Als ich noch klein war, wurden Pakete noch ordnungsgemäß von einem Beamten der Deutschen Bundespost ins Haus gebracht. Unser Paketzusteller hieß Ben — so dachte ich jedenfalls. Die Erwachsenen nannten ihn so, aber nur wenn sie über, nie wenn sie mit ihm sprachen. »Ah, guggemol, do hinne kommt de Ben!« Irgendwann fand ich dann heraus, dass das Kürzel »Ben«, mit denen er nicht zustellbare Pakete zu unterschreiben schien, bloß für »Benachrichtigung« stand.
Einer der Vorteile der modernen, privatisierten Postzustellung von heute ist die Abwechslung. Man hat vor Ort zahlreiche Ansprechpartner, die mehr oder weniger regelmäßig wechseln. Seit wir in Hombruch wohnen, wurden wir z.B. (gefühlt) von einem halben Dutzend DHL-FahrerInnen beliefert, Urlaubsvertretungen nicht mitgerechnet.
Der DHL-Fahrer, der uns zur Zeit beliefert, leidet bedauerlicherweise wohl unter einer Allergie gegen das Schleppen schwerer Pakete — oder unsere Türklingel geht immer ausgerechnet dann kurzzeitig kaputt, wenn uns eine Lieferung mit mehr als drei Kilo zugestellt werden soll.
Na ja, in ein paar Monaten kommt ja sicher wieder ein neuer Zusteller, vielleicht klappt es mit ihm oder ihr wieder besser.
Freitag, 16. Juli 2010
Ihre Sendung ist da, aber nicht hier, sondern woanders!
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