Nach etwa zweieinhalb Jahren gibt mein Rio Karma so langsam den Geist auf. Die Akkulaufzeit hat massiv gelitten und die Festplatte hängt immer öfter (ich hab extra ‘ne Büroklammer am Schlüsselbund, damit ich den Karma auch unterwegs resetten kann)... beides sind bekannte Karma-Probleme, die man mit etwas Bastelgeschick, passenden Ersatzteilen und Werkzeug beheben kann. Aber nicht, wenn man zwei linke Hände mit jeweils fünf Daumen sein eigen nennt. Der Karma wird nicht mehr hergestellt, nicht mal mehr repariert (im Garantiefall kriegt man sein Geld zurück). Bleibt mir also nur, mich nach einem neuen MP3-Player umzusehen.
Ich hab mir den Rio Karma gekauft, weil ich es sexy fand, einen signifikanten Teil meiner Musiksammlung immer mit mir rumschleppen zu können. Inzwischen find ich es viel wichtiger, dass der Player als stinknormaler USB-Massenspeicher funktioniert — ich hab viel zu viel Zeit mit den verschiedenen Lösungen verbracht, mit deren Hilfe man den Karma mit seinem Spezialprotokoll auch unter Linux befüllen kann.
Davon abgesehen hab ich nur zwei Anforderungen an das Gerät: es muss Ogg Vorbis-Dateien abspielen können (dafür verzichte ich gerne auf Unterstützung für WMA und ähnlichen proprietären DRM-Dreck) und sich einigermaßen nett in der Hand anfühlen. Damit fällt der Commodore eVic leider aus, der Ogg-Support saugt und das Ding sieht so genauso billig aus, wie es sich anfühlt. Aber einen Player mit Festplatte wollte ich ja eh nicht mehr.
Aber was ich eigentlich fragen wollte: wie kommt man denn als Abteilungsleiter der Unterhaltungselektronikabteilung eines größeren Kaufhauskonzerns auf die Idee, das Angebot an MP3-Playern zu präsentieren, indem man sie, noch im Karton verpackt, unter Verschluss in eine Glasvitrine stellt? Ich sehe ein, dass es Geld spart, wenn man keine Vorführgeräte hat, die man irgendwann billig abgeben muss — aber als Kunde fühlt man sich kein bisschen motiviert, sich für eins der Geräte zu interessieren. Den Karton kann ich mir auch im Internet angucken und dann auch gleich dort bestellen, da isses nämlich mit Sicherheit günstiger als in diesem Laden.
Nachtrag am gleichen Tag: Es ist ein iPod geworden, aus dem örtlichen Geiz-ist-geil-Laden. Entgegen meiner guten Vorsätze doch wieder mit Festplatte. Von der iPod-Produktvielfalt überwältigt hab ich aber leider verpeilt, dass er da €20 teurer war als bei Amazon. Geiziger-wär-geiler gewesen. Nicht ärgern! Einmal kurz unter Windows initialisiert, dann Rockbox draufgepackt und mit Musik befüllt. Festgestellt, dass Rockbox ‘ne ganze Reihe von Demos und Spielen mitbringt und ein bisschen Doom auf dem Player gespielt (und gleich festgestellt, dass das vermutlich eine tolle Methode ist, den Akku zu leeren, falls das mal nötig sein sollte). Rockbox kann zwar auch Videos abspielen, aber nicht unter Benutzung der dafür im iPod vorhandenen Beschleunigerhardware — und ich hab mir sagen lassen, dass man sich selbst mit dem originalen Betriebssystem auf einzelne Folgen von Comedy-Serien beschränken sollte, weil man einen Film eh nicht bis zum Ende gucken kann (ich muss einräumen, dass dieser Ratschlag von einem Besitzer der vorigen iPod Video-Generation kam — ich lasse mich gern angenehm überraschen, falls ich überhaupt rausbekomme, wie man dem iPod ohne Windows und iTunes-Software, die ich spontan nicht leiden konnte, Videos verfüttert).



Neuigkeiten aus roothausen: Leider hat nun mein komplettes bisheriges Audio-Setup fuer unterwegs den Geist aufgegeben. [...] also habe ich mir nun nach Weihnachten einen neuen Player gegoennt [...] Der neue sollte mindestens das koennen was der alte
Aufgenommen: Jan 03, 14:11