Als die Telekom kürzlich zigtausend Servicemitarbeiter auslagerte, hatte ich mir ja vorgenommen, meinen nächsten Telefonanschluss von irgendwem, aber nicht von der Telekom zu beziehen. In einer Großstadt wie Dortmund kann das ja kein Problem sein. Pustekuchen!
freenet kommt nicht in Frage, weil die keinen Festnetztelefonanschluss bieten, da gibt’s nur einen DSL-Anschluss plus VoIP-Hardware. Nein, danke, es genügt mir schon völlig, dass ich dienstlich kaum ein längeres Gespräch führen kann, ohne dass sich mein Gesprächspartner darüber beschwert, dass er mich phasenweise nicht verstehen kann (und das mit einem übertrieben teuren Cisco-IP-Telefon an einer P2P-freien DSL6000-Leitung mit 512kBit Upstream). Privat verlasse ich mich da lieber auf »konventionelle« Telefonie.
Arcor kommt nicht in Frage, weil die mich bereits einmal erfolgreich dazu gebracht haben, mich zu bücken, um mich von ihnen anal mit einem abgebrochenen Besenstiel bedienen zu lassen. Abgesehen davon, dass sie mir Geld und wertvolle Lebenszeit gestohlen haben.
Telefon über Kabel wär auch eine Option... wenn wir einen Kabelanschluss hätten. Aber das Fernsehen kommt per DVB-T und von Astra. Und einen regionalen Anbieter wie NetCologne oder Hansenet gibt es in Dortmund anscheinend auch nicht.
Kleine überregionale Anbieter haben keine eigene Technik vor Ort, d.h. bei jeder Störung addieren sich die Reaktionszeiten des eigenen Anbieters und der Telekom, ganz abgesehen von den Reibungsverlusten bei der Informationsweitergabe: von jemandem, der für einen Hungerlohn in einem Callcenter sitzt, kann man nicht erwarten, einen technisch komplexen Zusammenhang festzuhalten und fehlerfrei wiederzugeben und die verantwortlichen Telekom-Techniker reden nicht direkt mit einem Kunden einer fremden Telefongesellschaft.
Dazu kommt, dass bei kleinen Anbietern anscheinend recht häufig die Übernahme der Rufnummer nicht richtig funktioniert, was dazu führt, dass Anschlüsse zeitweise oder permanent von anderen Anbietern aus nicht erreichbar sind. Aber keiner der Winzanbieter kann es sich leisten, die Anschlüsse der Telekom unter den Tisch fallen zu lassen, d.h. nur ein Anschluss bei einem großen Anbieter sichert wohl die Erreichbarkeit durch alle kleinen Anbieter.
Also dann doch wieder die Telekom. Mit ISDN und DSL16000 und Flat hier und Flat da. Ich bin gespannt, ob das reibungslos klappt und ob die Telekom es rechtzeitig schafft, mir ein ADSL2-fähiges Modem zu schicken.
Nachtrag, 28. Juli 2007: Markus hat mir verraten, dass es doch einen regionalen Anbieter gibt: die Dortmunder Stadtwerke. Denen gehört nämlich (der größte Happen von) DOKOM21. Zu spät. Aber wenn ich mir die Erfahrungsberichte von Kunden so angucke, weiß ich nicht, ob ich damit glücklich geworden wäre...
Donnerstag, 19. Juli 2007
Dann doch wieder... Telekom?
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