Ein Kollege hatte mir ein interessantes Angebot weitergeleitet: ein kleiner Netgear-GE-Switch zu einem, dank mitgeliefertem Gutschein-Code, sehr attraktiven Preis. Ich hab bestellt.
Am folgenden Tag bekam ich eine Mail, die mich — ohne jede Erläuterung — darüber informierte, dass die Gutschrift storniert worden sei.
Ich hab meine Bestellung dann natürlich komplett storniert. Mein gleichzeitig geäußerter Wunsch, dass meine Adressdaten aus den Datenbanken des Lieferanten gelöscht werden sollen, wurde ignoriert. Meinen Account im Webshop könne ich selbst »deaktivieren«, wurde mir geantwortet. Ich hab daraufhin auf §35 BDSG verwiesen: schließlich ist offensichtlich kein Kaufvertrag zustande gekommen, sonst hätte der Lieferant die Bestellung ja nicht nachträglich und einseitig zu seinen Gunsten ändern können. Es gibt also keinen Grund, warum die Firma weiterhin über meine Daten verfügen können sollte, weder im Webshop noch in der Fibu. Genügt der Hinweis auf das Bundesdatenschutzgesetz noch nicht, werde ich in Erwägung ziehen, mich an meinen Datenschutzbeauftragten zu wenden.
Nur mal so als Hinweis… hätte die Stornierung der Gutschrift eine erläuternde, entschuldigende Formulierung enthalten, sowas wie »Wir bitten um Verständnis, dass uns ein technischer Fehler unterlaufen ist, als wir den Gutschein angekommen haben«, wäre alles gut gewesen. Der Grundpreis des Switches wäre immer noch attraktiv genug gewesen um die Bestellung aufrecht zu erhalten. Aber so eine schlechte Kundenkommunikation kann ich aus prinzipiellen Erwägungen nicht mit Umsatz belohnen. Im Gegenteil, ich werde alles daran setzen, dass die Kommunikation mit mir den Lieferanten mehr als die €3,99 kostet, mit denen er mich ursprünglich auf www.¢¥b€rport.de gelockt hatte.
Mittwoch, 25. August 2010
Wie man in den Wald hinein ruft...
Freitag, 20. August 2010
Der Stromausfall
Am Mittwoch morgen fiel bei mir zum dritten Mal in diesem Jahr der Strom aus. Mal wieder für über eine Stunde. Diesmal hab ich mir erlaubt, bei meinem regionalen Stromanbieter, den Dortmunder Stadtwerken, nachzufragen, was Sache ist:
Die Antwort kam schon am nächsten Tag:
Ich konnte mir nicht verkneifen, hierauf zu antworten:
Ich könnte wetten, dass ich hierauf keine Antwort mehr bekommen werde. Falls doch, werde ich die gerne hier nachtragen.
Nachtrag, 27. August 2010: Es kam noch eine Antwort, aber das war nur ein bedeutungsloser Marketingspruch.
Schönen guten Tag,
ich wohne seit einigen, wenigen Jahren in $ortsteil in $strasse.
Heute morgen, so zwischen 4:30 und 6:30, ist in $ortsteil für ein bis zwei Stunden der Strom ausgefallen. Das war das zweite Mal binnen relativ kurzer Zeit.
Aus meinem eigenen Arbeitsumfeld weiß ich, dass — wegen der halbwegs konsequent totgeschwiegenen, aber dennoch real existierenden Weltwirtschaftskrise 2.0 — in vielen Firmen ein Sparzwang ausgerufen wurde.
Wurde für die Dortmunder Stadtwerke auch das große Sparen angesagt?
Und, wenn ja, gibt’s einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Sparen und den Stromausfällen? (Und wenn es so wäre, dürften Sie daszugebeneinräumen?)
Bitte verstehen Sie meine Anfrage nicht falsch:
- mir ist kein wirtschaftlicher Schaden durch den Stromausfall entstanden;
- ich bin nicht mal Stromkunde bei Ihnen, sondern bei Lichtblick, weil ich sichergehen will, dass ich nicht für Atomstrom zahle und dass ein Konzern wie RWE so wenig wie möglich an mir verdient, und ich nicht sicher bin, ob das bei DEW21-Strom der Fall wäre;
- ich bin total glücklich mit den restlichen Dienstleistungen von DEW21, ich bin insbesondere begeistert von der Wasserqualität (derart begeistert, dass ich inzwischen kein Wasser und keine Säfte mehr aus dem Laden nach Hause schleppe, sondern Saft-Konzentrat mit Leitungswasser verdünne).
Ich bin bloß neugierig und frage mich, ob es Zeit wird, mir für mein kleines, privates Heimrechenzentrum eine USV anzuschaffen, damit die Rechner wenigstens Zeit haben, sauber runterzufahren.
Mit freundlichem Gruß,
$name, $ortsteil
Die Antwort kam schon am nächsten Tag:
Sehr geehrter Herr $name,
zunächst einmal vielen Dank für Ihre Email.
In der Tat hatte DEW21 am 18.08.10 gegen 05:00 Uhr eine Mittelspannungsstörung (Netzfehler) die zum Stromausfall geführt hat. Desweiteren können Sie möglicherweise auch 02.08.10 von einer Stromstörung betroffen gewesen sein. Hierfür möchten wir uns natürlich entschuldigen.
Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass Störungen im Stromnetz nicht mit einem weltwirtschaftlichen Sparzwang zusammen hängen. Selbstverständlich ist DEW21 bemüht kostengünstig zu arbeiten und zu wirtschaften, dies geht aber auf keinen Fall zu Lasten der Versorgungssicherheit unserer Kunden. Als Beispiel kann ich Ihnen mitteilen, dass der bundesweite Durchschnitt im Bereich »Stromausfall« bei 17 Minuten pro Einwohner pro Jahr liegt, bei DEW21 sind es lediglich sechs Minuten.
Ein für den Bereich Strom zuständiger Kollege hat mir gerade mitgeteilt, dass eine USV bei Rechnern mit wichtigen Daten immer eine gute Lösung darstellt. Unsere Versorgungsqualität liefert allerdings keinen Grund sich eine solche anzuschaffen.
Wir freuen uns, dass unser Wasser Ihnen so gut schmeckt und Sie mit DEW21 zufrieden sind. Bei Interesse, da Sie ja Lichtblickkunde sind, schauen Sie sich gerne unter www.dew21.de unsere zertifizierten Grünstromprodukte an.
Mit freundlichen Grüßen
i.A. Dr. $dew21_name
Unternehmenskommunikation
Ich konnte mir nicht verkneifen, hierauf zu antworten:
Sehr geehrte Frau Dr. $dew21_name,
vielen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort auf meine Mail vom Mittwoch.
Sie schreiben:
Als Beispiel kann ich Ihnen mitteilen, dass der bundesweite Durchschnitt im Bereich »Stromausfall« bei 17 Minuten pro Einwohner pro Jahr liegt, bei DEW21 sind es lediglich sechs Minuten.
Das ist beruhigend zu hören, das bedeutet ja, dass ich — rein statistisch gesehen — mindestens für die nächsten zehn Jahre nicht mehr mit Stromausfällen rechnen muss. Richtig?
Wir freuen uns, dass unser Wasser Ihnen so gut schmeckt und Sie mit DEW21 zufrieden sind. Bei Interesse, da Sie ja Lichtblickkunde sind, schauen Sie sich gerne unter www.dew21.de unsere zertifizierten
Grünstromprodukte an.
Ich würde nur allzu gerne auf dieses Angebot eingehen, weil ich kommunale oder regionale Lieferanten immer vorziehe, wenn mir die Wahl bleibt.
Ich verfüge leider nicht über Fachwissen in diesem Bereich, mir ist lediglich bekannt, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, herkömmlichen Strom »grünzurechnen« — $eine_firma verkauft z.B. Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken oder so, auf dem tolle, grünliche Labels pappen, der aber unterm Strich wirklich gar nix dazu beiträgt, die Energieversorgung in Deutschland in die (in meinen Augen) richtige Richtung zu bewegen.
Es fehlt mir also einfach die Möglichkeit, einzuschätzen, ob ich durch einen Wechsel zu DEW21 tatsächlich »etwas Gutes tue«, oder ob ich da nur auf Marketingaugenwischerei reinfalle und schlussendlich mehr von meinem Geld bei RWE landet, um dort für Propagandakampagnen für Atom- und Kohlestrom oder dieBestechBeeinflussung von politischen Entscheidungsträgern eingesetzt zu werden.
Dass DEW21 intensivst mit RWE zusammenarbeitet, erweist sich ja schon bei einer einfachen Google-Suche nach »RWE DEW21«. Da erfährt man dann, dass die Hälfte von DEW21 der RWE gehört.
Netter Versuch!
Nix für ungut,
--
$name, $ortsteil
Ich könnte wetten, dass ich hierauf keine Antwort mehr bekommen werde. Falls doch, werde ich die gerne hier nachtragen.
Nachtrag, 27. August 2010: Es kam noch eine Antwort, aber das war nur ein bedeutungsloser Marketingspruch.
Geschrieben von Marc
in Kabelfreak, Schwarzseher
um
15:11
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Mittwoch, 11. August 2010
Contra Pro Netzneutralität
Ich wurde eben aufgefordert, mich als Unterzeichner bei einer Aktion »Pro Netzneutralität« zu beteiligen. Ich hab mich spontan dagegen entschieden:
Wenn die Aktion nicht im Sand verläuft, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit von der SPD oder rot-grün instrumentalisiert. Dafür geb ich mich nicht her.
Statt dessen stimme ich »mit den Füßen« ab und bereite ich mich gerade darauf vor, meine Brücken Richtung Evil Google abzubrechen. Den Google Reader bin ich schon so gut wie los, ich muss noch eine Mailadresse umziehen und die YouTube-Abos auf RSS umstellen, dann kann ich meinen Account löschen. Vielleicht bin ich ja nicht der einzige.
(Es ist halt viel einfacher, einfach irgendwo per Klick zu unterschreiben, statt auf die Google Adsense-Einnahmen zu verzichten, gell?)
Nachtrag, 12. August 2010: Namen, mit denen man sich schmücken will, werden übrigens nachträglich zu Erstzeichnern umsortiert.
Nachtrag, 14. August 2010: Fefe zum Thema. Danke.
- Die Site hat einen Facebook-»Like«-Button. Das war ein erstes Indiz, dass sie nicht von den üblichen Netzpolitik-Verdächtigen stammt, die würden nämlich vermutlich nicht ohne Not jeden Zugriff auf die Seite an einen US-Konzern melden.
- Die Silbe »PRO« ist für mich für die nächsten Jahre verbrannt, dank »PRO NRW«.
- Die Adresse des Verantwortlichen im Impressum ist das Willy-Brandt-Haus. Die SPD kriegt von mir nicht mal einen feuchten Händedruck, geschweige denn meine virtuelle oder reale Unterschrift. Ich darf mal kurz daran erinnern, welche Netzpolitik die SPD betrieben hat, als sie Gelegenheit dazu hatte, z.B. die Netzsperren in Nordrhein-Westfalen (erfolgreich) und im Bund (noch nicht erfolgreich) oder die Vorratsdatenspeicherung (für die, Franktionszwang sei Dank, sogar mehrere SPD-MdB gestimmt haben, die davon ausgingen, dass das Gesetz verfassungswidrig ist).
Und nicht zuletzt das geradezu unanständige Astroturfing während der Gauck-Kampagne — das hat mich richtig angekotzt und das ist erst ein paar Wochen her. Natürlich gibt es zwischen der Gauck-Kampagne und dieser neuen Kampagne auch wieder personelle Überschneidungen. - Der Verantwortliche selbst möchte gern in den Bundestag, er tritt für die SPD in Berlin im Bezirk Prenzlauer Berg an. Der hat jedes bisschen Aufmerksamkeit bitter nötig, er lag da 2009 nämlich nur auf Platz 3, weit hinter Christian Ströbele, dem einzigen Grünen, dem ich meine Stimme theoretisch anzuvertrauen bereit wäre. Sogar die Kandidatin der Linken hatte mehr Wähler.
Wenn die Aktion nicht im Sand verläuft, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit von der SPD oder rot-grün instrumentalisiert. Dafür geb ich mich nicht her.
Statt dessen stimme ich »mit den Füßen« ab und bereite ich mich gerade darauf vor, meine Brücken Richtung Evil Google abzubrechen. Den Google Reader bin ich schon so gut wie los, ich muss noch eine Mailadresse umziehen und die YouTube-Abos auf RSS umstellen, dann kann ich meinen Account löschen. Vielleicht bin ich ja nicht der einzige.
(Es ist halt viel einfacher, einfach irgendwo per Klick zu unterschreiben, statt auf die Google Adsense-Einnahmen zu verzichten, gell?)
Nachtrag, 12. August 2010: Namen, mit denen man sich schmücken will, werden übrigens nachträglich zu Erstzeichnern umsortiert.
Nachtrag, 14. August 2010: Fefe zum Thema. Danke.
Sonntag, 1. August 2010
Brain dump: Fotos gucken
Mein Opa war Hobbyfotograf, seine Diasammlung war legendär und die damit bestrittenen Diaabende auch. Ich hab gerade mal überlegt, welche technischen Alternativen mir zur Verfügung stehen, was ich so mit meinen Fotos anstellen kann, um »innocent bystanders« damit zu beglücken…
Die beste Diashow-Funktion hat die PS3, die liefert wenigstens ein bisschen Eyecandy; der Fernseher kriegt gerade mal ein lahmes Überblenden hin, der Conceptronic-Player nicht mal das. Wenn ich jetzt bloß so schöne Bilder knipsen würde wie mein Opa…
Nachtrag, 2. August 2010: Das mit dem Picasa-Film geht auch unter Windows nur in der Theorie. In der Praxis funktionierte das bei mir nur mit Einschränkungen und in einer lachhaften Auflösung. 720p oder gar 1080p kann man total vergessen: die resultierenden Dateien lassen sich weder problemlos abspielen noch in irgendwas konvertieren, was sich problemlos abspielen lässt.
- Ich kann die CF-Karte aus der Kamera in den Fernseher stecken und die Bilder ohne Umwege da betrachten.
- Normalerweise importiere ich die Fotos aber erst mal mit Picasa und packe sie auf den Fileserver. Dann kann ich schon mal auf allen Kisten per Samba, auf einigen per NFS darauf zugreifen. Fernseher, Playstation, der Conceptronic-Streaming-Client und der Windows Mediaplayer bekommen sie außerdem dank MediaTomb per UPnP/DLNA. Und die Squeezebox kriegt die gleichen Fotos von ihrem eigenen Sqeezebox-Server serviert. Leider zeigt die Mehrzahl dieser Clients nur Fotos an, die zufällig als JPG vorliegen — entweder, weil ich als JPG geknippst habe oder weil das Foto mit Picasa bearbeitet wurde. Viele Fotos hab ich aber nur im Rohformat (CRW oder ARW) auf der Platte. Ich schätze, ich muss mich mal mit der Exportfunktion von Picasa beschäftigen. Oder mit den in MediaTomb eingebauten Konvertierungsmöglichkeiten. Aber weiter in der Aufzählung…
- Ich kann eine Daten-DVD mit Bildern brennen, die könnte dann der DVD-Player — und möglicherweise auch die PS3 — anzeigen.
- Ich kann Picasa aus den Bildern einen Film rendern lassen (incl. Soundtrack) und den über den Conceptronic-Player abspielen, oder ihn auf eine DVD brennen und diese mit dem DVD-Player oder der Playstation (oder, mit etwas Mühe, mit der Wii) abspielen. Das Erstellen des Films klappt aber leider nicht mit dem WINE-betriebenen Picasa für Linux (»This feature is not supported for Windows 2000«) und ich habe eigentlich keine Lust, für sowas ins Windows umzubooten.
- Ich kann die Bilder mit Picasa auch hochladen und über die Internet-Funktionen des Fernsehers aus dem Web anzeigen. Die Glotze hat Unterstützung für Picasa eingebaut, aber nicht für flickr. Bei meinem Händie ist es natürlich genau umgekehrt. Wäre ja noch schöner. Die PS3 kann seit kurzem beides. Und ich muss mir keine Gedanken um die Konvertierung machen.
Die beste Diashow-Funktion hat die PS3, die liefert wenigstens ein bisschen Eyecandy; der Fernseher kriegt gerade mal ein lahmes Überblenden hin, der Conceptronic-Player nicht mal das. Wenn ich jetzt bloß so schöne Bilder knipsen würde wie mein Opa…
Nachtrag, 2. August 2010: Das mit dem Picasa-Film geht auch unter Windows nur in der Theorie. In der Praxis funktionierte das bei mir nur mit Einschränkungen und in einer lachhaften Auflösung. 720p oder gar 1080p kann man total vergessen: die resultierenden Dateien lassen sich weder problemlos abspielen noch in irgendwas konvertieren, was sich problemlos abspielen lässt.
Dienstag, 27. Juli 2010
Guter Tweet, schlechter Tweet
Sehr witzig, die robots.txt von last.fm:

Glücklicherweise hab ich eben diesen Tweet zuerst gesehen…

…und nicht diesen hier:

Schade, dass er präventiv die Pointe erklärt und Isaac Asimov zum Gegenstand macht (wir machen mal so, als hätten wir den Apostroph nicht gesehen), aber wenigstens ist die URL kurz:

Glücklicherweise hab ich eben diesen Tweet zuerst gesehen…

…und nicht diesen hier:

Schade, dass er präventiv die Pointe erklärt und Isaac Asimov zum Gegenstand macht (wir machen mal so, als hätten wir den Apostroph nicht gesehen), aber wenigstens ist die URL kurz:
http://www.last.fm/robots.txt
http://bit.ly/a7tkEB die robots.txt von last.fm
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