Ach, wie gern würd ich doch mit Stefan Raab um €100.000 pokern und ihm dabei erzählen, wie armselig ich ihn und seine Sendung finde, ach, ich würde gleich über den ganzen Sender und das Privatfernsehen per se herziehen. Ist ja live. Aber erst mal muss ich mich darauf beschränken, mich über EuroPoker.net aufzuregen. Der arme Admin der Site stellt anscheinend seit Tagen jeden Abend gegen zehn auf’s Neue fest, dass es nicht so schlau ist, Fernsehwerbung für eine Site zu schalten, die keine ausreichenden Leistungsreserven hat.
Aber von vorne... TV Total und EuroPoker.net veranstalten gemeinsam eine Werbeaktion. Noch den ganzen Juni finden täglich drei oder vier Pokertourniere (No-Limit Texas Hold’em) mit jeweils 2400 Mitspielern statt, nur die fünf Besten aus jedem Tournier bekommen die Möglichkeit, am 1. Juli an einem weiteren Onlinetournier teilzunehmen und wer das schließlich für sich entscheidet, nimmt in Person an der TV Total-Pokernacht teil, bei der es um echtes Geld geht.
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Montag, 26. Juni 2006
Bad Beat bei Raab
Die deutsche Blogverzeichniswüste?
Jetzt wo ich mit Serendipity nach langer Zeit wieder eine auf’s Bloggen spezialisierte Software verwende und ein Wochenende ins Verbloggen von Aktuellem und Vergangenem verbracht habe, würde ich meine Ergüsse auch gern unter die Leute bringe. Ich seh nicht wirklich Sinn darin, meine deutschsprachigen Blogeinträge weltweit zu bewerben, aber was sind die Alternativen?
Der XML-RPC-Ping von blogg.de antwortet lapidar mit einem »Internal Server Error« und die Site nimmt anscheinend schon seit Monaten keine neuen externen Blogs mehr an. blogstats.de gehört wohl zu blogg.de dazu und meldet konstant einen Datenbankfehler. rss-verzeichnis.de sagt:
Na, viel Erfolg beim Relaunch. blogtrends.info behauptet frech:
Was mit www.blogverzeichnis.org ist, weiß ich noch nicht. Mal abwarten, ob die Site tatsächlich noch gepflegt wird...
Nachtrag, 27. Juni 2006: Wenn ich es schon nicht hinbekomme, für mein Blog deutschlandweit Leser zu werben, dann doch vielleicht wenigsten saarlandweit. Oder vielleicht doch weltweit.
Nachtrag, 29. Juni 2006: Yay, saarblogger.de kennt die Aufrechte Neuigkeitenverbreitung jetzt.
Nachtrag, 3. Juli 2006: Ah, wenigstens gibt’s einen deutschsprachigen Dienst für soziale Lesezeichenverwaltung (»social bookmarking«): den Herrn Wong, den Meister aller Lesezeichen (Mister Wong, Master of All Bookmarks). Zur Feier des Tages hab ich alle Blogeinträge mit einer Leiste von »Zeig mich rum!«-Icons versehen.
Der XML-RPC-Ping von blogg.de antwortet lapidar mit einem »Internal Server Error« und die Site nimmt anscheinend schon seit Monaten keine neuen externen Blogs mehr an. blogstats.de gehört wohl zu blogg.de dazu und meldet konstant einen Datenbankfehler. rss-verzeichnis.de sagt:
Beachten Sie bitte: Derzeit werden Feeds nicht freigeschalten, da wir unseren Relaunch vorbereiten. Im Januar 2006 wird das neue Verzeichnis online gehen und wir wieder aktiv Feeds freischalten.
Na, viel Erfolg beim Relaunch. blogtrends.info behauptet frech:
Blogtrends.info ist ab sofort voll. Die 250 Besten Blogs sind drin. D.h. die 250 besten deutschsprachigen Blogs! Wer jetzt noch nicht drin ist, hat nur eine Möglichkeit. Abzuwarten dass ein Platz frei wird.
Was mit www.blogverzeichnis.org ist, weiß ich noch nicht. Mal abwarten, ob die Site tatsächlich noch gepflegt wird...
Nachtrag, 27. Juni 2006: Wenn ich es schon nicht hinbekomme, für mein Blog deutschlandweit Leser zu werben, dann doch vielleicht wenigsten saarlandweit. Oder vielleicht doch weltweit.
Nachtrag, 29. Juni 2006: Yay, saarblogger.de kennt die Aufrechte Neuigkeitenverbreitung jetzt.
Nachtrag, 3. Juli 2006: Ah, wenigstens gibt’s einen deutschsprachigen Dienst für soziale Lesezeichenverwaltung (»social bookmarking«): den Herrn Wong, den Meister aller Lesezeichen (Mister Wong, Master of All Bookmarks). Zur Feier des Tages hab ich alle Blogeinträge mit einer Leiste von »Zeig mich rum!«-Icons versehen.
Geschrieben von Marc
in Kabelfreak
um
16:17
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Tags für diesen Artikel: Blogging, Serendipity
Natürlich handelt es sich um eine bewusste Strategie
Telepolis führte ein Interview mit dem Korruptions- und Armutsforscher Werner Rügemeier zum Thema Privatisierung:
Ein sehr lesenswerter Augenöffner... für die, die ihre Augen noch geschlossen haben. Doch Telepolis hat heute noch mehr Futter für Schwarzseher:
Auch keine wirklich neue Erkenntnis, aber es gibt Sachen, die kann man einfach nicht oft genug wiederholen.
"Natürlich handelt es sich um eine bewusste..." vollständig lesen »
Die Privatisierung führt genau zum Gegenteil von dem, was sie verspricht: nicht zu mehr Wettbewerb sondern zu Monopolen, die Kommunen werden nicht entlastet, sondern belastet, die Preise werden nicht niedriger, sondern steigen, es entstehen keine neuen Arbeitsplätze, sondern es werden Stellen abgebaut, die Infrastruktur funktioniert nicht besser, sondern schlechter, der Konsument wird nicht zu seinem Vorteil, sondern zu seinem Nachteil bedient und die Umwelt wird nicht mehr geschont, sondern mehr in Mitleidenschaft gezogen.
Ein sehr lesenswerter Augenöffner... für die, die ihre Augen noch geschlossen haben. Doch Telepolis hat heute noch mehr Futter für Schwarzseher:
Der [ALGII-Regelsatz] wurde [...] genutzt um die Sozialhilfebeträge und somit das Existenzminimum stark abzusenken, ohne dass eine entsprechende Diskussion hierüber geführt wurde.
Auch keine wirklich neue Erkenntnis, aber es gibt Sachen, die kann man einfach nicht oft genug wiederholen.
"Natürlich handelt es sich um eine bewusste..." vollständig lesen »
Geschrieben von Marc
in Schwarzseher
um
13:14
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Tags für diesen Artikel: Kapitalismus, Politik
Sonntag, 25. Juni 2006
Zurückgelassen... oder zurückgeblieben?
In Kürze werden alle bereits verstorbenen rechtgläubigen Christen wieder zum Leben erweckt und zusammen ihren noch lebenden Glaubensgenossen ins Himmelreich geholt. Wer übrig bleibt, dem stellt sich die Wahl, entweder zusammen mit anderen Gerechten für ihren Einzug ins Paradies zu kämpfen, oder sich den Kräften Satans anzuschließen. Jahrelang wird eine Schlacht auf der Erde zwischen den Guten und den Bösen toben und schließlich werden die göttlichen Kräfte obsiegen.
Wer zu den Millionen gehört, die in den Genuss des als »Rapture« (Verzückung, Freudentaumel) bezeichneten Massenumzugs in den Himmel kommen, kann seinen Hinterbliebenen eine Nachricht hinterlassen, die dann nach seinem Entschwinden zugestellt wird: darum kümmert sich der Dienst Rapture Letters.
Wer seine Karmabalance allerdings so einschätzt, dass er wohl eher nicht schon mit der ersten Fuhre ins Paradies gekarrt wird, kann sich jetzt auch auf die chaotischen Jahre danach vorbereiten. Angelehnt an die unter US-amerikanischen Christen populäre Buchreihe »Left Behind« (»Zurückgelassen«), die das oben beschriebene Szenario in den düstersten Farben ausmalt, soll bald ein Egoshooter namens »Left Behind: Eternal Forces« erscheinen, in dem der Spieler die ungläubigen Horden auslöschen muss. Die ungläubigen Horden... in Form der UN-Friedenstruppen, um genau zu sein... die Vereinten Nationen sind ja heute schon nur ein Werkzeug des Teufels.
Soweit ganz witzig, gell, und bloß ein weiterer Beweis dafür, dass die Amis am Rad drehen, oder? Okay, wenn man sowas hört, hofft man zwar inständig, dass die religiösen Beteuerungen der amerikanischen Führungselite nur Lippenbekenntnisse sind, weil man sich natürlich keinen Irren am Abzug des größten Revolvers der Welt wünscht, aber darüber hinaus ist die »Rapture« für unser tägliches Leben so bedeutsam wie der Kreationismus oder andere amerikanische Spinnereien.
Was »Left Behind: Eternal Forces« von anderen Egoshootern abhebt und die Aufmerksamkeit der bloggenden Massen fesselt, ist aber nicht nur das irrwitzige, weil ernst gemeinte Szenario oder die Tatsache, dass einschlägige Spielesites das Game einzig allein aufgrund seiner technischen Vorzüge bewertet haben, wohl weil es auch im Land der Freien und Tapferen zu viel Mut kostet, religiösen Fanatikern jeglicher Couleur die Stirn zu bieten.
LB:EF ist auch etwas besonderes, weil es wohl eines der ersten Spiele sein wird, das in seiner virtuellen Welt aktuelle Werbung zeigt. Mit Hilfe einer von der israelischen Firma Double Fusion entwickelten Technik können 2D- und 3D-Elemente, die während des Spielens heruntergeladen werden, in die Spielwelt integriert werden. Aber wenn man schon Daten über’s Internet verschickt, dann doch bitte in beide Richtungen: die Double Fusion-Technik meldet im Gegenzug an den Spielehersteller zurück, was der Spieler so treibt. Und zwar in allen blutigen Details.
Und das wird ziemlich sicher Schule machen, wenn Spiele mit integrierter Spyware tatsächlich Käufer finden. (via Register, Talk To Action, WWWW)
Wer zu den Millionen gehört, die in den Genuss des als »Rapture« (Verzückung, Freudentaumel) bezeichneten Massenumzugs in den Himmel kommen, kann seinen Hinterbliebenen eine Nachricht hinterlassen, die dann nach seinem Entschwinden zugestellt wird: darum kümmert sich der Dienst Rapture Letters.
Wer seine Karmabalance allerdings so einschätzt, dass er wohl eher nicht schon mit der ersten Fuhre ins Paradies gekarrt wird, kann sich jetzt auch auf die chaotischen Jahre danach vorbereiten. Angelehnt an die unter US-amerikanischen Christen populäre Buchreihe »Left Behind« (»Zurückgelassen«), die das oben beschriebene Szenario in den düstersten Farben ausmalt, soll bald ein Egoshooter namens »Left Behind: Eternal Forces« erscheinen, in dem der Spieler die ungläubigen Horden auslöschen muss. Die ungläubigen Horden... in Form der UN-Friedenstruppen, um genau zu sein... die Vereinten Nationen sind ja heute schon nur ein Werkzeug des Teufels.
Soweit ganz witzig, gell, und bloß ein weiterer Beweis dafür, dass die Amis am Rad drehen, oder? Okay, wenn man sowas hört, hofft man zwar inständig, dass die religiösen Beteuerungen der amerikanischen Führungselite nur Lippenbekenntnisse sind, weil man sich natürlich keinen Irren am Abzug des größten Revolvers der Welt wünscht, aber darüber hinaus ist die »Rapture« für unser tägliches Leben so bedeutsam wie der Kreationismus oder andere amerikanische Spinnereien.
Was »Left Behind: Eternal Forces« von anderen Egoshootern abhebt und die Aufmerksamkeit der bloggenden Massen fesselt, ist aber nicht nur das irrwitzige, weil ernst gemeinte Szenario oder die Tatsache, dass einschlägige Spielesites das Game einzig allein aufgrund seiner technischen Vorzüge bewertet haben, wohl weil es auch im Land der Freien und Tapferen zu viel Mut kostet, religiösen Fanatikern jeglicher Couleur die Stirn zu bieten.
LB:EF ist auch etwas besonderes, weil es wohl eines der ersten Spiele sein wird, das in seiner virtuellen Welt aktuelle Werbung zeigt. Mit Hilfe einer von der israelischen Firma Double Fusion entwickelten Technik können 2D- und 3D-Elemente, die während des Spielens heruntergeladen werden, in die Spielwelt integriert werden. Aber wenn man schon Daten über’s Internet verschickt, dann doch bitte in beide Richtungen: die Double Fusion-Technik meldet im Gegenzug an den Spielehersteller zurück, was der Spieler so treibt. Und zwar in allen blutigen Details.
It’s cutting-edge Israeli technology – a piece of software inserted directly into Left Behind: Eternal Forces, software that cannot be blocked or removed – and without your knowledge or permission, it tracks you. This in-game ad software records how often you play the video game, at what time of day and for how long, what game play areas you visit (like Times Square, Soho, Chinatown, or the United Nations Building), which video ads and product placements you view, where your computer is located geographically, and who you are demographically. It monitors your choices and behavior, collates data, and reports back in real-time to... whom? For what purposes? Do you know?
Es ist neuste Technik aus Israel: ein Stück Software, das direkt in LB:EF eingefügt wird, Software die nicht blockiert oder entfernt werden kann – und den Spieler ohne sein Wissen oder seine Erlaubnis überwacht. Diese eingebaute Werbesoftware merkt sich, wie oft das Spiel gespielt wird, um welche Uhrzeit und wie lange, welche Bereiche im Spiel besucht werden, welche Werbeclips und Product Placements angezeigt werden, wo auf der Welt der Computer des Spielers steht und zu welcher demografischen Gruppe der Spieler gehört. Sie erfasst die Entscheidungen und das Verhalten des Spielers, sammelt die Daten und meldet sie in Echtzeit zurück... an wen? Wozu? Wer weiß es?
Und das wird ziemlich sicher Schule machen, wenn Spiele mit integrierter Spyware tatsächlich Käufer finden. (via Register, Talk To Action, WWWW)
Alte News verbloggt...
Wer einen Blick ins Archiv riskiert, wird feststellen, dass es in diesem Blog ein paar Einträge aus dem Jahr 2000 gibt, ein paar Einträge aus 2001, dann lange nix, und schließlich Einträge aus 2005 und 2006. Das hängt nur zum Teil mit meiner Schreibfaulheit von 2002-2004 zusammen, sondern eher damit, wie ich Einträge aus alten Blogs in dieses neue Blog (manuell) importiere. Die alten Einträge hab ich größtenteils aus der Wayback Machine, die 2001 noch regelmäßige Snapshots meiner Seiten gemacht hat, dann aber irgendwie nicht mehr. Die neuen Einträge wurden entweder gleich in Serendipity verfasst oder aus den Blogs von news.a42.de migriert.
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