Meine Webseiten standen im ereignisreichen Jahr 2005 unter verschiedenen Mottos: »Ackermann, erstick doch dran!«, »Wählt euch doch ein neues Volk!« und schließlich »Schröder und Ackermann, erstickt doch dran!«
Das Motto für 2006 lautete »Pervers ist man erst, wenn man keinen mehr findet, der mitmacht!«, ich musste mir aber erst kürzlich sagen lassen, dass das auch deutlich knackiger geht: »Pervers ist, wenn keiner mehr mitmacht!«
Anlässlich des Inkrafttretens der Neuregelung der Impressumspflicht für Webseiten durch das Telemediengesetz und den Staatsvertrag über Rundfunk und Telemedien lautete das Motto für 2007: »Rein privat, ausschließlich persönlich & familiär!«, was im Laufe des Jahres zu »Seit über zehn Jahren private, persönliche, familiäre, überwiegend monomediale, aufrechte & selbstzensierte Neuigkeitenverbreitung auf der Datenautobahn« mutierte.
2008 beginne ich mal ganz optimistisch: »Alles wird gut: jeder wird root!«
Ich danke für die Beachtung aller Sicherheitsmaßnahmen und wünsche einen angenehmen Tag.
Nachtrag, 13. Februar 2008: Gibt es einen spezifischen Hintergrund zum neuen Motto? Nicht wirklich, aber zahlreiche Deutungsmöglichkeiten. Aufgrund der gerade veröffentlichten Exploits der aktuellen Linux-Kernel könnte man das Motto so verstehen, dass auf vielen, weniger intensiv gepflegten Systemen z.Zt. jeder Nutzer zum Administrator werden kann. Oder man könnte es auf den gemächlichen, aber kontinuierlichen Siegeszug von Linux auf dem Desktop beziehen. Oder darauf, dass man sich Bedrohungen der Privatsphäre wie Vorratsdatenspeicherung und Bundestrojaner vielleicht leichter entziehen kann, wenn man die Technik seiner Computermaschine und des Interwebs besser versteht. Oder man interpretiert es als moderne Fassung von »Jeder ist seines Glückes Schmied«: im Unix des Lebens ist jeder sein eigener Admin.


Frank
Tschüssi,
Frank