OMAVAX ist meine MicroVAX II, Baujahr 1985. Keine Ahnung, wer sie ursprünglich anschaffte und wozu, aber sie tat ‘ne Weile Dienst im AZB Burbach. Um 1995 herum wurde sie da ausrangiert und ich schnappte sie mir für 300 Mark für mein kleines Hardwaremuseum.
1997 hatte ich mich zuletzt eingeloggt, danach war sie noch ‘ne Weile im Betrieb, als in unserer WG die Heizung ausgefallen war — sie sorgte dafür, dass es in meinem kleinen Zimmer wenigstens ein paar Grad wärmer war als in jedem anderen Zimmer der WG. Seither bin ich fünfmal umgezogen, die Oma kam immer mit, was jedes Mal für große Begeisterung sorgte — die Kiste wiegt locker fünfzig Kilo — aber sie diente eigentlich immer nur als Staubfänger und Ablage, weil in den anderen Wohnungen die Heizung nie ausfiel.
Nach einer Stunde des Rumhantierens mit dem Lötkolben — eine Tätigkeit, die mir als Grobmotoriker aufgrund der unvermeidlichen Brandblasen zutiefst verhasst ist — hab ich jetzt wieder ein funktionierendes Terminalkabel. Das dauerte ungewöhnlich lange, weil ich total verdrängt hatte, dass der DB9-Anschluss zwar wie eine normale RS232-Schnittstelle aussieht, aber keine ist. Und kaum macht man’s richtig, schon funktioniert’s:
KA630-A.V1.3
Performing normal system tests.
7..6..5..4..3..
Tests completed.
Loading system software.
2..1..0..
VAX/VMS Version V5.5 Major version id = 1 Minor version id = 0
Vielleicht stecke ich die Tage eine BNC-Karte in meinen Router und mache die Vax für ‘ne Weile zugänglich, zur Feier des dreißigsten Geburtstages der Architektur. Happy Birthday, VAX!

