- Adblock und der Adblock Filterset.G Updater ermöglichen mir einen praktisch werbefreien Aufenthalt im Interweb. Ich neige dazu, zu vergessen, wie das Web für den Rest der Welt aussieht und bin immer wieder geradezu kulturgeschockt, wenn ich mal mit einem anderen Browser als meinem adgeblockten Firefox surfen muss. Ich weiß ja, dass das permanente Geflimmere und Gepiepse um Aufmerksamkeit einen Teil meines Gehaltes zahlt, dennoch ist meine Leidensfähigkeit einfach nicht so groß, dass ich es hinnehmen könnte, wenn mein Browser nach jedem dritten Klick erst mal von einer seitenfüllenden Flashanimation übernommen wird.
Außerdem vertraue ich auf die Kreativität meiner Geschäftsführung: wenn Onlinewerbung irgendwann so nervig wird, dass die Mehrzahl der Nutzer Wege findet, sie wegzufiltern, werden wir sicher ein besseres Geschäftsmodell finden.
Adblock macht Webseiten übrigens nicht nur übersichtlicher, sondern meist auch deutlich schneller.
- Flashblock reduziert die Augenkrebsgefahr noch weiter, indem es Flashanimationen, die nicht von Adblock gefressen wurden, erst mal am Loslaufen hindert und statt dessen einen F-Knopf anzeigt, der es mir erlaubt, das Geflimmere zu starten, wenn ich dazu bereit bin. Da der Flashkram für Linux zeitweise auch mal »nicht so stabil läuft« und anscheinend auch nicht so furchtbar intensiv gepflegt wird, erspart mir Flashblock vermutlich auch den ein oder anderen Browserabsturz.
- Fasterfox verpasst Firefox ein Tuning auf Geschwindigkeit – der Laie wählt einfach zwischen vorgegebenen Profilen aus, der Experte konfiguriert Verbindungsparameter und Funktionen wie Prefetching manuell. Und als Leckerli gibt’s obendrein (oder genauer, untendrunter, nämlich in der Statusleiste) eine Stoppuhr für den Seitenaufbau, was einen z.B. gegenüber dem Admin des Vertrauens zu qualifizierten Ausgaben ermächtigt (»Der Seitenaufbau dauert immer mindestens 15 Sekunden!« klingt so viel professioneller als »Das dauert immer eeeewig!«).
- Web Developer erweitert den Firefox um eine Symbolleiste mit zahlreichen Funktionen, die für Webentwickler und ihre Adminknechte sinnvoll sind, hauptsächlich beim Testen und Debuggen von Webanwendungen. So lassen sich z.B. Cookies geschwind anzeigen oder löschen.
- CustomizeGoogle bietet eine ganze Serie nützlicher Funktionen für alle möglichen Google-Dienste, vom Einblenden von Links zu alternativen Suchmaschinen – bin ich bei Google nicht fündig geworden, wiederhole ich die gleiche Suche mit einem Klick halt anderswo – bis zum Anonymisieren der Google-Cookie-UID – selbst wenn ich Google glaube, dass sie »nix böses« wollen, müssen nicht alle meine Wege durch das Interweb Schritt für Schritt und für alle Zeit in ihren Datenbanken festgehalten werden... und da immer mehr Sites Google-Dienste einsetzen, von Adsense bis Analytics, nähern wir uns diesem Zustand.
- Nur für ganz paranoide Komfortgegner zu empfehlen: NoScript untersagt jeder Webseite erst mal den Einsatz von Javascript, bis ich ihn explizit erlaubt habe. Das ist gelegentlich nervig, z.B. wenn ich erst nach dem Ausfüllen eines Formulars bemerke, dass der Knopf zum Absenden auf eine Javascriptfunktion verweist und der Code in der Seite nach dem Aktivieren dann erst mal alle meine Eingaben wieder löscht, aber ich bin ja bekanntlich ein paranoider Komfortgegner und das zusätzliche Quentchen Sicherheit, das mir NoScript verschafft, sorgt bei mir für ein warmes, weiches Gefühl. (Hmmm, vielleicht sind SIE hinter mehr Menschen her, als ich bisher dachte... NoScript gehört zu den »Top Extensions« auf der offiziellen Rotfuchserweiterungsseite...)
- Eben erst entdeckt: der Searchbar Autosizer passt die Größe des Suchfelds in der Navigationsleiste dynamisch an den eingegebenen Suchbegriff an und lässt dafür das Adressfeld mit dem URL schrumpfen.
Und alle diese Erweiterungen gibt’s hier und sie lassen sich jeweils mit ein bis drei Mausklicks installieren...


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Aufgenommen: Mär 10, 19:49
Für Google ist es offensichtlich ein großes Ding, wenn sie künftig personalisierte Logs der Suche nicht mehr ewig halten, sondern nur noch anderthalb bis zwei Jahre lang. Dann werden sie natürlich nicht weggeworfen, sondern anonymisiert. Man weiß ja nie,
Aufgenommen: Mär 15, 02:16