchzocken kann, ohne dass man die hässliche »Network error«-Meldung sieht. Die vier Sackmännchen, die man in den Trailern von LBP ständig gemeinsam durch die Level laufen sieht, sind ein Mythos (bzw. nur lokal mit mehreren Spielern vor einer gemeinsamen PS3 vorstellbar). Im echten Leben laggt das Gameplay massiv, sobald ein dritter Spieler dazustößt. Da hat Sony, wie bei Home, versagt.
Ah, Home. Ich kann mir nicht verkneifen, mich darüber auszukotzen. Bei Home verschleiert man die totale Fehleinschätzung der Leistungsfähigkeit des Dienstes als Beta- und Lasttest — was soll das denn für ein Lasttest sein, wenn man als Nutzer tagelang bei jedem Versuch, einen Blick auf Home zu werfen, ein Timeout vom Loginserver (»C-931«) bekommt? Wenn man dann mal reinkommt, stellt man beim Durchrennen durch alle verfügbaren Bereiche — der Dienst ist sehr überschaubar — fest, dass höchstens ein paar Hundert Nutzer gleichzeitig online sind — und das sieht im Home für US-Nutzer nicht anders aus (und der Dienst scheint, abgesehen von den unterschiedlichen Regionen, nicht
Sony kackt übrigens mal wieder (aus großer Höhe) auf die europäischen User und ignoriert unsere besonderen Verhältnisse: Im US-Home verständigt man sich ganz überwiegend in etwas, was man wohlwollend als »Englisch« bezeichnen könnte. Ich vermute im japanischen Home spricht man hauptsächlich Japanisch. Wir Europäer landen, anscheinend zusammen mit den südamerikanischen PS3-Besitzern, in einem Home, in dem eine Sprachverwirrung babylonischen Ausmaßes herrscht. Beim Durchrennen hab ich Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch gelesen — und eine unbestimmte Anzahl weiterer Sprachen, die ich nicht zuordnen konnte. Das wird sicher erst so richtig spaßig, wenn alle rein kommen, die rein wollen.
Wäre es bei einem Dienst, der Spieler aus der ganzen Welt zusammenbringen soll, nicht angesagt, auf die regionale Aufteilung zu scheißen und die jeweilige Home-Instanz basierend auf der Spracheinstellung der PS3 auszuwählen? Wer seine PS3 auf Suaheli eingestellt hat, will in Home vermutlich bevorzugt andere Suahelisprachige treffen, unabhängig davon, wo die gerade wohnen. Dagegen spricht aus Sicht von Sony natürlich, dass die Home-Kunden dann schlechter an die potenziellen Werbekunden vermarktet werden könnten. Was anderes ist Home ja nicht: ein mit Reklame vollgekleisterter Avatar-Chat, in dem sogar die Avatare aussehen, als wären sie gerade einem Werbespot entstiegen.
Geschrieben von Marc
in Spielkind
um
18:19
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Tags für diesen Artikel: DRM, FAIL, Gaming, GTA, Konsumverweigerung, Kopierschutz, Playstation, Spore, Wintendo
Dienstag, 21. Oktober 2008
EA-CEO behauptet "Wer nicht raubkopiert, ist doof"
Ich hab mich mit einem Eintrag hier im Blog und mit einer Bewertung bei Amazon am Protest gegen das kranke und überzogene DRM von Spore beteiligt. Jetzt erklärt mir John Riccitiello, CEO von EA, bei 4Players:
Ich bin also entweder ein Raubkopierer — oder ich bin blöd.
Ich bin Herrn Riccitiello sehr dankbar dafür, dass er nicht mit seiner Meinung hinterm Berg hält. Ich gehe übrigens davon aus, dass die Hälfte der Manager von Spielepublishern, die ständig neue Kopierschutz- und DRM-Verfahren einsetzen, geldgeile Arschlöcher sind, die eine Reinkarnation als Kakerlake anstreben, und die andere Hälfte einfach nicht verstanden hat, dass sie durch Kopierschutzschikanen einzig ihre zahlenden Kunden vor den Kopf stoßen, ohne die Raubkopierer damit zu treffen.
Herr Riccitiello lässt leider offen, welches Interesse Raubkopierer überhaupt daran haben sollten, an einer Anti-DRM-Kampagne teilzunehmen — dank Reloaded und anderen Releasegruppen sind sie von dieser Schikane ja gar nicht betroffen. Aber wie soll ein seelenloser Schlipsträger, dem es scheißegal ist, ob er gerade Bleichmittel, Cola, Zahnpasta oder Computerspiele vermarktet, das nachvollziehen können?
Ich werde jedenfalls keinen Grund mehr haben, mich über EA-DRM-Schikanen zu beklagen: Spore wurde überraschend schnell langweilig, gegen die fehlende Spieltiefe helfen aus meiner Sicht auch ein paar zusätzliche Bausteine für die Editoren nicht, und für zukünftige EA-Produkte gibt’s ja auch DRM-freie Lieferanten.
Ich bin doch nicht blöd.
Nachtrag, 30. Oktober 2008: Harzzach weist darauf hin, welche unerwarteten Folgen das EA-DRM haben kann, wenn man im EA-Forum Dampf ablässt (oder sich so missverständlich ausdrückt, dass ein Moderator das Gefühl bekommt, man habe Dampf abgelassen).
Nachtrag, 2. November 2008: Passend dazu der SonntagsCartoon auf UserFriendly.
Ich gehe davon aus, dass die Hälfte der Leute Raubkopierer waren, die andere Hälfte waren Leute, die in etwas reingezogen wurden, das sie nicht verstanden.
Ich bin also entweder ein Raubkopierer — oder ich bin blöd.
Ich bin Herrn Riccitiello sehr dankbar dafür, dass er nicht mit seiner Meinung hinterm Berg hält. Ich gehe übrigens davon aus, dass die Hälfte der Manager von Spielepublishern, die ständig neue Kopierschutz- und DRM-Verfahren einsetzen, geldgeile Arschlöcher sind, die eine Reinkarnation als Kakerlake anstreben, und die andere Hälfte einfach nicht verstanden hat, dass sie durch Kopierschutzschikanen einzig ihre zahlenden Kunden vor den Kopf stoßen, ohne die Raubkopierer damit zu treffen.
Herr Riccitiello lässt leider offen, welches Interesse Raubkopierer überhaupt daran haben sollten, an einer Anti-DRM-Kampagne teilzunehmen — dank Reloaded und anderen Releasegruppen sind sie von dieser Schikane ja gar nicht betroffen. Aber wie soll ein seelenloser Schlipsträger, dem es scheißegal ist, ob er gerade Bleichmittel, Cola, Zahnpasta oder Computerspiele vermarktet, das nachvollziehen können?
Ich werde jedenfalls keinen Grund mehr haben, mich über EA-DRM-Schikanen zu beklagen: Spore wurde überraschend schnell langweilig, gegen die fehlende Spieltiefe helfen aus meiner Sicht auch ein paar zusätzliche Bausteine für die Editoren nicht, und für zukünftige EA-Produkte gibt’s ja auch DRM-freie Lieferanten.
Ich bin doch nicht blöd.
Nachtrag, 2. November 2008: Passend dazu der SonntagsCartoon auf UserFriendly.
Donnerstag, 3. Januar 2008
Propaganda der iPod Liberation Front
Neuigkeiten aus roothausen:
Ich stand kürzlich vor einem ähnlichen Problem: mein Rio Karma stellte den Dienst ein. Ich hab mich aber nach etwas Recherche widerwillig für einen iPod entschieden, weil die Hardware etabliert ist (sprich: für alle möglichen Probleme gibt es Lösungen) und weil es eine reichhaltige Auswahl an maßgeschneidertem Zubehör gibt.
Dank Rockbox, einem freien (GPL) Betriebssystem für MP3-Player, spielt mein iPod auch Ogg-Dateien (und ein Dutzend anderer Audioformate) und verhält sich, unabhängig von dem Betriebssystem, an das er rangestöpselt wird, wie ein stinknormaler USB-Massenspeicher. Spiele (z.B. DooM) und Videos laufen darauf natürlich auch, aber nicht ohne dass die Akkulaufzeit auf einen Bruchteil schrumpft…
DRM ist für meinen Rockbox-iPod übrigens ein Fremdwort und zu Windows und zur iTunes-Software hatte das Gerät genau einmal Kontakt, nämlich zum initialen Formatieren der Festplatte.
Weitere Rockbox-Features: Bookmarks, Gapless Playback, 5-Band-Equalizer, Audio-Ausgabe der Menüs (für Sehbehinderte), Themes, Sleep Timer, Regelung der Abspielgeschwindigkeit (für besonders langsam vorgetragene Hörbücher)… und natürlich ist jedes Detail konfigurierbar (sprich: es gibt keine Marketingabteilung, die eine idiotensichere One-Size-Fits-All-Minimalkonfiguration durchsetzt, die dann im Endeffekt für keinen der Nutzer so richtig passt).
Freie Software ist halt schon was feines.
Also, liebe iPod-Fraktion, werft Eure Player nicht einfach weg, sondern befreit sie lieber von ihrem proprietären Sklavendasein.
(Dies war ursprünglich ein Kommentar auf roothausen, der aber wohl wegen seiner Länge in der Moderationsschleife gelandet ist. Für solche Späße bin ich viel zu ungeduldig.)
Leider hat nun mein komplettes bisheriges Audio-Setup fuer unterwegs den Geist aufgegeben. [...] also habe ich mir nun nach Weihnachten einen neuen Player gegoennt [...]
Der neue sollte mindestens das koennen was der alte auch konnte:
• Abspielen von mp3 und ogg-vorbis
• Reibungslose Zusammenarbeit mit GNU/Linux
• Datentransfer ohne zusaetzliche Software (also per USB-Storage)
Zudem sollte der neue eine lange Akkulaufzeit und eine Bookmarkfunktion fuer Podcasts vorweisen. Das waren unter anderem Dinge, die mir bisher gefehlt haben.
Nur mal als Anmerkung fuer die iPod-Fraktion: Ein iPod wuerde keine meiner Mindestvorraussetzungen erfuellen und waere somit unbrauchbar.
Ich stand kürzlich vor einem ähnlichen Problem: mein Rio Karma stellte den Dienst ein. Ich hab mich aber nach etwas Recherche widerwillig für einen iPod entschieden, weil die Hardware etabliert ist (sprich: für alle möglichen Probleme gibt es Lösungen) und weil es eine reichhaltige Auswahl an maßgeschneidertem Zubehör gibt.
Dank Rockbox, einem freien (GPL) Betriebssystem für MP3-Player, spielt mein iPod auch Ogg-Dateien (und ein Dutzend anderer Audioformate) und verhält sich, unabhängig von dem Betriebssystem, an das er rangestöpselt wird, wie ein stinknormaler USB-Massenspeicher. Spiele (z.B. DooM) und Videos laufen darauf natürlich auch, aber nicht ohne dass die Akkulaufzeit auf einen Bruchteil schrumpft…
DRM ist für meinen Rockbox-iPod übrigens ein Fremdwort und zu Windows und zur iTunes-Software hatte das Gerät genau einmal Kontakt, nämlich zum initialen Formatieren der Festplatte.
Weitere Rockbox-Features: Bookmarks, Gapless Playback, 5-Band-Equalizer, Audio-Ausgabe der Menüs (für Sehbehinderte), Themes, Sleep Timer, Regelung der Abspielgeschwindigkeit (für besonders langsam vorgetragene Hörbücher)… und natürlich ist jedes Detail konfigurierbar (sprich: es gibt keine Marketingabteilung, die eine idiotensichere One-Size-Fits-All-Minimalkonfiguration durchsetzt, die dann im Endeffekt für keinen der Nutzer so richtig passt).
Freie Software ist halt schon was feines.
Also, liebe iPod-Fraktion, werft Eure Player nicht einfach weg, sondern befreit sie lieber von ihrem proprietären Sklavendasein.
(Dies war ursprünglich ein Kommentar auf roothausen, der aber wohl wegen seiner Länge in der Moderationsschleife gelandet ist. Für solche Späße bin ich viel zu ungeduldig.)
Geschrieben von Marc
in Kabelfreak, Medienjunkie, Spielkind
um
13:48
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