Vor einigen Jahren hat eine rot-grüne Mehrheit im Bundesrat der Aufnahme von Hanfsamen in die Liste der nicht verkehrsfähigen Betäubungsmittel zugestimmt, um damit fragwürdige Erleichterungen für Fixer zu erkaufen. Jetzt hat es eine rot-grüne Bundesregierung durch einen unbrauchbaren Gesetzesentwurf (bzw. dessen Ablehnung durch eine CDU-Mehrheit im Bundesrat) geschafft, die existierenden Fixerstuben aus der legalen Grauzone in die eindeutige Illegalität zu schieben. Wie kann sowas passieren? Kiffen die Grünen nicht genug oder koksen die Roten zu viel?
Da drängt sich die Frage auf, welche Droge im Bundesverfassungsgericht konsumiert wird, wenn alle halbwegs sinnvollen Entscheidungen zur deutschen Drogenpolitik von alten Männern und Frauen aus Karlsruhe kommen: das BVG konnte zwar aus formellen Gründen nicht über eine Einstufung von Hanfprodukten als verschreibungsfähige Betäubungsmittel entscheiden, doch die Richter konnten Wege aufzeigen, wie Schwerkranke ohne Angst vor Strafverfolgung zur Linderung von Schmerzen oder zur Verbesserung des Befindens dennoch Hanf konsumieren können.
Donnerstag, 10. Februar 2000
Die Regierung im Drogensumpf
Geschrieben von Marc
in Lustmensch, Schwarzseher
um
00:57
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Montag, 7. Februar 2000
Spionageprogramm Echelon existiert
AFP berichtet, dass endlich offiziell bestätigt wurde, was wir alle längst wussten (alter Link) - Zitat aus der taz:
Washington (AFP) - Bislang streng geheim gehaltene Dokumente belegen erstmals die Existenz des Spionageprogramms »Echelon« der USA, mit dem weltweit private Telefongespräche, Faxe und elektronische Post ausgewertet werden können. Abgehört wurden zahlreiche US-Bürger. Das Europaparlament hatte sich 1998 mit »Echelon« befasst, allerdings ohne greifbare Ergebnisse.
Samstag, 5. Februar 2000
Review: The Green Mile
Ich war endlich mal wieder im Kino. Fünf Fußminuten von meinem Arbeisplatz entfernt gibt’s ein Multiplex-Kino, das jeden Mittwoch einen Sneak Preview im O-Ton zeigt. Diese Woche lief »The Green Mile«, ein traurig-schöner Film nach einem Buch von Stephen King, zu dem ich eigentlich nur sagen muss, dass mir erst während des Abspanns auffiel, dass ich gerade über drei Stunden ohne Zigarette auskommen musste. Raucher wissen, was das heisst. Recommended.
Dienstag, 1. Februar 2000
Futurama: Die Simpsons treffen die Jetsons
Letztes Wochenende bin ich über Matt Groenings neues Projekt gestolpert. Futurama vereint meine beiden Lieblingsgenres: Science Fiction und Cartoons.
Fry, ein Pizzafahrer aus dem zwanzigsten Jahrhundert, wird Sylvester 1999 bei einer Pizzalieferung in ein Cryo-Institut versehentlich für tausend Jahre eingefroren und muss sich in der Zukunft mit verrückten Wissenschaftlern, wagemutigen Raumschiffkapitänen, furchterregenden Außerirdischen und menschenverachtenden Robotern auseinandersetzen.
Der Humor ist – wie bei den Simpsons –- eher erwachsen, die Serie ist voller Anspielungen und Zitate (gerade deshalb prophezeie ich, dass sie ab Frühmittsommerspätherbst 2001 bei Pro7 synchronisativ bereinigt im Kinderprogramm laufen wird). Die erste Staffel gibt’s als MPEG- oder Realvideo-Briefmarken im Netz (wer suchet, der findet). Highly recommended.
Fry, ein Pizzafahrer aus dem zwanzigsten Jahrhundert, wird Sylvester 1999 bei einer Pizzalieferung in ein Cryo-Institut versehentlich für tausend Jahre eingefroren und muss sich in der Zukunft mit verrückten Wissenschaftlern, wagemutigen Raumschiffkapitänen, furchterregenden Außerirdischen und menschenverachtenden Robotern auseinandersetzen.
Der Humor ist – wie bei den Simpsons –- eher erwachsen, die Serie ist voller Anspielungen und Zitate (gerade deshalb prophezeie ich, dass sie ab Frühmittsommerspätherbst 2001 bei Pro7 synchronisativ bereinigt im Kinderprogramm laufen wird). Die erste Staffel gibt’s als MPEG- oder Realvideo-Briefmarken im Netz (wer suchet, der findet). Highly recommended.
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