Ubisoft liefert schneller als die Post: das von Amazon als Warensendung verschickte Spiel ist noch nicht da (es liegt vermutlich im Warensendungsverzögerungscontainer in Dorsten, der dafür sorgt, dass mehr Leute zu den teureren Premiumdiensten greifen), aber es gibt schon ein erstes Update für Silent Hunter IV, das einige der schlimmsten Fehler beheben soll. Und tatsächlich hat sich einiges gebessert... das Fenster mit den Funksprüchen blättert von alleine zur neuesten Nachricht; man kann Missionen im Karrieremodus jetzt auch draußen im Meer vor dem Heimathafen starten, statt jedes Mal langwierig vom Dock ablegen zu müssen; SH4 stürzt beim Benutzen des Stadimeters nicht mehr reproduzierbar ab.
An der mangelhaften Übersetzung ins Deutsche hat sich leider nichts geändert. Ein separater Sprachpatch soll die Sprachausgabe der Besatzung verbessern (bei mir schnattern alle Besatzungsmitglieder ständig irgendwelche Ziffern vor sich hin, was ziemlich nervig ist, was ich aber auf die... äh... Previewversion geschoben hatte), keine Ahnung, ob der auch die Texte repariert, in denen z.B. »bearing« und »heading« durcheinandergebracht wird (»bearing« ist die Richtung, in der sich ein Ziel relativ zur Fahrtrichtung des U-Boots befindet, »heading« ist der Kurs, auf dem sich das Ziel bewegt). Ich werd das Problem einfach durch Neuinstallation umgehen und Englisch als Installationssprache auswählen... ich find’s eh authentischer, wenn die Besatzung eines amerikanischen U-Boots englisch mit
Schade, dass mein Notebook nicht genug Spucke für SH4 hat. So muss ich leider warten, bis die beste Lebensgefährtin von allen ihre Monsterspielemaschine frei macht.
Etwas später: Die Mannschaft plappert auch nach der Neuinstallation weiter (lt. Ubi ist das ein »Feature« des Kopierschutzes, betrifft aber offensichtlich auch zahlende Nutzer). Wenn man im Spiel die Hintergrundmusik abschaltet, hört man in den Briefings auch die Stimme seines Vorgesetzten nicht (man kann den Text aber mitlesen). Die Radargeräte tun bei mir überhaupt nix außer grün zu flimmern. Aber wenigstens stimmen jetzt die Tiefenangaben bei imperialen Maßen (die deutsche Übersetzung »rechnet« englische Fuß eins zu eins in Meter um).
Wenn man im Zeitraffer gegen ein anderes Schiff dotzt, was eigentlich nur passieren kann, wenn man eine Radar- oder Sonarwarnung ignoriert und den Zeitraffer trotzdem wieder einschaltet, bleibt das Spiel auf Zeitraffer, bis das U-Boot so stark beschädigt ist, dass es untergeht. Das halte ich für ‘ne ungeschickte Designentscheidung.
Mal sehen, ob mir die Anleitung dabei hilft, die Sache mit dem Schwierigkeitsgrad des Karrieremodus zu verstehen. Fazit: mit Patch und auf englisch ist SH4 tatsächlich spielbar, wenn auch noch zahlreiche Funktionen fehlen, die SH3 noch hatte. Es ist noch viel zu tun, mal sehen, wann die 1.2 kommt.




Ich verbrachte zwei Stunden zwischen Feuer und Wasser, fasziniert von der Mad Max-Atmosphäre und den Motorradstunts, von zu Rammstein choreografierter Akrobatik und einem spektakulären Hochseilakt, von Todesrad und menschlicher Kanonenkugel. Der Atem stockte mir mehr als einmal. Highly recommended für jeden, der mal sechs Motocross-Maschinen gleichzeitig in einer Stahlkugel mit weniger als sechs Meter Durchmesser rumfahren sehen will. Es lohnt sich, in der ersten Reihe zu sitzen.
