Ein Päckchen JPS Sticks und ein Stück Verpackungsmaterial, das ich aus einem Stick dieses Päckchens fischen konnte
Aus Gründen, die ich an dieser Stelle nicht in aller Breite erläutern möchte, reiße ich ab und zu Zigaretten auf. Belassen wir es dabei, dass ich gelegentlich auf das widerliche, auf schnelles Abbrennen optimierte Zigarettenpapier verzichte und den Inhalt einer Zigarette oder eines Sticks (oder wie auch immer die steuervergünstigten Zigarettensurrogatprodukte heute bezeichnet werden) in ein leckeres Zigarettenpapier aus Reis einwickele und genieße. Konisches Rebranding, sozusagen.
Dabei fällt mir immer wieder auf, dass in manchen Zigaretten nicht nur Tabak drin ist, sondern auch anderer Müll, meist gehäckseltes Verpackungsmaterial. Vermutlich ist es manchmal einfach bequemer, den Tabak inklusive Umverpackung in den Schredder zu schieben. In der Abbildung sieht man ein schönes Beispiel, bei dem das Logo auf dem Schnipsel zeigt, dass die Kontamination nicht schon im Anbaugebiet stattfand, sondern erst nachdem der Tabak in der Hand des Zigarettenherstellers Reemtsma war.
Also, liebe Raucher, wenn Eure Zigaretten ab und zu mal seltsam schmecken, dann ist das keine Einbildung, sondern eine Folge der Schlamperei der Hersteller. Und, liebe Kiffer, keine Joints im Dunkeln bauen!
Wir Raucher dürfen uns aber nicht ernsthaft über die daraus resultierende Gesundheitsgefährdung beschweren. Uns wird ja sofort vorgehalten, dass wir schließlich ein Nervengift inhalieren und dass ein bisschen Papier und Druckfarbe doch keinen großen Unterschied mehr machen können. Hey, es steht doch sogar auf der Packung, dass man daran sterben wird. Aber stellen wir uns mal vor, ein großer Zuckerhersteller würde sein Produkt mit Fäkalien verunreinigen... das Geschrei wäre groß, obwohl Zucker auch pur großen Schaden anrichtet.
Dass es nicht unmöglich ist, den Tabak vor solchen Verunreinigungen zu bewahren, beweisen die Hersteller übrigens erfolgreich bei der Verarbeitung von Drehtabaken. In meinem Van Nelle hab ich jedenfalls noch nie Packband entdeckt. Ich verzichte jetzt einfach mal auf Reemtsma-Produkte (lt. Firmenwebsite u.a. »West, Drum, Davidoff, Peter Stuyvesant, R1, Rizla, JPS und Cabinet«), der Konzern ist mir in diesem Zusammenhang vor ein paar Jahren schon mal sehr übel aufgefallen (Klebeband in fast jedem Stick eines Päckchens).
Zur Info für Reemtsma: Die eingestanzte Chargennummer auf der Packungsunterseite lautet 582F321.


Dann wäre es bis auf das Gold vom Druck ev. egal?
Hmmm aus was wohl das ‘Gold’ besteht ?