Ich ziehe a42.de, mutantenstadl.de und was sonst noch dazu gehört, auf einen anderen Server um. In diesem Zusammenhang kann es zu ungeplanten Downtimes kommen (geplant sind keine, eigentlich könnte der Umzug auch völlig reibungslos ablaufen). Wer was bemerkt, was nicht mehr geht (insbesondere kapütte Ümläüte), ist herzlich eingeladen, mich in einem Kommentar darauf hinzuweisen, danke!
Donnerstag, 29. Mai 2008
Serverumzug
Dienstag, 27. Mai 2008
Ökoterroristen (mit Nachträgen)
Liebes Tagebuch,
wieso erschreckt es mich immer wieder, wenn meine Befürchtungen zur Realität werden? Als im Zuge des »Kriegs gegen den Terrorismus« die Bürgerrechte abgebaut und dafür die Kompetenzen der Sicherheitsorgane erweitert wurden, war mir doch schon klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis immer mehr unliebsame Individuen zu Terroristen erklärt werden. Jetzt krieg ich mit, dass es längst soweit ist und bin dennoch überrascht und entsetzt.
Aus dem aktuellen »EU Terrorism Situation and Trend Report« von Europol (z.Zt. hier zu finden):
Die einen nennen es »Single Issue Terrorism«, die anderen »Notwehr«. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis Portugals Beispiel Schule macht und die europäischen Länder Greenpeace und Robin Wood als terroristische Vereinigung ächten? Schließlich schrecken beide nicht vor Sachbeschädigung zurück, um ihre politischen Ziele durchzusetzen, entsprechen also eindeutig der Definition. Der Dauerauftrag an Greenpeace fiele dann unter §129a StGB, Unterstützung einer terroristischen Vereinigung.
Nachtrag, 31. Mai 2008: Wenn’s nicht die Vorboten des noch kommenden Wahnsinns wären, müsste man grinsen: im Rahmen des Antiterrorkampfs sind im Flugverkehr inzwischen auch Schmuckstücke geächtet, in diesem Fall ein kleiner Silberanhänger in Form eines Revolvers (man kann ja nicht wissen, ob so’n winziger Revolver nicht auch winzige Kugeln verschießt). Ein T-Shirt kann auch eine Gefährdung darstellen, wenn darauf ein Transformer mit einer Waffe in der Hand abgebildet ist.


Wenn solche Deppen die Kontrollen durchführen, müssen wir uns ja keine Gedanken über verschärfte Sicherheitsgesetze machen... oder sollen wir genau das glauben?
Nachtrag, 30. Juni 2008: Telepolis kommentierte schon Anfang Mai (hab ich aber jetzt erst gesehen) und jetzt sind die Ökoterroristen in Deutschland am Werk:
Nachtrag, 5. Juli 2008: Die bösen Terroristen haben schon wieder zugeschlagen. Zur Dokumentation ein Auszug aus dem Bekennerschreiben des »Kommando Biene Maja«:
Die arte-Dokumentation »Monsanto — Mit Gift und Genen« ist z.Zt. bei Google Video zu finden.
Nachtrag, 29. August 2008: Mehr zu den portugiesischen Ökoterroristen bei annalist.
Nachtrag, 11. November 2008: Mehr im Duckhome.
wieso erschreckt es mich immer wieder, wenn meine Befürchtungen zur Realität werden? Als im Zuge des »Kriegs gegen den Terrorismus« die Bürgerrechte abgebaut und dafür die Kompetenzen der Sicherheitsorgane erweitert wurden, war mir doch schon klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis immer mehr unliebsame Individuen zu Terroristen erklärt werden. Jetzt krieg ich mit, dass es längst soweit ist und bin dennoch überrascht und entsetzt.
Aus dem aktuellen »EU Terrorism Situation and Trend Report« von Europol (z.Zt. hier zu finden):
Die einen nennen es »Single Issue Terrorism«, die anderen »Notwehr«. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis Portugals Beispiel Schule macht und die europäischen Länder Greenpeace und Robin Wood als terroristische Vereinigung ächten? Schließlich schrecken beide nicht vor Sachbeschädigung zurück, um ihre politischen Ziele durchzusetzen, entsprechen also eindeutig der Definition. Der Dauerauftrag an Greenpeace fiele dann unter §129a StGB, Unterstützung einer terroristischen Vereinigung.
Nachtrag, 31. Mai 2008: Wenn’s nicht die Vorboten des noch kommenden Wahnsinns wären, müsste man grinsen: im Rahmen des Antiterrorkampfs sind im Flugverkehr inzwischen auch Schmuckstücke geächtet, in diesem Fall ein kleiner Silberanhänger in Form eines Revolvers (man kann ja nicht wissen, ob so’n winziger Revolver nicht auch winzige Kugeln verschießt). Ein T-Shirt kann auch eine Gefährdung darstellen, wenn darauf ein Transformer mit einer Waffe in der Hand abgebildet ist.
Quelle: Boing Boing
Wenn solche Deppen die Kontrollen durchführen, müssen wir uns ja keine Gedanken über verschärfte Sicherheitsgesetze machen... oder sollen wir genau das glauben?
Nachtrag, 30. Juni 2008: Telepolis kommentierte schon Anfang Mai (hab ich aber jetzt erst gesehen) und jetzt sind die Ökoterroristen in Deutschland am Werk:
Anfang der Woche sind auf der gesamten Fläche des Monsanto-Versuchsfeldes in Ramin bei Löcknitz die Maispflanzen einer Halmverkürzungsmaßnahme zum Opfer gefallen.
Die 3000m² (0,3ha) große Fläche war für Versuche mit einer gentechnisch veränderten »herbizidtoleranten« Sorte des Konzerns Monsanto gedacht. Doch selbst geringen mechanischen Belastungen hielten die Pflanzen nicht stand. Damit ist einer der zwei Versuche mit dieser gentechnisch veränderten Maissorte in Mecklenburg-Vorpommern gescheitert.
Nachtrag, 5. Juli 2008: Die bösen Terroristen haben schon wieder zugeschlagen. Zur Dokumentation ein Auszug aus dem Bekennerschreiben des »Kommando Biene Maja«:
Wir haben in der Nacht zum 4. Juli ca. 5000m² der Genmaisversuchsfläche in Rheinstetten-Forcheim zerstört. Einen Teil davon haben wir plattgetramelt, der andere Teil ist so beschädigt, dass er nicht mehr weiter wachsen kann. Die Pflanzen können keine Kolben mehr ausbilden. Damit ist der Versuch gescheitert. […]
Saatgutkonzerne wie Monsanto machen mit der Gentechnik die Bauern weltweit von sich und ihren Produkten abhängig. Sie gefährden damit sowohl die Welternährung als auch die biologische Artenvielfalt. Das LTZ und der dafür zuständige Landwirtschaftsminister Hauk machen sich mit den Genversuchen in Rheinstetten zu Helfershelfern der Gentechnikkonzerne. Sie missachten den Willen der Bevölkerung, die Gentechnik in der Landwirtschaft mit grosser Mehrheit ablehnt.
Die arte-Dokumentation »Monsanto — Mit Gift und Genen« ist z.Zt. bei Google Video zu finden.
Nachtrag, 29. August 2008: Mehr zu den portugiesischen Ökoterroristen bei annalist.
Nachtrag, 11. November 2008: Mehr im Duckhome.
Mittwoch, 21. Mai 2008
Die Science-Fiction der 60er Jahre war schlecht...
...doch sie hatten Recht!
(»Nieder mit I.T.« von Pigor und Eichhorn)
(»Nieder mit I.T.« von Pigor und Eichhorn)
Geschrieben von Marc
in Kabelfreak, Medienjunkie
um
14:45
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Donnerstag, 8. Mai 2008
Spore mieten? (mit Nachträgen)
Ich freu mich schon seit den ersten Demovideos auf das nächste Spiel von Sims-Macher Will Wright, jetzt wird diese Freude etwas getrübt: Spore kommt mit der neusten Version von SecuROM (vgl. News bei 4Players). Der Kopierschutz von Sony sorgt anscheinend dafür, dass man das Spiel nur dreimal installieren kann (also muss man erst den neuen Rechner für Spore kaufen und dann erst installieren, sonst hat man ja schon zwei der drei Installationen verbraucht), und will — so verstehe ich eine Stellungnahme von Bioware zu SecuROM — alle fünf bis zehn Tage mit dem Registrierungsserver reden. Gelingt das mehrere Tage lang nicht, startet das Spiel nicht mehr.
Dafür muss die Spiele-CD aber zum Zocken nicht im Laufwerk liegen. Toll. Vom Regen in die Traufe.
Man kann Spore also nicht kaufen, sondern bloß mieten. Spieler, die ihre Single-Player-Games offline zocken wollen, sind jetzt also das neue Feindbild bei Electronic Arts.
Will ich mich jetzt auch noch beim Spielen überwachen lassen? Will ich mit meinem Geld die Entwicklung des nächsten, noch restriktiveren Kopierschutzes finanzieren? Ich weiß es nicht. Bei jedem anderen Spiel wäre das für mich ein Grund, ganz zu verzichten. Aber auf Spore bin ich schon ziemlich scharf... Schwierig...
Nachtrag, 13. Mai 2008: UserFriendly schaut in die Zukunft. Danke für den Hinweis, Martin!
Nachtrag, 3. September 2008: 4players fragt: Wem gehört eigentlich Spore?
Nachtrag, 5. September 2008: Viel Rauch um nichts. Das Spiel hat seine netten Momente, aber ich kann mir noch nicht vorstellen, dass ich damit mehr als ein paar Tage verbringen werde. Nebenbei: natürlich war Spore schon vor Tagen in der Piratenbucht ohne Kopierschutz verfügbar, während ich bis gestern auf die Freischaltung meiner »geschützten« Fassung warten durfte.
Nachtrag, 24. September 2008: Amerikanische Spore-Besitzer verklagen EA, weil der Kopierschutz ohne Benachrichtigung des Nutzers installiert wird und auch nach dem Deinstallieren von Spore auf dem Rechner verbleibt, ohne dass es einen Weg gäbe, ihn zu los zu werden:
Dafür muss die Spiele-CD aber zum Zocken nicht im Laufwerk liegen. Toll. Vom Regen in die Traufe.
Man kann Spore also nicht kaufen, sondern bloß mieten. Spieler, die ihre Single-Player-Games offline zocken wollen, sind jetzt also das neue Feindbild bei Electronic Arts.
Will ich mich jetzt auch noch beim Spielen überwachen lassen? Will ich mit meinem Geld die Entwicklung des nächsten, noch restriktiveren Kopierschutzes finanzieren? Ich weiß es nicht. Bei jedem anderen Spiel wäre das für mich ein Grund, ganz zu verzichten. Aber auf Spore bin ich schon ziemlich scharf... Schwierig...
Nachtrag, 13. Mai 2008: UserFriendly schaut in die Zukunft. Danke für den Hinweis, Martin!
Nachtrag, 3. September 2008: 4players fragt: Wem gehört eigentlich Spore?
Nachtrag, 5. September 2008: Viel Rauch um nichts. Das Spiel hat seine netten Momente, aber ich kann mir noch nicht vorstellen, dass ich damit mehr als ein paar Tage verbringen werde. Nebenbei: natürlich war Spore schon vor Tagen in der Piratenbucht ohne Kopierschutz verfügbar, während ich bis gestern auf die Freischaltung meiner »geschützten« Fassung warten durfte.
Nachtrag, 24. September 2008: Amerikanische Spore-Besitzer verklagen EA, weil der Kopierschutz ohne Benachrichtigung des Nutzers installiert wird und auch nach dem Deinstallieren von Spore auf dem Rechner verbleibt, ohne dass es einen Weg gäbe, ihn zu los zu werden:
The class claims that »Spore,« a virtual reality simulation game, contains »a second, undisclosed program« called SecuROM, a »form of Digital Rights Management (DRM) for computer games.«
Consumers are not warned about the program, which is installed without notice and cannot be uninstalled, even if the uninstall Spore, the complaint states. The secret SecuROM program is »secretly installed to the command and control center of the computer (Ring 0, or the Kernel), and surreptitiously operated, overseeing function and operation on the computer, preventing the computer from operating under certain circumstances and/or disrupting hardware operations,« the complaint states.
Plaintiffs demand disgorgement of unjust profits and damages for trespass, interference, unfair competition and consumer law violations. (Courthouse News Service via Senior Gamer)
Mittwoch, 7. Mai 2008
Rauchen kann noch ungesünder sein
Ein Päckchen JPS Sticks und ein Stück Verpackungsmaterial, das ich aus einem Stick dieses Päckchens fischen konnte
Aus Gründen, die ich an dieser Stelle nicht in aller Breite erläutern möchte, reiße ich ab und zu Zigaretten auf. Belassen wir es dabei, dass ich gelegentlich auf das widerliche, auf schnelles Abbrennen optimierte Zigarettenpapier verzichte und den Inhalt einer Zigarette oder eines Sticks (oder wie auch immer die steuervergünstigten Zigarettensurrogatprodukte heute bezeichnet werden) in ein leckeres Zigarettenpapier aus Reis einwickele und genieße. Konisches Rebranding, sozusagen.
Dabei fällt mir immer wieder auf, dass in manchen Zigaretten nicht nur Tabak drin ist, sondern auch anderer Müll, meist gehäckseltes Verpackungsmaterial. Vermutlich ist es manchmal einfach bequemer, den Tabak inklusive Umverpackung in den Schredder zu schieben. In der Abbildung sieht man ein schönes Beispiel, bei dem das Logo auf dem Schnipsel zeigt, dass die Kontamination nicht schon im Anbaugebiet stattfand, sondern erst nachdem der Tabak in der Hand des Zigarettenherstellers Reemtsma war.
Also, liebe Raucher, wenn Eure Zigaretten ab und zu mal seltsam schmecken, dann ist das keine Einbildung, sondern eine Folge der Schlamperei der Hersteller. Und, liebe Kiffer, keine Joints im Dunkeln bauen!
Wir Raucher dürfen uns aber nicht ernsthaft über die daraus resultierende Gesundheitsgefährdung beschweren. Uns wird ja sofort vorgehalten, dass wir schließlich ein Nervengift inhalieren und dass ein bisschen Papier und Druckfarbe doch keinen großen Unterschied mehr machen können. Hey, es steht doch sogar auf der Packung, dass man daran sterben wird. Aber stellen wir uns mal vor, ein großer Zuckerhersteller würde sein Produkt mit Fäkalien verunreinigen... das Geschrei wäre groß, obwohl Zucker auch pur großen Schaden anrichtet.
Dass es nicht unmöglich ist, den Tabak vor solchen Verunreinigungen zu bewahren, beweisen die Hersteller übrigens erfolgreich bei der Verarbeitung von Drehtabaken. In meinem Van Nelle hab ich jedenfalls noch nie Packband entdeckt. Ich verzichte jetzt einfach mal auf Reemtsma-Produkte (lt. Firmenwebsite u.a. »West, Drum, Davidoff, Peter Stuyvesant, R1, Rizla, JPS und Cabinet«), der Konzern ist mir in diesem Zusammenhang vor ein paar Jahren schon mal sehr übel aufgefallen (Klebeband in fast jedem Stick eines Päckchens).
Zur Info für Reemtsma: Die eingestanzte Chargennummer auf der Packungsunterseite lautet 582F321.
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